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In einer Zeit, in der die Zahl der Single-Haushalte zunimmt und Menschen sich stärker zurückziehen, verlernt man andere Menschen im Blick zu behalten. Wir haben mit Christine Schliesser von Meetyourneighbour* darüber gesprochen, warum es wichtig ist ein gutes Verhältnis zum Nachbarn zu haben und wie es gefördert werden kann. ERF Online: Jeder Fünfte lebt in Deutschland in einem Einpersonenhaushalt, meldete das Statistische Bundesamt dieses Jahr. Es ist möglich, dass viele von ihnen im Advent und zu Weihnachten alleine sind, weil niemand sie einlädt. Warum ist das so? Christine Schliesser: Es gibt zahlreiche Gründe.  Wir von Meetyourneighbour denken, dass eine Art Entfremdung eingetreten ist. Wir haben verlernt, nach links oder rechts zu sehen, weil es immer normaler wird, dass wir alleine leben und mit uns selbst beschäftigt sind. ERF Online: Aber legitimiert diese Normalität, dass Menschen sich immer mehr um sich selbst kümmern? Christine Schliesser: Singlehaushalte sind an sich grundsätzlich erst einmal ethisch neutral zu bewerten. Sie sind schlicht eine Entwicklung unserer Zeit, denn es gibt darunter immer mehr Ehepartner, die jobbedingt pendeln oder junge Menschen, die noch nicht in der Partner- oder Familienphase sind. Problematisch finde ich es erst dann, wenn man sich zu sehr mit sich selbst beschäftigt und auf sich selbst fixiert ist. An diesem Punkt beginnt es bedenklich zu werden, weil man verlernt, den anderen als Person wahrzunehmen. Man verliert dadurch den Blick für den Nächsten. "Keiner hat reagiert!" ERF Online: Dann war es also einfach Zeit für dieses Projekt, um die Gesellschaft dafür zu sensibilisieren? Christine Schliesser: Es war hohe Zeit. Auch wenn der Anstoß dazu natürlich ein tragischer ist: Am 16. Juni 2012 wurde in einer Wohnung in Leipzig eine 26-jährige Frau aufgrund Organversagens tot aufgefunden. Ihr kleiner zweijähriger Sohn ist neben seiner toten Mutter verdurstet, da die Nachbarn nichts Ungewöhnliches wahrgenommen haben wollen. Das Schreien des Kleinen wurde ignoriert, zudem hat keiner gemerkt, dass die kleine Familie schon tagelang nicht mehr zu sehen war. Diese grauenvolle Begebenheit hat uns bis ins Mark hinein erschüttert. Leider sind es oft Tragödien, die uns aufrütteln und uns sagen: Das kann doch nicht sein, dass in Deutschland ein kleiner Junge um Hilfe schreit und keiner hört es. Schlimmer noch: Die Nachbarn haben es ja gehört, aber keiner hat reagiert. Die evangelische Theologin Christine Schliesser ist Mitinitiatorin von Meetyourneighbour.   ERF Online: Auf diesem Hintergrund: Was genau ist das Ziel Ihres Projektes?  Christine Schliesser: Der Name ist Programm: Meet your Neigbour. Es geht darum, dass man seinen Nachbarn kennenlernt. Vielleicht könnte ich ja auch einmal „Hallo“ sagen. Es geht gar nicht so sehr darum, dass man dann beste Freunde wird. Es geht darum, darauf aufmerksam zu werden, dass man nicht alleine auf der Welt ist. Oder anders gesagt: Zusammen ist man weniger alleine! ERF Online: Also geht es nur um das schlichte Hallo sagen? Christine Schliesser: Das kann ein erster Schritt sein, gerade wenn man in eher anonymen Blocksiedlungen wohnt. In einem Mehrfamilienhaus könnte man auf dem Gang oder beim Mülleimer leeren miteinander ungezwungen ins Gespräch kommen. Auf dem Land sieht es vielleicht auch anders aus als in einer Großstadt, weil man sich da möglicherweise schon eher kennt und dort schneller auf die persönliche Schiene kommt. Es wäre gut, wenn man tatsächlich eine Art nachbarschaftliches Verhältnis aufbaut. ERF Online: Aber sehen wir der Realität ins Auge: Ich schaffe es persönlich nicht, meine Nachbarn einzuladen, um sie besser kennenzulernen. Schaffen Sie es? Christine Schliesser: Wir sind in den letzten zehn Jahren sieben Mal umgezogen, also recht häufig. Dabei hatten wir sehr unterschiedliche Wohnsituationen, da wir auch in verschiedenen Ländern gewohnt haben. Teilweise wohnten wir in einem Häuserblock oder auch in kleineren Mehrfamilienhäusern. Mein Mann und ich haben eigentlich immer versucht, die Initiative zu ergreifen. Wenn wir irgendwo neu hingekommen sind, war es eine gute Gelegenheit, um einfach mal rundum zu klingeln und sich kurz vorzustellen. Dabei haben wir die Erfahrung gemacht, dass die meisten Leute sehr positiv darauf reagieren. Bei einem Umzug vor circa drei Jahren hat ein Nachbarehepaar gesagt: „Ach, das ist interessant. In der Wohnung gab es sehr viele Mieterwechsel. Sie sind aber die ersten, die sich vorstellen. Das ist wirklich schön.