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Wenige andere Themen rufen so viele Spekulationen und Meinungsverschiedenheiten hervor, wie der zukünftige Bestimmungsort für uns Christen: Der Himmel. Da ist auf der einen Seite die Überzeugung, das wahre Leben würde sowieso erst im Himmel beginnen. Die Chance, das Leben hier auf der Erde schon zu genießen und voller Freude zu leben, wird bei dieser Ansicht verspielt. Auf der anderen Seite beobachtet man Christen, die sich so in das Leben hier stürzen und sich daran festklammern, dass man den Eindruck bekommt, das Leben hier sei mit aller Macht festzuhalten. Geht es wirklich um alles oder nichts? Klare Vorstellungen und ein Wissen über seine Zukunft können einem Christen in vielen Situationen helfen, seinen Alltag zu gestalten und sein Leben in Fülle zu leben. Eine richtige Balance findet, wer einen tieferen Blick in die Bibel wagt. Auch wenn es stimmt, dass vieles, was uns die Zukunft bringt, noch im Verborgenen liegt, offenbart sich Gott selbst hier – und damit ein Stück von dem, was auf uns Christen wartet.   Die Jahreslosung für 2013 gibt uns einen deutlichen Hinweis: „Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ (Hebräer 13,14) Die zukünftige Stadt ist dabei ein Symbol für den Himmel, das Leben auf der neuen Erde in der unmittelbaren Gegenwart Gottes. Oft wird dieser Ort auch das „neue Jerusalem“ genannt.   Ein Blick auf einige Aspekte dieser himmlischen Stadt lohnt sich. Denn er offenbart nicht nur die Zukunft, sondern hilft, ein Leben in der Gegenwart zu gestalten. Meinen Ausführungen zu dieser Stadt liegt der Kommentar von Adolf Pohl zur Offenbarung in der Reihe der Wuppertaler Studienbibel zugrunde. Ausblick auf die zukünftige Stadt In Offenbarung 21 bekommt Johannes einen Blick auf diese zukünftige Stadt: Das neue Jerusalem kommt von Gott aus dem Himmel herab. Wieder einmal hat Gott etwas Neues erschaffen. Und wieder kommt er herab zu den Menschen. Prächtig und farbenfroh erscheint die Stadt hier in einer vollendeten Form. Im Gegensatz zum alten Jerusalem hat Gott sie ganz unabhängig von den Menschen erschaffen. Nun hat Gott nichts dagegen, wenn wir Menschen kreativ und aktiv tätig sind. Aber etwas völlig Neues zu schaffen und diese Erde von ihrem Verfall und der Zerstörung zu heilen – das kann nur Gott. Menschen scheitern, wenn sie das aus eigener Kraft und vor allem ohne Gott versuchen.  Das symbolisiert der Fall der Stadt Babel, der nur einige Kapitel vorher in Offenbarung 18,2 beschrieben wird. Was heißt das für mich? Das ich im übertragenen Sinne gar nicht erst weiter etwas erschaffen und bauen sollte, weil am Ende sowieso alles vergeht? Nein. Es heißt ganz einfach, dass ich meine Arbeit in Gott gründe. Obwohl diese Erde hier ein Ende hat, habe ich als Mensch den Auftrag, mich um sie zu kümmern. Indem ich Gott Raum gebe, wächst in mir auch das Bedürfnis, Dinge zu erschaffen und darin eine Facette von Göttlichkeit auszudrücken.   Der nächste Aspekt führt mich zu der Überlegung, was die Bezeichnung „Stadt“ eigentlich umfasst und was darüber entscheidet, wie sich die darin lebenden Menschen verhalten. Eine Stadt ist der Inbegriff von Reichtum und Geborgenheit, von Gütern und Kultur. Mit Frohsinn und Leben zieht sie Menschen magnetisch an und bietet Frieden und geschütztes Wohnen. Sie vereint die tiefsten Sehnsüchte der Menschen und zieht sie in ihren Bann. Doch ob die Menschen hier ihr ersehntes Glück finden oder tiefer in Armut und Verzweiflung versinken, hängt entscheidend von einem Punkt ab: Der Anwesenheit Gottes. Das gilt für jeden einzelnen Bewohner einer real existierenden Stadt auf dieser Erde und erst recht für das neue Jerusalem. Denn für letztere ist das das erste, was Johannes auffällt: Gottes Herrlichkeit erfüllt die Stadt. (Offenbarung 21,11) Sein klares Licht ist Anziehungspunkt und bricht sich nach unten