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GAP artwork / fotolia.com Schnäppchenjäger sind eine Sorte für sich. Vor allem die bei Aldi Süd. Die Diskounterkette bringt ihre Angebote immer montags und donnerstags in den Verkauf. Wer an diesen Tagen zur Ladenöffnungszeit um 8 Uhr vor Ort ist, kann besonders verbissene Individuen dieser Spezies beobachten. So auch letztens. Ich wollte vor der Arbeit eine Kleinigkeit besorgen und stand fünf vor acht auf der Matte – zusammen mit 25 anderen Kunden, die es offenbar auf die Angebote abgesehen hatten. Ganz vorne stand ein älterer Herr mit Schiebermütze. Er war wohl sehr glücklich über seine Pole-Position, über die er sich lautstark mit anderen Wartenden unterhielt. Als Erster im Laden - das Schnäppchen war ihm sicher. Der dicke Hund Problematisch nur, dass die Tür um 8 Uhr nicht aufging. Auch nicht zwei Minuten später. Drinnen berieten sich die Kassiererinnen etwas ratlos. Bis auf einmal die Ausgangstür des Geschäfts aufging. Wie auf Kommando strömte die wartende Menschentraube nun in diese Richtung, und der Herr mit der Schiebermütze musste ungläubig mit ansehen, wie gut zehn Personen vor ihm durch die Kassen gelotst wurden und bei den Schnäppchen waren. „Ho, das ist ja ein dicker Hund!“, so sein Kommentar. Worauf ein anderer Herr mit einem sprichwörtlich gewordenen Bibelzitat antwortete: „Tja, die Letzten werden die Ersten sein.“ Ähnlich muss es den Arbeitern im Weinberg im gleichnamigen Gleichnis gegangen sein. Sie verstehen überhaupt nicht, warum alle Arbeiter den gleichen Lohn für ungleiche Arbeit bekommen. Ein dicker Hund! Die Antwort des Weinbergbesitzers: „So werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein.“ (Matthäus 20, 16) An erster Stelle bei Gott Jesus erinnert uns in seinem Gleichnis daran, dass der Lohn für den Einsatz für Gott fest steht. Aber auch daran, dass Missgunst und Selbstsicherheit keine Kategorien für seine Nachfolger sein sollten. Wenn ich also auf andere Christen herabschaue, weil sie sich ja nicht so sehr in der Gemeinde einsetzen wie ich, habe ich ein Problem. Auch wenn ich denke, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn sich doch alle so vorbildlich verhalten würden wie ich, wird es knapp mit der Pole-Position bei Jesus. Und wenn ich anderen den Segen Gottes in ihrem Leben nicht gönne ebenso. Besser also, ich habe im Blick, aus welcher Motivation ich mich in der Gemeinde einsetze. Besser, ich kenne auch meine schwachen Punkte und bin offen für die Korrektur durch andere Christen. Und besser, ich danke Gott für das, was er mir schenkt – ohne neidische Blicke auf das Leben anderer Christen. Dann klappt’s auch mit der Pole-Position bei Gott. FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...