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© Robert Kneschke / fotolia.com Müde lehnt sie sich an die halbfertige Wand. Ihre Kleidung ist lehmverschmiert und ihr Rücken schmerzt. Ihre Augen schweifen über die Stadt, während sie an den Abschied von den Nachbarn und Freunden und an die lange, nicht ungefährliche Reise in die alte Heimat zurückdenkt. Sicher, sie hatte es gewollt: Sie wollte mit ihrem Mann und den Kindern zurück in das "gelobte Land". Zurück an einen Ort, an dem sie nicht mehr ständig die Fremden waren und durch ihre Sprache, Bräuche und ihren Glauben auffielen. Aber erst als sie das Ausmaß der Zerstörung mit eigenen Augen gesehen hatte, wurde ihr bewusst, was sie da eigentlich erwartete: Jerusalem lag völlig in Trümmern. Sie würden noch einmal ganz von vorne anfangen müssen. Jesus heilt ganzheitlich So ungefähr stelle ich mir die Lage der Juden vor, die um 500 v. Chr. aus dem babylonischen Exil nach Israel zurückkehrten: Sie hatten eine schwierige Vergangenheit hinter sich und eine ungewisse Zukunft vor sich. Umso erstaunlicher ist deswegen für mich die Aussage eines Psalmbeters, die genau aus dieser Zeit stammt: „Der HERR baut Jerusalem wieder auf und führt die Verschleppten Israels zurück. Er heilt gebrochene Herzen und verbindet Wunden.“ Da hat einer nicht nur die Trümmer und die schwierige Lage der Stadt und ihrer Bewohner gesehen. Sondern er hat auch bemerkt, dass Gott am Werk ist. Dass er mithilft beim Wiederaufbau. Und dass es ihm nicht nur darum geht, dass Jerusalem als Stadt wieder in Form kommt. Nein, Gott möchte diesen leidgeprüften Männern und Frauen selbst begegnen und ihre Herzen heilen. Er möchte ihnen äußerlich und innerlich einen neuen Start schenken! Jesus heilt mal so mal anders Gott möchte Wunden und Verletzungen heilen - das gilt ja auch heute! Wie er das macht, ist sicherlich unterschiedlich: Manchmal durch Menschen, die er zur Seite stellt, die helfen, herausfordern und prägen. Manchmal durch einen Seelsorger oder ein gutes Buch und immer wieder sicherlich durch Verse aus der Bibel, die genau in eine Situation hineinsprechen. Manchmal geschieht die Heilung plötzlich und manchmal geht sie über Jahre. Und bei manchen Wunden bleibt eine Narbe, auch wenn sie verheilt. Aber Gott möchte uns in unseren Verletzungen zur Seite stehen. Die Frage ist nur: Lasse ich ihn an meine Verletzungen heran? Authors: ERF.de Topthema

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Wie aus einem tieffliegenden Flugzeug sah ich zunächst aus der Vogelperspektive ein unendlich weites Feld. Als ich näher kam erkannte ich, dass es aus lauter facettenartigen Räumen bestand, die in den buntesten Farben schimmerten. Die Räume waren nicht statisch, sondern wie pulsierende Zellen. Auf die Frage, was das sei, antwortete Gott: "Das sind die Räume in meinem Vaterherzen! Jeder Mensch hat hier einen Raum in meinem Innersten. Im nächsten Moment fand ich mich in einem dieser Räume wieder..."

Da sagte Gott: „Dies ist der Raum der Begegnung, dein Raum in meinem Vaterherzen. Du sollst wissen, dass Du einen festen Platz in meinem Herzen hast! Hier kommen nur Du und ich hinein! Und wir füllen den Raum mit dem Besonderen unserer Beziehung!" Wenn Ihr euch euren eigenen Raum der Begegnung anschauen könntet, würdet ihr sehen, dass die Wände voll mit Bildern sind; Bilder, in denen euch vertraute Situationen ablaufen. Wie eine Sammlung von Orten, an denen ihr schon einmal gewesen seid. Aber nur solche Orte, an denen ihr glücklich ward: perfekte Augenblicke eures Lebens!

Gott sagte dazu: „Glaube mir, mein Kind, es gibt keine perfekten Augenblicke ohne mich! Manchmal war Dir meine Gegenwart gar nicht bewusst. Oft warst Du mehr mit der Schönheit der Natur oder anderer Dinge beschäftigt, als an mich zu denken. Aber ich war dabei und habe diese Augenblicke mit Dir genossen. Und das macht sie zu vollkommenen Momenten Deines Lebens.“
Es würde Euch wahrscheinlich genauso gehen wie mir, dass Ihr euch gar nicht sattsehen könnt an all der Schönheit in diesem Raum. Der Raum war voller Bewegung und Dynamik, es gab keinen Stillstand, und doch strahlt alles Ruhe aus, kein Stress. Ich weiß nicht was Ihr sehen würdet, aber da wären bestimmt vertraute Klänge, Gerüche, Bilder voller positiver Assoziationen!

Und Gott sagt zu Euch: „Ja mein Kind, ich liebe deine Art, wie du lebst, mich liebst und anbetest. Das ist einzigartig. So, wie Du mich liebst mit all deinen Gaben und Talenten, kann mich kein anderer Mensch auf der Welt lieben!“ Ich empfinde bei diesen Worten eine solche Wertschöpfung und Achtung meiner Person, weil Gott alle Dinge in meinem Leben wichtig sind. Er wartet im Raum der Begegnung auf mich und will Gemeinschaft mit mir haben! Ist das nicht unglaublich? Der Schöpfer des Universums wartet auf mich und Dich?

Als nächstes sah ich das Vaterherz wieder aus der Vogelperspektive. Mir fiel auf, dass nicht alle Räume schillernd bunt und pulsierend waren, sondern geradezu blass und farblos. Gott sagte dazu: „Das sind die Räume, die nur selten betreten werden. Manche nur am Sonntag, andere nur an Weihnachten. Ich warte dort vergeblich auf meine Kinder.“

Und dann waren da Räume, die sich wie Nebel im Morgenlicht aufzulösen begannen. „Das sind die Räume“, sagte Gott, „die nie ein Mensch betreten hat. Ich habe dort alle Tage des Lebens auf meine Kinder gewartet, aber sie kamen nicht. Sie waren zu beschäftigt oder glaubten den Lügen über mich.“

Lasst uns nicht länger warten und zusehen, wie immer mehr Räume anfangen, sich aufzulösen! Vielleicht können die J-shirts für einen Menschen um Dich herum eine echte Chance sein, das erste Mal von unserem Vater im Himmel zu hören, der total verliebt auf ihn wartet...