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Weihnachten rückt näher und damit die Frage, was man wem schenkt. Schließlich soll der jeweilige Empfänger sich über sein Päckchen freuen. Das ist gar nicht so einfach, denn oft hat die betreffende Person schon alles, was sie braucht und kann sich kleinere Wünsche auch unter dem Jahr erfüllen. Mir fällt es deswegen manchmal schwer, ein gewöhnliches Geschenk noch wertzuschätzen. Dass es jemandem gelingt, einer anderen Person einen lang ersehnten und vielleicht sogar geheimen Herzenswunsch zu erfüllen, kommt meiner Erfahrung nach eher selten vor. Die Mitglieder der christlichen Gemeinde in Korinth hatten ein ähnliches Problem: Aus irgendeinem Grund hatten sie keine richtige Freude an dem Geschenkpaket, das Gott ihnen gemacht hatte. Vielleicht war ihnen nicht bewusst, wie viel Liebe darin steckte. Oder es erschien ihnen nicht alltagstauglich oder außergewöhnlich genug. Ihr geistlicher Mentor Paulus beobachtet diese Einstellung besorgt und bittet die Korinther, das Geschenk Gottes – seine Gnade – bewusster wertzuschätzen. In einem Brief schreibt er ihnen: „Als Gottes Mitarbeiter rufe ich euch also auf: Gebt Acht, dass ihr die Gnade Gottes nicht vergeblich empfangt! Gott sagt: 'Wenn die Zeit kommt, dass ich mich über euch erbarme, erhöre ich euch; wenn der Tag eurer Rettung da ist, helfe ich euch.' (Jesaja 49,8) Jetzt ist die Zeit der Gnade! Jetzt ist der Tag der Rettung!“ (2. Korinther 6,1-2) Paulus selbst war begeistert von Gottes Gnade. Er wusste, dass er durch sie trotz der Schuld in seinem Leben mit Gott ins Reine gekommen war. Und diese Schuld war nicht nur weg, Gott hatte ihm auch die Chance geschenkt, noch einmal ganz von vorne anzufangen. Dieser Neuanfang unterschied sich zudem radikal von seinen früheren Versuchen, Gott zu gefallen. Hatte er sich damals aus eigener Kraft und nach eigenem Gutdünken abgemüht, lebte jetzt der Geist Gottes selbst in ihm und bewirkte die Veränderung. All das hatte der Apostel vor Augen, wenn er überlegt, was für ein Geschenk Gott ihm mit seiner Gnade gemacht hatte (vgl. 2. Korinther 5). Gnade: Heiß ersehnt oder neu entdeckt. Nun hatte der Apostel gegenüber den Korinthern einen entscheidenden Vorteil: Er stammte aus einem Volk, das lange auf dieses Geschenk gewartet hatte. Schon dem Propheten Jesaja war es 600 Jahre vor Christi Geburt in Aussicht gestellt worden. Das macht Paulus mit dem Zitat aus dem alttestamentlichen Buch deutlich. Aber erst zu seinen Lebzeiten war das Päckchen quasi angekommen, indem Jesus als Sohn Gottes auf die Erde gekommen war und den Menschen durch seinen Tod und seine Auferstehung ein neues Leben ermöglichte. Paulus kann es noch gar nicht fassen, dass er ein Zeitzeuge ist und erlebt, wonach sich viele Juden so lange gesehnt haben! Kein Wunder, dass er von diesem Geschenk so viel wie nur irgend möglich Gebrauch machen will und die Gemeindemitglieder drängt, es genauso zu tun. Erwischt Paulus mit seinem Plädoyer auch heute einem wunden Punkt bei vielen Christen? Wenn ich über mein eigenes Verständnis von Gnade nachdenke, fürchte ich, dass es so ist. Ich merke, dass ich oft nicht wirklich begriffen habe, was Gnade ist und welche riesigen Möglichkeiten sie mir bietet, um meinen Alltag und meine Beziehung zu Gott zu gestalten. Stattdessen gehört das Konzept der Gnade zum christlichen Glauben dazu, wie Geschenke zu Weihnachten: Es ist nett, sie zu bekommen, aber meistens hauen sie einen nicht gerade um. Gut, dass diese Feststellung nicht das Ende vom Lied sein muss. Ich versuche im Blick auf Geschenke gerade neu zu lernen, wie ich sie wertschätzen kann. Wenn das für Weihnachtsgeschenke gilt, dann bestimmt auch hinsichtlich Gottes Gnade, zumal ich bei letzterem nicht auf meine Fähigkeiten allein gestellt bin. Es gehört ja zum himmlischen Geschenkpaket dazu, dass Gott mir gerne dabei hilft, geistliche Dinge besser zu begreifen. Ich brauche ihn nur darum zu bitten. Authors: ERF.de Topthema

