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Bozena Meske zog nach dem Abitur 1994 von Polen nach Deutschland. Heute arbeitet sie ehrenamtlich als Übersetzerin beim polnischen Telefonangebot von ERF International mit. ERF Online hat sie erzählt, wie sie den Wechsel von Polen nach Deutschland erlebt hat und wie ihr Mann und sie die Schwierigkeiten einer interkulturellen Ehe meistern. Ich bin in Wejherowo, einem Ort 50 Kilometer von Danzig entfernt aufgewachsen. In meiner Schule war ich das einzige evangelische Kind. Zum Gottesdienst mussten wir immer bis nach Danzig fahren, denn nach dem Krieg gab es kaum evangelische Gemeinden. Am 4. Juni 1989, am Tag meiner Konfirmation, veränderte sich unsere Welt. In Polen fanden die ersten freien Wahlen seit dem Zweiten Weltkrieg statt, der Kommunismus wurde abgeschafft. Nach und nach wurde alles anders: Nicht nur auf der politischen Landkarte, sondern auch im täglichen Leben. Die Reglementierung wurde abgeschafft und die Läden füllten sich mit Waren. An den Straßenecken bauten Leute Tische auf und verkauften Bücher, die vorher zwar begehrt, aber nirgendwo erhältlich waren. Doch die Freiheit hatte auch ihre Schattenseiten. Eine Inflation von 300 Prozent zog uns finanziell den Boden unter den Füßen weg. Wir waren gerade dabei ein Haus zu bauen, als die Firma meines Vaters geschlossen wurde. Er suchte sein Glück in Deutschland. Zwei Jahre später kamen wir als Familie nach. „Ich habe Ihnen einen Denkzettel mitgebracht!“In Deutschland war alles anders. Die Sprache war mir fremd. Ich beherrschte sie zwar ziemlich gut, doch diese Sprache hatte für mich keine Leichtigkeit. Ich konnte nicht mit Andeutungen spielen oder etwas augenzwinkernd zum Ausdruck bringen. Einmal sollte ich den Direktor der Schule, an der ich meine Ausbildung machte, an etwas erinnern. Also ging ich zu ihm und sagte: „Ich habe Ihnen einen Denkzettel mitgebracht.“ Er schaute mich ganz seltsam an, was mich wiederum verunsicherte. Für mich war meine Aussage logisch. Ich dachte, ein Denkzettel sei ein Zettel, auf den man schreibt, woran man sich erinnern will. Ich wusste nicht, dass ein Denkzettel etwas völlig anderes ist. Auch der Tagesrhythmus war ein anderer. In Polen war man es gewöhnt, früh aufzustehen und ab 16 Uhr frei zu haben. Dann tranken wir mit den Nachbarn Kaffee, arbeiteten im Garten oder besuchten Freunde. Doch in Deutschland arbeiten alle noch am Nachmittag und selbst der Jugendkreis fand am Abend statt. Auch die Mittagspause war mir völlig unbekannt und nicht selten stand ich vor geschlossenen Läden. Ebenso verwirrte mich das Gesundheitssystem: In Polen gab es eine Anlaufstelle, wo ich hingehen konnte und dann warten musste, bis ein Arzt mich empfängt. In Deutschland hat jeder Arzt seine eigene Praxis, mit der man vorab telefonisch einen Termin vereinbaren muss. Nicht zuletzt die Bürokratie brachte mich zur Verzweiflung. Eigentlich wollte ich studieren, aber nachdem ich zwei Monate durch alle möglichen Ämter gepilgert war, bekam ich nur eine Bescheinigung über einen Realschulabschluss und musste mein Leben neu erfinden. Trotz der kulturellen Unterschiede fand ich schnell Anschluss an eine Gemeinde. Ich besuchte einen Gottesdienst der Stadtmission in Hamburg. Als ich dem Prediger dort meine Geschichte erzählte, fragte er mich, ob ich in der Jungschar mitarbeiten möchte. Damit sprach er mich intuitiv auf einer Ebene an, die zu mir passte. Bereits in Polen hatte ich in der Sonntagschule mitgearbeitet. So fand ich gleich in die Gemeinde und in die Mitarbeit hinein