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Der Kleiderschrank geht kaum zu. Das Gefrierfach ist voll. Der Bücherregal fasst nicht mehr alle Bücher. Die Schublade mit Tupperware ist überladen. Wir haben alles. Doch haben wir genug? Wir haben nie genugNein! Wir fühlen uns so, als hätten wir gähnende Leere im Kleiderschrank. Wir meinen, unsere Wohnung könnte weitaus schöner aussehen. Das Auto wirkt mickriger, seit der Nachbar seinen neuen Wagen auf dem Hof stehen hat. Wir trauen uns kaum noch, Freunde zu einem DVD-Abend einzuladen, obwohl der Bildschirm bereits die halbe Wohnzimmerwand in Beschlag nimmt. Ständig halten wir Ausschau nach mehr. Abends surfen wir stundenlang durch Online-Stores um festzustellen, dass uns viel zu viele Dinge fehlen. Anstatt zu merken, dass es uns weitaus besser geht als den meisten Menschen auf der Erde. Wir konsumieren und konsumieren, ohne satt zu werden. Es ist ein Fass ohne Boden, das wir füllen wollen. Wann haben wir genug? Jesus warnt deutlich vor solch einer Einstellung. Er nennt dieses unersättliche Konsumverhalten schlicht Habgier: Die Gier immer mehr haben zu wollen. Sie erwähnt er nicht in einem verschachtelten Nebensatz, sondern häufig im gleichen Zug mit Ehebruch oder Mord. Zu seinen Zuhörern sagt er in Lukas 12,15: „Nehmt euch in Acht! Hütet euch vor aller Habgier! Denn das Leben eines Menschen hängt nicht von seinem Wohlstand ab.“ Wir sollen Habgier meiden. Heißt es also im Umkehrschluss, dass wir uns nichts gönnen dürfen? Nein, das heißt es nicht. Natürlich dürfen wir Tupper und Fernseher kaufen und uns darüber freuen. Allerdings sollten wir uns hinterfragen, bevor wir uns neue Sachen zulegen. Kaufe ich den neuen Laptop aus der Werbung, weil ich es nicht ertragen kann, das ältere Modell zuhause liegen zu haben? Oder kaufe ich mir einen neuen Laptop, weil der alte wirklich ausgedient hat? Dann haben wir genugLetztendlich bleibt der Umgang mit Habgier eine persönliche Gratwanderung. Dafür benötigt es Ehrlichkeit sich selbst gegenüber und ernsthaften Wunsch, sich nicht über materielle Dinge zu definieren. Schließlich gibt es darüber hinaus viel mehr, wie Freundschaft oder Liebe. Wenn wir lernen, die Dinge zu genießen und wertzuschätzen, die wir bereits haben, dann haben wir endlich genug. FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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Wie aus einem tieffliegenden Flugzeug sah ich zunächst aus der Vogelperspektive ein unendlich weites Feld. Als ich näher kam erkannte ich, dass es aus lauter facettenartigen Räumen bestand, die in den buntesten Farben schimmerten. Die Räume waren nicht statisch, sondern wie pulsierende Zellen. Auf die Frage, was das sei, antwortete Gott: "Das sind die Räume in meinem Vaterherzen! Jeder Mensch hat hier einen Raum in meinem Innersten. Im nächsten Moment fand ich mich in einem dieser Räume wieder..."

Da sagte Gott: „Dies ist der Raum der Begegnung, dein Raum in meinem Vaterherzen. Du sollst wissen, dass Du einen festen Platz in meinem Herzen hast! Hier kommen nur Du und ich hinein! Und wir füllen den Raum mit dem Besonderen unserer Beziehung!" Wenn Ihr euch euren eigenen Raum der Begegnung anschauen könntet, würdet ihr sehen, dass die Wände voll mit Bildern sind; Bilder, in denen euch vertraute Situationen ablaufen. Wie eine Sammlung von Orten, an denen ihr schon einmal gewesen seid. Aber nur solche Orte, an denen ihr glücklich ward: perfekte Augenblicke eures Lebens!

Gott sagte dazu: „Glaube mir, mein Kind, es gibt keine perfekten Augenblicke ohne mich! Manchmal war Dir meine Gegenwart gar nicht bewusst. Oft warst Du mehr mit der Schönheit der Natur oder anderer Dinge beschäftigt, als an mich zu denken. Aber ich war dabei und habe diese Augenblicke mit Dir genossen. Und das macht sie zu vollkommenen Momenten Deines Lebens.“
Es würde Euch wahrscheinlich genauso gehen wie mir, dass Ihr euch gar nicht sattsehen könnt an all der Schönheit in diesem Raum. Der Raum war voller Bewegung und Dynamik, es gab keinen Stillstand, und doch strahlt alles Ruhe aus, kein Stress. Ich weiß nicht was Ihr sehen würdet, aber da wären bestimmt vertraute Klänge, Gerüche, Bilder voller positiver Assoziationen!

Und Gott sagt zu Euch: „Ja mein Kind, ich liebe deine Art, wie du lebst, mich liebst und anbetest. Das ist einzigartig. So, wie Du mich liebst mit all deinen Gaben und Talenten, kann mich kein anderer Mensch auf der Welt lieben!“ Ich empfinde bei diesen Worten eine solche Wertschöpfung und Achtung meiner Person, weil Gott alle Dinge in meinem Leben wichtig sind. Er wartet im Raum der Begegnung auf mich und will Gemeinschaft mit mir haben! Ist das nicht unglaublich? Der Schöpfer des Universums wartet auf mich und Dich?

Als nächstes sah ich das Vaterherz wieder aus der Vogelperspektive. Mir fiel auf, dass nicht alle Räume schillernd bunt und pulsierend waren, sondern geradezu blass und farblos. Gott sagte dazu: „Das sind die Räume, die nur selten betreten werden. Manche nur am Sonntag, andere nur an Weihnachten. Ich warte dort vergeblich auf meine Kinder.“

Und dann waren da Räume, die sich wie Nebel im Morgenlicht aufzulösen begannen. „Das sind die Räume“, sagte Gott, „die nie ein Mensch betreten hat. Ich habe dort alle Tage des Lebens auf meine Kinder gewartet, aber sie kamen nicht. Sie waren zu beschäftigt oder glaubten den Lügen über mich.“

Lasst uns nicht länger warten und zusehen, wie immer mehr Räume anfangen, sich aufzulösen! Vielleicht können die J-shirts für einen Menschen um Dich herum eine echte Chance sein, das erste Mal von unserem Vater im Himmel zu hören, der total verliebt auf ihn wartet...