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MarWas00 / photocase.com Zum Anlass von Ostern 1524 schrieb Martin Luther den Text eines Kirchenliedes nieder, das Christen bis heute singen: Christ lag in Todesbanden. In der ersten Strophe heißt es in Bezug auf das, was an Ostern geschehen ist: "Des wir sollen fröhlich sein, Gott loben und ihm dankbar sein."Das passt und scheint sonnenklar: Freude ist die angemessene Reaktion auf die Auferstehung Jesu. Zumindest ging es auch den Frauen so, die das leere Grab am Ostermorgen entdeckt hatten. "Die Frauen waren erschrocken, aber doch voller Freude" berichtet Matthäus (Matthäus 28, 8). Auch der Rest der Jünger kann es kaum glauben, als Jesus plötzlich in ihrer Mitte steht. Vor lauter Freude bringen sie kein Wort heraus (Lukas 24, 41).Ostern ist also das Fest der Freude. Christen feiern die Auferstehung Jesu. Das haben viele von ihnen tief verinnerlicht. Die Frage ist aber: Warum genau sollte ich mich am Ostersonntag freuen? Die Jünger hatten allen Grund dazu, hatten sie doch plötzlich wieder ihren Freund und Lehrer in ihrer Mitte. Aber ich heute? Für meine Schuld vor Gott hat Jesus ja schon am Kreuz bezahlt. Das freut mich, keine Frage. Aber warum sollte ich dann noch über die Auferstehung fröhlich sein? Das Wichtigste ist doch am Karfreitag schon passiert, oder?Pech und Schwefel sind ein WitzMit diesen Fragen im Hinterkopf lohnt ein frischer Blick auf das, was die Evangelisten über die Auferstehung schreiben. Aber auch auf einige interessante Texte von Paulus, der nicht müde wird, die Auferstehung Jesu von allen Seiten zu beleuchten. Sie alle machen deutlich: Jesu Tod und Auferstehung bedeuten so viel mehr als die Vergebung meiner persönlichen Schuld. Ostern hat direkt mit meiner künftigen Auferstehung zu tun.Die Grundlage dieser Überzeugung ist die unzertrennliche Einheit von Jesus und seinen Nachfolgern, eine überall anzutreffende Grundüberzeugung der neutestamentlichen Autoren. Christus ist in mir (Johannes 15, 5), ich in Christus (Römer 8, 1) und wir beide in Gott (Johannes 17, 21). Näher geht es nicht. Christen sind so eng mit ihrem Meister verbunden – Pech und Schwefel sind ein Witz dagegen.Auferstehung: nicht nur einschichtigEntsprechend sind Christen auch eng mit den Ereignissen von Ostern verbunden. Christen haben Anteil am Tod und an der Auferstehung Jesu. Paulus schreibt: „Ihr wurdet zusammen mit ihm begraben, als ihr getauft wurdet, und weil ihr mit ihm verbunden seid, seid ihr dann auch zusammen mit ihm auferweckt worden.“ (Kolosser 2, 12)Dieses Mitsterben und Mitauferstehen mit Jesus kommt an mehreren Stellen im Neuen Testament vor und hat mehrere Ebenen. Zuerst die, von der Paulus in Kolosser 2 spricht. Christus ist für die Schuld der Welt gestorben, entsprechend können Christen von der Tatsache ausgehen, dass sie nicht mehr gegen Gott, sondern für Gott leben. Sie leben nicht mehr unter der Herrschaft der Sünde (Römer 6, 11) und sind bei der Taufe aus dem Fluss, See oder Taufbecken als neue Kreatur auferstanden (2 Korinther 5, 17). Das alte Ich ist gestorben. Gerade deshalb können sie jetzt ein neues, so viel besseres Leben führen als zuvor (Römer 6, 4).Ein Körper wie JesusEin genauer Blick ins Neue Testament weist aber auf eine weitere, zukünftige und sehr konkrete Ebene hin. Es geht um die Art und Weise, wie die Auferstehung von Christen aussehen wird, das zentrale Element ihrer Zukunftshoffnung. Das Interessante: Sie ist erneut aufs Engste mit der Auferstehung Jesu verbunden.Paulus beschreibt das so: „Er wird unseren schwachen, vergänglichen Körper verwandeln, sodass er genauso herrlich und unvergänglich wird wie der Körper, den er selber seit seiner Auferstehung hat.“ (Philipper 3, 21). Anders gesagt wird meine Auferstehung der seinen gleichen. (Römer 6, 5; 1. Johannes 3, 2) Die Auferstehung Jesu wird als Blaupause für die Auferstehung seiner Nachfolger dienen. Er hat es als Erster vorgemacht, wir werden es ihm durch seine Macht nachmachen. (1. Korinther 15, 20-23)Ostern neu entdeckenVor diesem Hintergrund entwickeln die Ostertexte eine ganz neue Dynamik. Es geht plötzlich nicht mehr nur darum, dass sich ein paar Männer und Frauen freuen, weil ihr Meister wieder da ist. Es geht auch nicht nur um meine Schuld. Schließlich beschreiben die Texte am Ende der Evangelien einen Teil des Lebens Jesu nach seiner Auferstehung. Und da meine Auferstehung der seinen gleichen wird, geben sie Hinweise darauf, wie mein Leben nach meiner Auferstehung aussehen wird.Dieses Leben ist sehr konkret. Der Auferstehungsleib von Jesus hat zwar eine ganz neue Qualität (1 Kor 15, 42-44), weshalb Maria ihren Herrn auch nicht gleich erkennt (Johannes 20, 14). Ähnlich bei den Emmausjüngern, die erst beim gemeinsamen Mahl merken, dass es Jesus ist (Lukas 24, 31). Mit den richtigen Worten wissen sie aber sofort: Jesus sitzt vor ihnen. Auch Petrus und Johannes erkennen Jesus gleich (Johannes 21).Das lässt darauf schließen, dass auch ich mit meinem Auferstehungsleib wiederzuerkennen bin. Dass er ein wirklicher Körper sein wird, laut Jesus mit Fleisch und Knochen (Lukas 24, 39). Dass ich mich mit anderen unterhalten kann, sie überraschen kann, herumlaufen kann, essen und trinken kann (Lukas 24, 42), Dinge durchdenken und argumentieren kann, mit meinen Freunden grillen kann (Johannes 21, 9) – ich gerate ins Schwärmen. Aber nicht weniger sagen die Ostertexte aus. Die Ewigkeit, die meinen Auferstehungsleib erwartet, bekommt durch sie eine oft unerwartete, sehr reale und physische Komponente. Die biblischen Texte sind alles andere als leibfeindlich, was die Ewigkeit anbelangt.Damit ist Ostern plötzlich hochaktuell. Es hat direkt mit mir zu tun. Mit meinem Leben heute, aber auch mit meiner Zukunft. Die Ostertexte erinnern mich schon jetzt an die Ewigkeit und lassen erahnen, was mich einmal erwarten wird: Eine unsagbar schöne Zeit in enger Verbindung mit Gott, mit einem neuen, verwandelten Leib wie ihn Jesus hatte. Damit bietet Ostern allen Grund froh zu sein und Gott zu danken. Ich jedenfalls freue mich schon jetzt wie verrückt. Und das nicht nur am Ostersonntag. FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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Wie aus einem tieffliegenden Flugzeug sah ich zunächst aus der Vogelperspektive ein unendlich weites Feld. Als ich näher kam erkannte ich, dass es aus lauter facettenartigen Räumen bestand, die in den buntesten Farben schimmerten. Die Räume waren nicht statisch, sondern wie pulsierende Zellen. Auf die Frage, was das sei, antwortete Gott: "Das sind die Räume in meinem Vaterherzen! Jeder Mensch hat hier einen Raum in meinem Innersten. Im nächsten Moment fand ich mich in einem dieser Räume wieder..."