und habe sogar noch heute Kontakt zu meiner damaligen Gemeinde. Unser Glaube führte uns in die Sackgasse – und wieder herausGerade in der Ehe mit meinem Mann wurde das interkulturelle Zusammenleben zu einer großen Herausforderung. Am Anfang versuchten wir es mit Anpassung, aber das brachte unsere Ehe fast zum Scheitern. Denn Anpassung bedeutet, dass einer seine Identität aufgibt. Der Lieblingsvergleich, den mein Mann und ich verwenden, um diese Problematik zu erklären, ist die Frage: Ist eine Temperatur von 25 Grad warm oder kalt? Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, ob man die Celsiusskala oder die Fahrenheitskala verwendet. In einer interkulturellen Ehe müssen beide lernen, ihre jeweiligen Skalen anzupassen. Wenn man sich auf eine der beiden Skalen einigt, liegt die alleinige Umrechnungsverantwortung bei der Person, die von Hause aus die andere Skala kennt. Das ist ein enormer Anspruch. Die gemeinsame Glaubensbasis war uns anfangs bei diesen Problemen keine Hilfe, sondern eher hinderlich. Denn in christlichen Gemeinden und in den Eheseminaren, an denen wir teilnahmen, wurde oft der Aspekt der Einheit betont. Diese Einheit wollten wir als Ehepartner leben. Dies war aufgrund unseres unterschiedlichen Hintergrunds aber kaum zu bewältigen und diese erzwungene Einheit führte uns in eine Sackgasse. Wir versuchten unsere unterschiedlichen Glaubensprägungen in „richtig“ oder „falsch“ einzuteilen. Erst als wir merkten, dass es nicht um diese Einteilung geht, sondern darum, den anderen in seiner Unterschiedlichkeit zu verstehen, entdeckten wir, dass wir viel Gesprächsstoff haben. Wir reden immer noch sehr intensiv und lange über Bibeltexte und fragen einander oft: „Welche Schlüsse ziehst du aus diesem Bibeltext?“ Manchmal eröffnet die Antwort des anderen ganz neue Blickwinkel. Im Gesamten hat das unseren Glauben erweitert und bereichert, doch am Anfang dieses Prozesses hat es uns erst mal sehr verunsichert. Wir mussten lernen, dass unser Glaube zwar unsere gemeinsame Basis ist, aber dass unser jeweiliger Glaube auch durch kulturelle, gesellschaftliche und politische Wurzeln geprägt ist – und diese waren eben unterschiedlich. Zwar gab es keine radikalen Widersprüche in unserem Gottesbild, aber wir setzten in unserem Glauben unterschiedliche Schwerpunkte. Mir war der diakonische Aspekt des Glaubens sehr wichtig; für meinen Mann stand mehr die persönliche Gottesbeziehung im Mittelpunkt. Kulturelle Unterschiedlichkeit – mehr als Sitten und GebräucheMittlerweile versuchen wir unsere unterschiedlichen Glaubenstraditionen zu versöhnen. Hilfreich war hierbei, dass wir uns immer auf eine Gemeinde einigen konnten. Nicht überall passte es auf Anhieb wie in der Stadtmission in Hamburg, doch es war uns fast immer möglich in der Frage „In welche Gemeinde gehen wir nun?“ übereinzukommen. Diese gemeinsame Basis ist für uns wichtig und wertvoll. Dort wo es nicht ging, lernten wir die Unterschiedlichkeit zu respektieren. Bozena Meske und ihre Familie beim Weihnachtsfest. Auch in anderen Lebensbereichen haben wir gemeinsame Ebenen geschaffen, zum Beispiel vereinigten wir unsere jeweiligen Weihnachtstraditionen. Es werden sowohl im Advent Plätzchen gebacken als auch am Heiligabend Rote Beete-Suppe gekocht und Oblaten miteinander geteilt, wie es in Polen üblich ist. Aber die eigentlichen Herausforderungen bestehen nicht in Sitten und Gebräuchen, sondern liegen tiefer und sind dadurch unsichtbar. Ein ganz wichtiger Bereich ist die Kommunikation. So war es in den kommunistischen Ländern üblich Kritik auf rationale, intellektuelle Art zu äußern. Hier wird man aufgefordert, „Ich-Botschaften“ zu nutzen. Ich konnte damit wenig anfangen. Wenn ich also aufgefordert wurde meine Meinung zu sagen, tat ich es auf die mir vertraute Art. Daraufhin wurde mir vorgeworfen, ich wäre nicht echt und würde zu meinen Gefühlen nicht stehen, sondern nur eine intellektuelle „Draufschau“ betreiben. Das tat weh. „Ich kann doch Gästen nicht einfach nur Marmelade vorsetzen!