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neukirchener verlagsgesellschaft Glaubensgrundkurse und Basiswerke für den Start in ein Leben als Christ gibt es zuhauf. Mit dem Buch „Als Christ leben“ versuchen die beiden anglikanischen Bischöfe Stephen Cottrell und Steven Croft, daran anzuknüpfen und einen praxisnahen Einstieg in das neue Leben mit Gott zu fördern. Auch fortgeschrittene Christen können von diesem Werk profitieren, so die Autoren zur Verwendung ihres Buches. Zwei Wege in das GlaubenslebenZu Beginn geben die Autoren in den ersten beiden der zwölf Kapitel einen Crashkurs in Sachen Bekehrung und fassen das zusammen, was der Leser im Idealfall erst vor kurzem erlebt hat. Anschließend gliedert sich das Buch in zwei Teile: den inneren und den äußeren Weg. Dahinter verbergen sich zwei Schwerpunkte des christlichen Glaubens. Einmal geht es darum zu lernen, wie man seine persönliche Beziehung mit Gott pflegen und intensivieren kann. Die zweite Hälfte des Buches widmet sich der Aufgabe, seinen Glauben nach außen zu tragen. In jedem Kapitel wird die entsprechende Lektion mit Liedtexten, Bibelpassagen und vorformulierten Gebeten abgerundet und so eine vertiefende Umsetzung ermöglicht. Katholische Tradition gemischt mit evangelischer TheologieDas Buch richtet sich vor allem an diejenigen, die gerade erst eine persönliche Entscheidung für Jesus Christus getroffen haben. Doch ob es ihnen auf ihrem neuen Weg mit Gott tatsächlich weiterhelfen kann, hängt stark von ihrer Prägung, ihrem Charakter und ihrem Gotteszugang ab. Denn die Nähe zur anglikanischen Kirche und ihren Riten ist über das gesamte Buch hinweg spürbar. Eine Offenheit für Liturgie und rituelle Andachten ist absolute Voraussetzung, um bei diesem Buch auf seine Kosten zu kommen. Alle anderen, denen diese Mischung aus katholischer Tradition und evangelischer Theologie eher befremdlich erscheint, werden kaum einen Zugang zur Frömmigkeitsform der Autoren finden. Cottrell und Croft verwenden vor allem in den Texten, Zitaten und Gebeten eine eher kirchlich sozialisierte Sprache, die Glaubensneustartern einige Schwierigkeiten bereiten dürfte. Dennoch drücken sie sich an den entscheidenden Punkten verständlich aus und erklären die wichtigsten Begrifflichkeiten des christlichen Glaubens mit einfachen Worten. FazitWer dieses Buch als Glaubensanfänger lesen möchte, sollte sich in jedem Fall der anglikanischen Ausrichtung bewusst sein und sich daran nicht stören. Dies dürfte jedoch schwer einzuordnen sein, wenn man sich mit den christlichen Denominationen noch nicht gut auskennt. Abhängig von der persönlichen Bekehrungsgeschichte dürfte der ein oder andere Leser überrascht werden von der hier vorgestellten Art und Weise, den Glauben zu leben. Wer das Buch als Geschenk weitergeben möchte, sollte die betreffende Person dementsprechend einzuschätzen wissen. Für langjährige Christen ist das Buch zu grundlegend. Anhänger und Sympathisanten des liturgisch-anglikanischen Frömmigkeitsstils erhalten zwar einige Impulse für ihr Glaubensleben, doch alle  anderen dürften die Anwendbarkeit eher in Frage stellen. Zugute halten muss man den Autoren allerdings, dass sie es geschafft haben, alle grundlegenden Themen des christlichen Glaubens in einem kleinen Buch anzusprechen. FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...