hin in vielen Farben. Dieses Bild zeigt mir, dass mein Leben seine tiefste Erfüllung zuerst durch die Anwesenheit Gottes findet. Reichtum, Kultur, Frieden und Lachen sind Facetten, die dort zum Ausdruck kommen, wo Gott gegenwärtig ist. In Armut und Verzweiflung beugt sich Gott hinunter – um sie zu beenden und Hoffnung und Perspektiven zu geben. Das gilt auch für unsere heutigen Städte, selbst wenn dieser Aspekt uns häufig nicht bewusst ist: Bei uns in Deutschland sieht man den Unterschied häufig nicht so deutlich, weil unsere Vergangenheit von christlichen Werten geprägt war. In anderen Kulturen dagegen, in deren Vergangenheit Gott nicht so eine große Rolle gespielt hat, sieht man das dem Stadtbild meiner Erfahrung nach oft an. Hier fehlt ein vielfältiges Angebot an Kultur, Kunst und Theater – stattdessen erleben die Casinos der Stadt ihren Boom. Eine offene Mauer Schaut man sich den Text in Offenbarung 21 weiter an, fällt auf, dass die Stadt von einer mächtigen, hohen Mauer umgeben ist. An der Größe der Mauer ließen sich für den Orientalen immer Kraft, Reichtum und Sicherheit einer Stadt ablesen. In diesem Fall symbolisiert die Mauer endgültige Trennung von Heiligkeit und Unheiligkeit und zieht damit eine ganz klare Grenze. Selbst der Zugang durch die Tore in die Stadt hinein ist kontrolliert. Was kann ich aus diesem Bild für meinen Alltag als Christ mitnehmen? Gott trennt konsequent zwischen Reinheit und Unreinheit. Trotzdem kommt er in seiner Reinheit auf die Menschen zu, ohne jegliche Berührungsängste und bietet ihnen sich selbst an. Dass es diese Mauer in der zukünftigen Stadt trotzdem gibt, zeigt mir aber auch, dass es ein zu spät gibt, um mit Gott ins Reine zu kommen. Dieses Wissen und das Bewusstsein darum, wie wichtig es Gott ist, dass seine Menschen heilig sein sollen, hilft dabei, sich ihm schon jetzt ganz zu öffnen. Dann kann er Bereiche im Leben in Ordnung bringen, die es ohne ihn nicht sind. Die Mauer ist außerdem aus glasklaren und durchscheinenden Baustoffen und erlaubt damit einen freien Blick auf Gott: Die Zeit, in der sich Gott nur schemenhaft oder verdunkelt zu erkennen gibt, ist endgültig vorbei. Das Fundament der Mauer schillert in vielfältigen farbenprächtigen Edelsteinen. Es sind die gleichen Edelsteine, die auch schon im alttestamentlichen Priestertum verwendet wurden. Vor meinen Augen entfaltet sich hier ein Bild, das Reichtum, Verschiedenheit und Offenheit perfekt und auf edle Weise vereint. Überwältigende und harmonische Göttlichkeit findet ihren Ausdruck. Mir wird klar, das Schönheit, Eleganz und Vielfalt keineswegs immer nur ein Zeichen für Überheblichkeit oder das Bedürfnis, sich selbst zu präsentieren, sind. Gott selbst verkörpert die vollkommene Schönheit. Begegnung zwischen Gott und Mensch Wider alles Erwarten und wohl zur Enttäuschung der Juden führt die erwähnte Straße nicht als Krönung der Stadt zu einem Tempel. Denn „einen Tempel sah ich nicht in der Stadt“, fährt Johannes fort. (Offenbarung 21,22) Ein Tempel vereint zwei Dinge: Einerseits drückt er die Unheiligkeit des restlichen Stadtgebietes aus. Gewöhnliches Leben oder einfache Häuser sind nicht mehr Ort der Begegnung zwischen Mensch und Gott. Andererseits zeugt er von der Treue Gottes und seinem Bekenntnis zu den Menschen. Im Tempel seines Volkes offenbart sich die Herrlichkeit Gottes und ist gleichzeitig auch der Ort, von dem aus Gott alle anderen Völker in seine Gegenwart zurückholen will. Jetzt wird auch klar, wieso der Tempel in der neuen Stadt fehlt: Der Tempel als Hinweis auf die neue Welt hat ausgedient. Denn mit der erfüllten Hoffnung auf das lang Erwartete entfällt, was vorher als Hinweis gedient hat. Auf vollkommene Art und ohne Eingrenzungen findet hier die Begegnung zwischen Gott und dem Menschen statt. Frei und ungehindert gehen die unterschiedlichen Völker in die Stadt ein: Beladen mit ihren kostbarsten Schätzen, um ein Segen zu sein - und wieder aus, selbst gesegnet mit der Herrlichkeit Gottes. Ein harmonisches Wechselspiel zwischen Geben und Nehmen findet hier statt. Lebenserhaltend fließt Wasser durch die Straße der Stadt: Die Quelle ist der Thron Gottes und des Lammes.  