“Es kommt auch vor, dass man durch Traditionen oder Sitten des anderen verletzt wird, weil sie im eigenen kulturellen Hintergrund eine andere Bedeutung haben. Wenn wir bei meinen Schwiegereltern zu Besuch waren, gab es zum Frühstück immer Marmelade. Da ich an ein anderes Frühstück gewohnt bin, wurde ich bei ihnen nie satt. Auch fühlte ich mich abgelehnt. Viele Jahre vergingen, bis ich identifizieren konnte, woher das kam. Der Auslöser war die Marmelade. In Polen war Marmelade ein Essen für arme Leute. Man sättigte damit seinen Hunger, wenn nichts anderes da war. Doch ein Gast hatte immer einen besonderen Stellenwert. Ihm setzte man etwas Besseres vor als Marmelade. Und da meine Schwiegereltern keine armen Leute waren, schien es mir so, als sei ich ihnen nicht mehr wert. Es war ein langer Weg diese Fehlinterpretation zu enttarnen. Wir mussten uns mit den kulinarischen Gewohnheiten unserer Familien auseinandersetzen und erkennen, dass Gewohnheiten jeweils auf dem Hintergrund der gesamten Lebenssituation zu sehen sind. Es galt zu verstehen, dass dem äußeren Umfeld in manchen Kulturen eine große Bedeutung zukommt, in anderen Kulturen aber nur das ausdrücklich ausgesprochene Wort gilt. Die Begegnung von Menschen aus diesen zwei Welten ist schwierig: der Eine steht in der Gefahr Botschaften zu überhören, der Andere sieht Botschaften dort, wo keine gesendet werden. Die Bedeutung der Marmelade, die ich zwar verinnerlicht habe, aber der ich mir nicht bewusst war, hat mir die Küchenchefin eines Kurhauses, in dem wir Urlaub machten, verdeutlicht. Eines Tages fragte sie mich, warum die deutschen Gäste immer nach Marmelade fragten. Sie sagte: „Ich mache mir so viel Mühe mit dem Frühstück, versuche es schmackhaft und abwechslungsreich zu gestalten. Ich kann doch Gästen, die den vollen Preis zahlen, nicht einfach nur Marmelade vorsetzen.“ „Sie sind es aber von zu Hause aus so gewohnt, das isst man so in Deutschland“, antwortete ich. Dadurch wurde mir erst klar, dass meine Schwiegereltern bei unseren Besuchen ebenfalls nur ihr gewohntes Frühstück servierten. Durch solche Erfahrungen wird mir auch immer wieder bewusst, dass ich nicht mehr in Reinform polnisch bin. Ich habe hiesige Gewohnheiten und Denkweisen angenommen. Dennoch kann ich meine Herkunft nicht verleugnen. Im Prinzip ist es so, dass wenn man Polen mit der Farbe Rot beschreiben würde und Deutschland mit der Farbe Blau, ich Lila wäre. Ich bin weder ganz Polin noch ganz Deutsche. FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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Wie aus einem tieffliegenden Flugzeug sah ich zunächst aus der Vogelperspektive ein unendlich weites Feld. Als ich näher kam erkannte ich, dass es aus lauter facettenartigen Räumen bestand, die in den buntesten Farben schimmerten. Die Räume waren nicht statisch, sondern wie pulsierende Zellen. Auf die Frage, was das sei, antwortete Gott: "Das sind die Räume in meinem Vaterherzen! Jeder Mensch hat hier einen Raum in meinem Innersten. Im nächsten Moment fand ich mich in einem dieser Räume wieder..."

