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Wir haben hier keine bleibende Stadt … In keinem Moment wird das so augenfällig wie bei der Beerdigung eines lieben Menschen. Wir bleiben nicht. Niemand bleibt. Was die Alten deutlicher und klarer vor Augen hatten als wir. Auf einem Schweizer Bauernhaus fand ich den Satz: „Zur Herberg hier für kurze Zeit. Die Heimat ist die Ewigkeit.“ Herberge und Heimat. Zuweilen verwechseln wir das. Halten unsere Herbergen auf der Erde schon für unsere Heimat. Bis wir uns verbschieden müssen. Wir haben hier keine bleibende Stadt. Keine bleibende Herberge. Und sei sie noch so komfortabel ausgestattet. Zum Glück aber geht der Vers, der über dem Jahr 2013 steht weiter. „Wir haben hier keine bleibende Stadt – sondern die zukünftige suchen wir.“ Die zukünftige. Die kommende. Die Stadt der Zukunft. Die Heimat in Ewigkeit. Suchen wir sie? Nein, Hand auf’s Herz – wir suchen sie nicht. Haben uns längst häuslich niedergelassen in diesem Leben, in dieser Welt. Möchten den Himmel auf die Erde holen. Möchten alles hier haben. Alles hier auskosten. Haben uns so sehr in der Zeit verloren, dass wir darüber die Ewigkeit aus den Augen und aus den Gedanken verloren haben. Bis – eben, bis wir am Grab eines lieben Menschen stehen. Bis wir selbst die letzte Reise anzutreten haben. Dann wissen wir wieder, dass diese zeitliche Herberge nicht halten konnte, was wir uns von ihr versprochen haben. „Zur Herberg hier für kurze Zeit. Die Heimat ist die Ewigkeit.“ Ich will das neu lernen. Ich will das neu leben. Will mein Herz nicht länger an das hängen, was ich verlassen muss. Will stattdessen immer wieder über das hinaus blicken, was mich umgibt. Was mich bannt und was mich bange macht. Will nach dem Himmel Ausschau halten. Nach der Welt Gottes. Der ewigen Welt. Der ewigen Heimat. Was mich nicht davon abhalten wird, die zeitliche Herberge zu hegen und zu pflegen. Weltverachtung und Leibfeindlichkeit sind nicht der Christen Ding. Christen engagieren sich, setzen sich ein. Aber sie tun es mit der Gelassenheit des Himmels. Diese Welt ist nur Herberge, nicht Heimat. Dieser Leib ist nicht nicht die letzte Behausung. Beim Sterben eines lieben Menschen ist mir das folgende Lied eingefallen. Ein Trauerlied. Aber noch viel mehr ein Trostlied. Ein Über-den-Tag-hinaus-Blick-Lied. Ein Himmelslied. Es soll mich auf der Erde begleiten. Und Sie vielleicht auch: Und dein Herz nimmt Flügel, und es schwingt sich hoch über Tränen und Tod. Berge werden Hügel, und du atmest auf, weil dich nichts mehr bedroht. Und du fliegst ins Leben, in ein Licht, das keine Schatten kennt. Niemand muss dich heben, fühlst dich federleicht, wie ein Traum, wie der Wind.   Und du siehst ihn wirklich, und er sagt: Komm her, du, ich freu mich auf dich. Und du spürst, er mag dich. Und du weißt, er hat schon gewartet auf dich. Er berührt dich zärtlich. Und du siehst das Mal in seiner Hand. Und du weißt, was Glück ist. Und ich geb dich frei, das ist ab heute dein Land.   Und egal, wer dich geehrt hat: Ob man bald noch von dir spricht, ist nun ganz einerlei. Und egal, wer dich gebeugt hat: Von den Herren dieser Welt bist du endlich ganz frei. Und egal, ob sie gefüllt war, deine Zeit, oder leer: Was nun auf dich wartet, ist auf jeden Fall mehr. Du bist endlich am Ziel, da, wo ich auch hin will. FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...