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Wie aus einem tieffliegenden Flugzeug sah ich zunächst aus der Vogelperspektive ein unendlich weites Feld. Als ich näher kam erkannte ich, dass es aus lauter facettenartigen Räumen bestand, die in den buntesten Farben schimmerten. Die Räume waren nicht statisch, sondern wie pulsierende Zellen. Auf die Frage, was das sei, antwortete Gott: "Das sind die Räume in meinem Vaterherzen! Jeder Mensch hat hier einen Raum in meinem Innersten. Im nächsten Moment fand ich mich in einem dieser Räume wieder..."

Da sagte Gott: „Dies ist der Raum der Begegnung, dein Raum in meinem Vaterherzen. Du sollst wissen, dass Du einen festen Platz in meinem Herzen hast! Hier kommen nur Du und ich hinein! Und wir füllen den Raum mit dem Besonderen unserer Beziehung!" Wenn Ihr euch euren eigenen Raum der Begegnung anschauen könntet, würdet ihr sehen, dass die Wände voll mit Bildern sind; Bilder, in denen euch vertraute Situationen ablaufen. Wie eine Sammlung von Orten, an denen ihr schon einmal gewesen seid. Aber nur solche Orte, an denen ihr glücklich ward: perfekte Augenblicke eures Lebens!

Gott sagte dazu: „Glaube mir, mein Kind, es gibt keine perfekten Augenblicke ohne mich! Manchmal war Dir meine Gegenwart gar nicht bewusst. Oft warst Du mehr mit der Schönheit der Natur oder anderer Dinge beschäftigt, als an mich zu denken. Aber ich war dabei und habe diese Augenblicke mit Dir genossen. Und das macht sie zu vollkommenen Momenten Deines Lebens.“
Es würde Euch wahrscheinlich genauso gehen wie mir, dass Ihr euch gar nicht sattsehen könnt an all der Schönheit in diesem Raum. Der Raum war voller Bewegung und Dynamik, es gab keinen Stillstand, und doch strahlt alles Ruhe aus, kein Stress. Ich weiß nicht was Ihr sehen würdet, aber da wären bestimmt vertraute Klänge, Gerüche, Bilder voller positiver Assoziationen!

Und Gott sagt zu Euch: „Ja mein Kind, ich liebe deine Art, wie du lebst, mich liebst und anbetest. Das ist einzigartig. So, wie Du mich liebst mit all deinen Gaben und Talenten, kann mich kein anderer Mensch auf der Welt lieben!“ Ich empfinde bei diesen Worten eine solche Wertschöpfung und Achtung meiner Person, weil Gott alle Dinge in meinem Leben wichtig sind. Er wartet im Raum der Begegnung auf mich und will Gemeinschaft mit mir haben! Ist das nicht unglaublich? Der Schöpfer des Universums wartet auf mich und Dich?

Als nächstes sah ich das Vaterherz wieder aus der Vogelperspektive. Mir fiel auf, dass nicht alle Räume schillernd bunt und pulsierend waren, sondern geradezu blass und farblos. Gott sagte dazu: „Das sind die Räume, die nur selten betreten werden. Manche nur am Sonntag, andere nur an Weihnachten. Ich warte dort vergeblich auf meine Kinder.“

Und dann waren da Räume, die sich wie Nebel im Morgenlicht aufzulösen begannen. „Das sind die Räume“, sagte Gott, „die nie ein Mensch betreten hat. Ich habe dort alle Tage des Lebens auf meine Kinder gewartet, aber sie kamen nicht. Sie waren zu beschäftigt oder glaubten den Lügen über mich.“

Lasst uns nicht länger warten und zusehen, wie immer mehr Räume anfangen, sich aufzulösen! Vielleicht können die J-shirts für einen Menschen um Dich herum eine echte Chance sein, das erste Mal von unserem Vater im Himmel zu hören, der total verliebt auf ihn wartet...