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© ERF Medien Seit dem 1. April läuft auf ERF 1 eine neue, siebenwöchige Predigtserie "Seel-o-logie" mit John Ortberg. Die Predigtreihe will Antworten darauf geben, welche Bedürfnisse die menschliche Seele hat und wie Gott diesen begegnet. Damit greifen Ortberg und sein Team ein Thema auf, an das sich Prediger selten herantrauen. Schließlich ist die Seele nicht greifbar. Trotzdem gehört sie zum Menschen wie Hand und Fuß. Nicht nur Ortberg selbstStefan Loß, Redaktionsleiter des ERF-Fernsehens, äußert sich begeistert über die neue Reihe: „In dieser Predigtreihe spielt Ortberg seine besondere Stärke als Theologe und Psychologe aus. Ausgesprochen unterhaltsam und in einer einfachen Sprache wagt er sich an ein sehr komplexes Thema heran. Mir hat sich durch seine Predigten zum Thema Seele vieles ganz neu erschlossen. Absolut hörens- und sehenswert!“ John Ortberg ist gefragter Autor („EinzigartICH“) und Theologe. Außerdem leitet er die Menlo Park Presbyterian Church in Kalifornien. Die bereits seit 1873 bestehende Gemeinde hat in den Jahren 2007 und 2008 zwei zusätzliche Veranstaltungsorte gegründet und zählte wenig später bereits mehr als 4000 Mitglieder. Die sieben verschiedenen Teile der Predigt halten neben John Ortberg selbst seine Frau Nancy und weitere Mitglieder seiner Gemeinde. Die neuen Folgen der Predigtreihe werden sieben Wochen lang jeden Montag um 19:15 Uhr auf ERF 1 ausgestrahlt. Schon ab ab Mitternacht sind die neuen Folgen in der ERF – Mediathek verfügbar. Zusätzlich wird hier das englische Predigtmanuskript sowie eine Studienhilfe mit weiterführenden Fragen in englischer Sprache angeboten. ERF 1 wiederholt die aktuelle Wochenpredigt jeweils dienstags um 21:45 Uhr und donnerstags um 11 Uhr. Links zum Thema:Gottesdienste aus Menlo Park in der ERF - Mediathek Wikipedia-Eintrag von John Ortberg Offizielle Website der Menlo Park Presbyterian Church FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...