Freie Völker, die auf einer freien Erde frei ihrem Erlöser dienen. Und von Gott selbst am Leben erhalten werden. Das ist der Ausblick auf die zukünftige Stadt. Vielleicht am deutlichsten wird mir an dieser Stelle, wie sich das Leben zwischenmenschlich abspielen kann: Ich selbst darf mit vollen Händen aus der Quelle Gottes das Lebenswasser schöpfen, um gestärkt in dieser Fülle des Lebens wieder andere Menschen zu bereichern. Durch meine Freude am Schreiben, meine Leidenschaft für die Musik oder meine Fähigkeiten, Häuser zu bauen. Heute erlebe ich das nur bruchstückhaft und von meinem Egoismus oder meiner Angst verzerrt. Eines Tages wird dieses Geben und Nehmen aber auch von meiner Seite frei von allem Hinderlichen sein. Von der Zukunft in die Gegenwart Der Blick mit Johannes in die Offenbarung enthüllt uns ein vollkommenes Bild der neuen Stadt. Doch wenn diese in der Zukunft liegt und diese Erde hier sowieso vergehen wird, warum dann nicht einfach die Hände in den Schoß legen und darauf warten, dass eintrifft, was Gott ohnehin schon dabei ist zu erschaffen? So mögen einige vielleicht schlussfolgern. Doch weit gefehlt. Diese Stadt liegt zwar in der Zukunft, doch unsere Reise dorthin hat schon lange begonnen. Und zwar genau in dem Moment, in dem wir uns entschieden haben, Gott in unserem Leben Raum zu geben. In dem Moment, in dem wir seine Kinder werden, haben wir schon einen Anteil an diesem zukünftigen Leben. Der Himmel ist für Christen nichts „Jenseitiges“. Weil Gott uns neues Leben schenkt und mit seinem Heiligen Geist in uns wohnt, fängt unser himmlisches Dasein schon hier auf der Erde an. Dieser Zustand ist zuerst und vor allem Gottes Geschenk an uns! Von unserer Seite aus können wir Gott jedoch in einem lebenslangen Lernprozess auch immer mehr den Raum zugestehen, der ihm gehört.  Ganz praktisch bedeutet es, die Herzensanliegen Gottes zu seinen eigenen zu machen. Das wichtigste Gebot, dass uns Jesus gibt, ist hier schon richtungsweisend. Gott von ganzem Herzen zu lieben, erfordert, sich tief auf ihn einzulassen, über sein Wort nachzudenken und dieses im eigenen Leben anzuwenden. Es bedeutet, in einer ständigen Kommunikation mit ihm zu bleiben. Und als zweiten praktischen Punkt heißt es, sich auf die Menschen einzulassen. Denn die Beziehung zwischen Menschen ist ebenfalls ein Herzensanliegen Gottes. Das kann schon manchmal ein etwas komplexeres Unterfangen sein, weil wir sehr verschieden sind. Aus unserer eigenen Beziehung mit Gott heraus, lernen wir am besten, mit den einzelnen Menschen umzugehen. Wir lernen, was gerade dran ist: Sich mit ihnen freuen oder mit ihnen zusammen zu trauern. Dinge zu erschaffen oder die Welt erkunden. Ein klares Bild von der zukünftigen Stadt hilft uns bei diesen Prozessen, denn es motiviert uns zu einem Leben in voller Intensität. Für ein Leben mit Gott, das genau hier und im Jetzt seinen Anfang findet, auch wenn wir erst in der Zukunft ganz im himmlischen Jerusalem wohnen werden. FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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Wie aus einem tieffliegenden Flugzeug sah ich zunächst aus der Vogelperspektive ein unendlich weites Feld. Als ich näher kam erkannte ich, dass es aus lauter facettenartigen Räumen bestand, die in den buntesten Farben schimmerten. Die Räume waren nicht statisch, sondern wie pulsierende Zellen. Auf die Frage, was das sei, antwortete Gott: "Das sind die Räume in meinem Vaterherzen! Jeder Mensch hat hier einen Raum in meinem Innersten. Im nächsten Moment fand ich mich in einem dieser Räume wieder..."

