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Kaum einer mag sie, die Cocktail-Kirschen auf dem Frankfurter-Kranz. Jeder ist froh, wenn er dieses extrem süß und klebrige Etwas irgendwie runtergeschluckt hat und dabei noch ein kaffeeklatsch-taugliches Gesicht machen kann. Wie viel toller ist es doch, im Sommer süße dunkelrote Kirschen vom Baum zu pflücken und sie sich schmecken zu lassen. Ich muss nicht lange überlegen, welche Kirschen ich mir aussuchen würde. Nichts geht über die Echten. Komisch, aber wahr: Viele Christen wählen dagegen die Cocktail-Kirschen und scheinen damit glücklich zu sein. Sie wollen Frucht bringen und engagieren sich dafür munter in Chören, predigen, machen Kindergottesdienste und vieles mehr und haben dabei das Gefühl, im Schnelltempo Früchte wachsen zu sehen. Dummerweise sind es nicht die Echten. Achtung: Täuschung! Natürlich ist gegen die Mitarbeit in der Gemeinde absolut nichts einzuwenden. Dadurch können sogar echte Früchte entstehen. Jedoch spätestens wenn die Mitarbeit in der Gemeinde allein mit „Frucht“ gleichgesetzt wird, sollten die Alarmlampen angehen. Auch wenn sie vielleicht täuschend echt als Frucht im frommen Gemeindealltag durchgeht, ist sie noch lange nicht unbedingt Frucht im Sinne von Johannes 15,5. Jesus sagt: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Leider sind Christen häufig so stark darauf fokussiert, selbst Frucht zu produzieren - anstatt tatsächlich in ihrem Leben wahre Frucht entstehen zu lassen. Mit diesem Vers bremst Jesus den frommen Aktivismus aus. Es geht ihn um etwas anderes. Jesus machen lassen Wahre Früchte entstehen ohne Kraftanstrengung. Sie wachsen nämlich von selbst, ohne dass ich persönlich viel dafür tun muss. Statt viel Kraftaufwand und Energie zu verwenden, um täuschend echte Früchte zu produzieren, entstehen sie, während ich ganz eng mit ihm verbunden lebe. Dabei fallen sie vielleicht erst einmal kaum auf, weil sie kein Etikett „Frucht“ tragen. Sie wachsen eher unscheinbar, während ich mit Jesus lebe und mich durch die Beziehung mit ihm verändere. Die Früchte werden sichtbar in meinem liebevollen Umgang mit Menschen, durch weise getroffene Entscheidungen, durch meine bewusst festgelegten Prioritäten und letztlich auch durch meine gesamten Lebensgestaltung. Je mehr Einfluss Jesus auf mein Leben hat, umso mehr kann er durch mich Früchte hervorbringen. Das sehen und spüren andere Menschen, es ist für sie bereichernd. Warum also noch krampfhaft Frucht produzieren, wenn Jesus es doch viel besser kann?   FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

Jesus-News weiterlesen http://feedproxy.google.com/~r/erf/topthema/~3/iCDj6hfsMHk/116-542-4216

An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...