Da sagte Gott: „Dies ist der Raum der Begegnung, dein Raum in meinem Vaterherzen. Du sollst wissen, dass Du einen festen Platz in meinem Herzen hast! Hier kommen nur Du und ich hinein! Und wir füllen den Raum mit dem Besonderen unserer Beziehung!" Wenn Ihr euch euren eigenen Raum der Begegnung anschauen könntet, würdet ihr sehen, dass die Wände voll mit Bildern sind; Bilder, in denen euch vertraute Situationen ablaufen. Wie eine Sammlung von Orten, an denen ihr schon einmal gewesen seid. Aber nur solche Orte, an denen ihr glücklich ward: perfekte Augenblicke eures Lebens!

Gott sagte dazu: „Glaube mir, mein Kind, es gibt keine perfekten Augenblicke ohne mich! Manchmal war Dir meine Gegenwart gar nicht bewusst. Oft warst Du mehr mit der Schönheit der Natur oder anderer Dinge beschäftigt, als an mich zu denken. Aber ich war dabei und habe diese Augenblicke mit Dir genossen. Und das macht sie zu vollkommenen Momenten Deines Lebens.“
Es würde Euch wahrscheinlich genauso gehen wie mir, dass Ihr euch gar nicht sattsehen könnt an all der Schönheit in diesem Raum. Der Raum war voller Bewegung und Dynamik, es gab keinen Stillstand, und doch strahlt alles Ruhe aus, kein Stress. Ich weiß nicht was Ihr sehen würdet, aber da wären bestimmt vertraute Klänge, Gerüche, Bilder voller positiver Assoziationen!

Und Gott sagt zu Euch: „Ja mein Kind, ich liebe deine Art, wie du lebst, mich liebst und anbetest. Das ist einzigartig. So, wie Du mich liebst mit all deinen Gaben und Talenten, kann mich kein anderer Mensch auf der Welt lieben!“ Ich empfinde bei diesen Worten eine solche Wertschöpfung und Achtung meiner Person, weil Gott alle Dinge in meinem Leben wichtig sind. Er wartet im Raum der Begegnung auf mich und will Gemeinschaft mit mir haben! Ist das nicht unglaublich? Der Schöpfer des Universums wartet auf mich und Dich?

Als nächstes sah ich das Vaterherz wieder aus der Vogelperspektive. Mir fiel auf, dass nicht alle Räume schillernd bunt und pulsierend waren, sondern geradezu blass und farblos. Gott sagte dazu: „Das sind die Räume, die nur selten betreten werden. Manche nur am Sonntag, andere nur an Weihnachten. Ich warte dort vergeblich auf meine Kinder.“

Und dann waren da Räume, die sich wie Nebel im Morgenlicht aufzulösen begannen. „Das sind die Räume“, sagte Gott, „die nie ein Mensch betreten hat. Ich habe dort alle Tage des Lebens auf meine Kinder gewartet, aber sie kamen nicht. Sie waren zu beschäftigt oder glaubten den Lügen über mich.“

Lasst uns nicht länger warten und zusehen, wie immer mehr Räume anfangen, sich aufzulösen! Vielleicht können die J-shirts für einen Menschen um Dich herum eine echte Chance sein, das erste Mal von unserem Vater im Himmel zu hören, der total verliebt auf ihn wartet...