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Kassel/Wetzlar – Praktisch überall da, wo heute Plakatwände stehen, können Privatpersonen jetzt für zehn oder elf Tage eine ‚eigene’ Großfläche buchen. So kann jeder, der sich dem Event verbunden fühlt, auf die bevorstehende ProChrist-Veranstaltung im März 2013 und auf den Fernsehsender ERF 1 aufmerksam machen. Zwei Plakatversionen stehen zur Auswahl: eine für die Schaltung an beliebigen Orten und eine für den zentralen Veranstaltungsort Stuttgart. Die Plakate stellt ProChrist (Kassel) zur Verfügung. Auf der Internetplattform prochrist.123plakat.de legt der User mit wenigen Klicks den Standort aus 180.000 Plakatwänden fest, an dem dann im Februar 2013 das Großflächenplakat im Format 3,5 x 2,5 Meter hängt. Der Internetnutzer spendet dazu lediglich die Buchungskosten für ein Plakat in der Stadt seiner Wahl. ProChrist übernimmt die Druckkosten und veranlasst alles, damit es tatsächlich zum gewünschten Termin für zehn oder elf Tage hängt. „Dass jeder Interessierte eine Großfläche buchen kann, gab es so noch nie. Es könnte die bisher größte Plakatierungskampagne für ProChrist und ERF Medien werden“, sagt ProChrist-Geschäftsführer Michael Klitzke. Die Auswahl des Standorts ist denkbar einfach: Die eigens programmierte Internetseite ist intuitiv bedienbar und die Buchung ist in wenigen Minuten erledigt. Je nach Standort kann ein Großflächenplakat bereits ab 60 Euro gebucht werden. Eine Spendenquittung wird automatisch ausgestellt. Michael Klitzke: „Jetzt sind noch viele Flächen frei, wer sich frühzeitig entscheidet, hat maximale Auswahlmöglichkeiten.“ Am zentralen Veranstaltungsort Stuttgart hat der lokale Trägerkreis unter Leitung von Prälat Ulrich Mack und Dekan Ralf Albrecht Großes vor: Gemeinsam möchten die Verantwortlichen erreichen, dass im Februar 2013 fünfhundert Plakate in der Region hängen. Bisher haben sich rund 425 Orte in Deutschland für ProChrist und ProChrist für Kids angemeldet. ProChrist wird vom 3. bis 10. März 2013 aus der Stuttgarter Porsche-Arena übertragen und findet dann zum achten Mal statt. Jetzt Plakate buchen Authors: ERF.de Topthema

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An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...