“ Das hat uns ermutigt. ERF Online: Haben Sie besondere Tipps, wie man sich untereinander in einem Haus mit mehreren Mietern besser kennenlernen kann? Christine Schliesser: Ja, es gibt verschiedene Möglichkeiten. Gleich nach dem Einzug bietet es sich an, an die Türen der Nachbarn zu gehen und sich vorzustellen. Wenn man es verpasst hat, weil man zur Zeit des Umzugs eine Menge zu tun hat und deswegen vielleicht schon Wochen oder Monate, ein halbes Jahr oder mehr ins Land gegangen sind, gibt es andere Möglichkeiten. Man könnte beispielsweise einen Zettel im Treppenhaus oder auf dem Schwarzen Brett aufhängen, mit der Notiz: „Hallo liebe Nachbarn. Wir sind die Schliessers und wohnen seit einem halben Jahr hier. Gerne würden wir euch Nachbarn kennenlernen und laden am Freitag um 18 Uhr zu einem kleinen Treppenhausfest ein. Wir freuen uns, wenn Ihr vorbeikommt! Ganz ungezwungen kann man dafür Chips und Salzstangen hinstellen, dazu Wasser und Saft oder ähnliches. So wird jedem Nachbar die Möglichkeit gegeben vorbeizukommen. ERF Online: Trotzdem: Wenn ich jemand einlade, den ich jetzt kaum kenne, riskiere ich, dass unangenehme Schweigephasen entstehen. Was kann mich dann motivieren meine Nachbarin auf eine Tasse Kaffee einzuladen? Christine Schliesser: Wenn man den Nachbar nicht direkt in die eigene Wohnung einladen möchte, kann man sich auch auf neutralem Boden treffen, zum Beispiel indem man im Treppenhaus ein Fest organisiert oder im Sommer ein Grillfest. Wenn es aber ein recht vertrauter Rahmen ist, weil man in einem kleinen Mehrfamilienhaus wohnt, ist es natürlich auch sehr schön, in die eigene Wohnung einzuladen. Es gibt viele gute Gründe, trotz Ihres erwähnten Risikos, Nachbarn auf eine Tasse Kaffee einzuladen. Zum einen ist es doch schöner, neben Menschen zu wohnen die man kennt und vielleicht sogar nett findet. Zum anderen möchte man vielleicht selbst gerne wissen, wer links und rechts von einem wohnt, um sich sicher zu fühlen. Freunde von uns wohnen mit circa neun Parteien im Haus. Ihnen ist aufgefallen, dass ein älterer Mann, der regelmäßig kam, um seine Post zu holen, sich an einem oder zwei Tagen nicht zeigte. Sie wurden aufmerksam und sind dem nachgegangen. Letztlich hat sich herausgestellt, dass er in seiner Wohnung hingefallen war und sich kaum bewegen konnte. So konnten sie ihm helfen. Wer weiß, wie es sonst mit ihm ausgegangen wäre? Der christliche Glaube im Projekt ERF Online: Welche Rolle spielt der christliche Glaube in Ihrem Projekt? Christine Schliesser: Meine Mitinitiatoren und ich sind evangelische und katholische Christen, dennoch muss man nicht einer bestimmten Konfession oder Religion angehören, um mitzumachen. Uns ist zwar der christliche Aspekt wichtig, jedoch betonen wir die Offenheit unseres Projektes. Je nach eigenem Hintergrund kann dabei eine christlich geprägte "Nächstenliebe" das Stichwort sein oder aber auch eine säkulare "Solidarität" mit dem Nächsten. Man muss nicht Christ sein, um seine Nachbarn kennenzulernen. Das Projekt soll die gesamte Gesellschaft in ihrer Breite und in ihrer Tiefe erreichen und ist genau darauf angelegt. ERF Online: Leichter gesagt als getan. Wie wollen Sie die gesamte Gesellschaft in ihrer Breite und Tiefe zu erreichen? Christine Schliesser: Unser Projekt gibt es erst seit einem halben Jahr und ist sozusagen noch in den Kinderschuhen. Unser Hauptanliegen ist es jetzt, in die Öffentlichkeit zu gehen. Möglichst viele Menschen sollen davon erfahren und angestoßen werden. Zum einen ist Meetyourneighbour für jeden zutiefst persönlich, weil jeder angesprochen ist, seine eigenen Nachbarn kennenzulernen. Zum anderen ist Meetyourneighbour absolut öffentlich, weil es letztendlich ein gesamtgesellschaftliches Problem betrifft. Die Entfremdung nimmt in unserer Gesellschaft immer mehr zu, die teilweise bedenklich ist und zu dramatischen Folgen führen kann, wenn man an den Fall des kleinen Jungen denkt. Zwar rütteln diese Fälle uns als Gesellschaft kurz auf, jedoch rückt es äußerst schnell wieder in den Hintergrund. Wir als Team von Meetyourneighbour wollen nicht dabei stehen bleiben zu sagen: Wie schlimm, dass so etwas passiert. Aber man kann ja leider nun mal nichts machen. Stattdessen wollen wir einen Anstoß geben, damit sich das Klima der Gesamtgesellschaft verändert. Wir hoffen, mit unserem Projekt viele Menschen wachzurütteln, um sich ebenfalls für eine besser Nachbarschaft einzusetzen. ERF Online: Vielen Dank für das Gespräch! * heißt auf Deutsch so viel wie "Treffe deinen Nachbar" FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...