Da sagte Gott: „Dies ist der Raum der Begegnung, dein Raum in meinem Vaterherzen. Du sollst wissen, dass Du einen festen Platz in meinem Herzen hast! Hier kommen nur Du und ich hinein! Und wir füllen den Raum mit dem Besonderen unserer Beziehung!" Wenn Ihr euch euren eigenen Raum der Begegnung anschauen könntet, würdet ihr sehen, dass die Wände voll mit Bildern sind; Bilder, in denen euch vertraute Situationen ablaufen. Wie eine Sammlung von Orten, an denen ihr schon einmal gewesen seid. Aber nur solche Orte, an denen ihr glücklich ward: perfekte Augenblicke eures Lebens!

Gott sagte dazu: „Glaube mir, mein Kind, es gibt keine perfekten Augenblicke ohne mich! Manchmal war Dir meine Gegenwart gar nicht bewusst. Oft warst Du mehr mit der Schönheit der Natur oder anderer Dinge beschäftigt, als an mich zu denken. Aber ich war dabei und habe diese Augenblicke mit Dir genossen. Und das macht sie zu vollkommenen Momenten Deines Lebens.“
Es würde Euch wahrscheinlich genauso gehen wie mir, dass Ihr euch gar nicht sattsehen könnt an all der Schönheit in diesem Raum. Der Raum war voller Bewegung und Dynamik, es gab keinen Stillstand, und doch strahlt alles Ruhe aus, kein Stress. Ich weiß nicht was Ihr sehen würdet, aber da wären bestimmt vertraute Klänge, Gerüche, Bilder voller positiver Assoziationen!

Und Gott sagt zu Euch: „Ja mein Kind, ich liebe deine Art, wie du lebst, mich liebst und anbetest. Das ist einzigartig. So, wie Du mich liebst mit all deinen Gaben und Talenten, kann mich kein anderer Mensch auf der Welt lieben!“ Ich empfinde bei diesen Worten eine solche Wertschöpfung und Achtung meiner Person, weil Gott alle Dinge in meinem Leben wichtig sind. Er wartet im Raum der Begegnung auf mich und will Gemeinschaft mit mir haben! Ist das nicht unglaublich? Der Schöpfer des Universums wartet auf mich und Dich?

Als nächstes sah ich das Vaterherz wieder aus der Vogelperspektive. Mir fiel auf, dass nicht alle Räume schillernd bunt und pulsierend waren, sondern geradezu blass und farblos. Gott sagte dazu: „Das sind die Räume, die nur selten betreten werden. Manche nur am Sonntag, andere nur an Weihnachten. Ich warte dort vergeblich auf meine Kinder.“

Und dann waren da Räume, die sich wie Nebel im Morgenlicht aufzulösen begannen. „Das sind die Räume“, sagte Gott, „die nie ein Mensch betreten hat. Ich habe dort alle Tage des Lebens auf meine Kinder gewartet, aber sie kamen nicht. Sie waren zu beschäftigt oder glaubten den Lügen über mich.“

Lasst uns nicht länger warten und zusehen, wie immer mehr Räume anfangen, sich aufzulösen! Vielleicht können die J-shirts für einen Menschen um Dich herum eine echte Chance sein, das erste Mal von unserem Vater im Himmel zu hören, der total verliebt auf ihn wartet...