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Viele Menschen leben heute in dem Glauben, ihr Schicksal liege ganz allein in ihrer Hand. Der Mensch ist frei, kann sich selbst beherrschen und ist in der Lage, sein Leben nach individuellen Vorstellungen zu gestalten. Ihren Blick haben sie dabei ganz fest auf die Zeit auf dieser Erde gerichtet. An ein Leben nach dem Tod glauben sie nicht. Sie führen ein Leben im Wohlstand,  ihre Zeit gilt es möglichst profitreich zu nutzen. Auf jede Störung in ihrem routinierten Alltag reagieren sie ablehnend. Das erinnert an die Saduzzäer, eine strengreligiöse Gruppe aus der jüdischen Oberschicht. Sie glaubten auch nicht an ein Leben nach dem Tod. Gott habe den Menschen sich selbst überlassen, war ihre feste Überzeugung. Doch Jesus rüttelte mit Wort und Tat an ihrer festgefahrenen Einstellung zum Leben. Er war ihnen ein Dorn im Auge, und mit einer Frage wollten sie ihm eine Aussage entlocken, die sie in ihrer Überzeugung bestätigen sollte: „Meister“, sagten sie, „Mose hat uns folgende Vorschrift gegeben Wie ist es nun mit der Frau bei der Auferstehung? Wem von ihnen gehört sie dann?“ Mit ihrem Ansatz deckten sie ihre auf die Erde begrenzte Sichtweise auf. Die Vorstellung, es könne ein anderes Leben geben als sie es bereits kennen, ist für sie absurd. Dinge, die sie nicht sehen können, können auch nicht passieren. Doch genau das sagte ihnen Jesus:  „Aber diejenigen, die für würdig erachtet werden, an der kommenden Welt teilzuhaben und von den Toten aufzuerstehen, heiraten dann nicht mehr.“  (Lukas 20,35) Damit gab er ihnen eine Perspektive, mit der sie nie gerechnet hätten. Denn Gott ist ein lebendiger Gott, einer der Macht über Leben und Tod hat. Und das Leben mit Gott hat Raum für Dinge, die in der eingeschränkten Lebenswirklichkeit von vielen Menschen nicht vorstellbar sind. Jesus hebt hervor: „Gott aber ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden; denn ihm leben sie alle.“ (Lukas 20,38) Am liebsten würde ich mich an dieser Stelle zurücklehnen und sagen, dass ich diese Dinge schon lange begriffen habe. Ich bin überzeugt davon, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Das nahende Osterfest erinnert mich neu an die heldenhafte Auferstehung Jesu. Und trotzdem bin ich oft gefangen in meinen Denkmustern und Plänen vom Leben, dass es in meinem Kopf keinen Raum für andere Möglichkeiten zu geben scheint. Wenn ich mich auf die Arbeitssuche begebe – nur um dann festzustellen, dass mein Plan nicht aufgeht. Oder wenn endlich alles in meinem Leben wie erträumt läuft – und ich dann völlig unerwartet durch eine Krankheit aus meinem perfekten Lebenslauf gerissen werde. Oder wenn ich mit dem Tod in meinem Leben konfrontiert werde. Hat Gott dann immer noch alles im Griff? Kann ich ihm vertrauen, selbst wenn meine Situation dagegen spricht? Jesus erinnert mich daran, dass für Gott als Schöpfer des Lebens auch Dinge möglich sind, die außerhalb meiner Vorstellungskraft liegen. Mit klaren Worten zeigt er mir die Grenzen meiner eigenen Denkmuster – und dann seine göttliche Perspektive. Er ermutigt mich, mein Denken immer wieder neu an seinem Wort auszurichten, um nicht stehenzubleiben in engen Sichtweisen. Gott lädt mich ein, Wege zu gehen, die bisher im Verborgenen lagen und Dinge zu verstehen, von denen ich vorher nichts ahnte. Als Schöpfer des Lebens hat er unerschöpfliches Wissen. Seine Kreativität hört nicht bei meinen eigenen Grenzen auf, seine Macht endet nicht im Tod. Er lebt in Dimensionen, die größer sind als meine. Und wenn ich mit meinen Fragen vor ihn trete, zeigt er mir Möglichkeiten, von denen ich nicht zu träumen gewagt hätte.   FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

Jesus-News weiterlesen http://feedproxy.google.com/~r/erf/topthema/~3/-2hNNkF5OKI/116-542-4259

An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...