Da sagte Gott: „Dies ist der Raum der Begegnung, dein Raum in meinem Vaterherzen. Du sollst wissen, dass Du einen festen Platz in meinem Herzen hast! Hier kommen nur Du und ich hinein! Und wir füllen den Raum mit dem Besonderen unserer Beziehung!" Wenn Ihr euch euren eigenen Raum der Begegnung anschauen könntet, würdet ihr sehen, dass die Wände voll mit Bildern sind; Bilder, in denen euch vertraute Situationen ablaufen. Wie eine Sammlung von Orten, an denen ihr schon einmal gewesen seid. Aber nur solche Orte, an denen ihr glücklich ward: perfekte Augenblicke eures Lebens!

Gott sagte dazu: „Glaube mir, mein Kind, es gibt keine perfekten Augenblicke ohne mich! Manchmal war Dir meine Gegenwart gar nicht bewusst. Oft warst Du mehr mit der Schönheit der Natur oder anderer Dinge beschäftigt, als an mich zu denken. Aber ich war dabei und habe diese Augenblicke mit Dir genossen. Und das macht sie zu vollkommenen Momenten Deines Lebens.“
Es würde Euch wahrscheinlich genauso gehen wie mir, dass Ihr euch gar nicht sattsehen könnt an all der Schönheit in diesem Raum. Der Raum war voller Bewegung und Dynamik, es gab keinen Stillstand, und doch strahlt alles Ruhe aus, kein Stress. Ich weiß nicht was Ihr sehen würdet, aber da wären bestimmt vertraute Klänge, Gerüche, Bilder voller positiver Assoziationen!

Und Gott sagt zu Euch: „Ja mein Kind, ich liebe deine Art, wie du lebst, mich liebst und anbetest. Das ist einzigartig. So, wie Du mich liebst mit all deinen Gaben und Talenten, kann mich kein anderer Mensch auf der Welt lieben!“ Ich empfinde bei diesen Worten eine solche Wertschöpfung und Achtung meiner Person, weil Gott alle Dinge in meinem Leben wichtig sind. Er wartet im Raum der Begegnung auf mich und will Gemeinschaft mit mir haben! Ist das nicht unglaublich? Der Schöpfer des Universums wartet auf mich und Dich?

Als nächstes sah ich das Vaterherz wieder aus der Vogelperspektive. Mir fiel auf, dass nicht alle Räume schillernd bunt und pulsierend waren, sondern geradezu blass und farblos. Gott sagte dazu: „Das sind die Räume, die nur selten betreten werden. Manche nur am Sonntag, andere nur an Weihnachten. Ich warte dort vergeblich auf meine Kinder.“

Und dann waren da Räume, die sich wie Nebel im Morgenlicht aufzulösen begannen. „Das sind die Räume“, sagte Gott, „die nie ein Mensch betreten hat. Ich habe dort alle Tage des Lebens auf meine Kinder gewartet, aber sie kamen nicht. Sie waren zu beschäftigt oder glaubten den Lügen über mich.“

Lasst uns nicht länger warten und zusehen, wie immer mehr Räume anfangen, sich aufzulösen! Vielleicht können die J-shirts für einen Menschen um Dich herum eine echte Chance sein, das erste Mal von unserem Vater im Himmel zu hören, der total verliebt auf ihn wartet...