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© ra2 studio / fotolia.com „Technik, die begeistert“: Mit diesem Slogan hat der Automobilhersteller Opel ab 1990 für Modelle wie den B-Corsa, Calibra und Frontera geworben. Technik begeistert aber bis heute unzählige Menschen. Deshalb erzählen die Technik-Fans, zugegeben vorzugsweise Männer, mit leuchtenden Augen von den Vorzügen der neusten Errungenschaft. Vom schärfsten Display, dem größten Speicherplatz, der Leistung in Watt, PS und Gigahertz. Die Begeisterung muss raus. Evangelist mal andersManche machen daraus ihren Beruf. Sie beteiligen sich professionell als Diskussionspartner in Foren und auf Konferenzen. Sie halten Vorträge, schreiben Artikel in Fachblättern und entwerfen maßgeschneiderte Blogs für ihr Produkt. Die englische Bezeichnung solch einer Person: Technology Evangelist, zu Deutsch etwa Technik-Prediger oder Technik-Missionar. Seine Aufgabe: Unentschlossene Personen für eine bestimmte Technik interessieren, wenn möglich sogar begeistern und diese Technologie zum Standard machen. Steve Jobs gilt als herausragendes Beispiel dieser Zunft. Bemerkenswert, dass ausgerechnet die Business-Welt diesen Begriff wählt. Schließlich ist der Evangelist eng mit dem Evangelium verwandt, der guten Botschaft von Jesus Christus. Scheinbar gibt es an diesem Begriff etwas, das passt, das zieht und den Begriff mit Leben füllt. Das kommt von ebenso herausragenden Beispielen dieser Zunft. Billy Graham, Wilhelm Busch, Theo Lehmann – Menschen, die den Mund nicht halten konnten vor lauter Begeisterung für Jesus. Menschen, denen Gott wie Paulus zugesagt hat: „Du brauchst dich nicht zu fürchten! Verkünde ´das Evangelium`, und lass dich durch nichts zum Schweigen bringen!“ (Apostelgeschichte 18,9) Der Evangelist ist leicht zu weckenDas wäre was: Jeder Christ ein Evangelist. Ein „Gospel-Evangelist“, wie die Amerikaner ihn dann vielleicht nennen würden. Ist doppelt gemoppelt, beschreibt aber jemand, der alle seine Möglichkeiten nutzt, um andere für seinen Glauben zu begeistern. Jemand, bei dem die Begeisterung raus muss. Egal, ob er dabei einen Blog schreibt oder seinem alleinerziehenden Nachbarn das Treppenhaus wischt als Zeichen. Man kann auch ohne Worte gute Botschaft verkünden.Diese Begeisterung lohnt sich. Was könnte in dieser Welt passieren, wenn noch mehr Menschen den christlichen Glauben zu ihrem Standard machen würden! Wenn sie einander vergeben könnten, gut übereinander reden und einer den anderen höher achten würde als sich selbst. Nicht auszudenken! Diese Welt würde definitiv ein besserer Ort werden. Allein die Vorstellung begeistert mich. Diese Botschaft muss raus in die Welt.Aber hoppla! Ist etwa mit diesem kurzen Gedankenspiel ein kleiner Evangelist in mir wach geworden? Ich glaube schon. War gar nicht so schwer. FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...