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Am Marburger Bildungs- und Studienzentrum finden am Freitag und Samstag dieser Woche wieder die Marburger Studientage statt. Im Mittelpunkt steht dieses Jahr das Thema „Transformation und Versöhnung: Öffentlich glauben in einer pluralistischen Welt“. ERF Online hat mit dem Theologen und Dozenten Dr. Tobias Faix über Versöhnung gesprochen. ERF Online: Die Marburger Studientage stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Transformation und Versöhnung: Öffentlich glauben in einer pluralistischen Welt“. Was verbirgt sich hinter diesem Titel? Die 6. Marburger Studientage finden am 15. und 16. März zum Thema "Transformation und Versöhnung: Öffentlich glauben in einer pluralistischen Welt" in der Evangeliumshalle in Marburg Wehrda statt. Hauptredner wird Professor Dr. Miroslav Volf von der Universität Yale sein. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier . Tobias Faix: In Deutschland findet ein großer Wandel statt. Wir kommen geschichtlich von einem christlichen Abendland her. Heute leben wir aber zunehmend in einer pluralistischen Welt mit verschiedenen Religionen. Wenn man von Gott spricht, heißt das nicht mehr automatisch, dass man den Gott der Bibel meint. Pluralismus bedeutet, dass verschiedene Glaubensformen gleichwertig nebeneinander stehen. Diese Veränderung merken auch Kirchen und Gemeinden. Für viele Christen stellt sich neu die Frage: Wie lebe ich meinen Glauben in meiner Nachbarschaft, in meinem Studium, an meinem Arbeitsplatz? Miroslav Volf, unser Hauptredner, hat ein sehr interessantes Buch zum Thema „Versöhnung“ geschrieben und seine These ist: Christinnen und Christen sollten bekannt sein als Menschen, die in ihrem Umfeld für Versöhnung einstehen. Darum geht es bei den Studientagen. „Wir benutzen sehr schnell das Wort Entschuldigung“ERF Online: Nun ist das Thema „Versöhnung“ für Christen irgendwie ein alter Hut, schließlich beten wir jeden Sonntag im Gottesdienst beten beim Vater Unser: „Und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“. Beschreibt das nicht schon umfassend, was Versöhnung ausmacht? Tobias Faix: Sicherlich, das spricht den zentralen Punkt von Versöhnung an: vergeben bekommen und anderen vergeben. Aber was bedeutet das meinem muslimischen Nachbarn? Oder welche Verantwortung haben wir überhaupt als Christen in unserem Dorf oder Stadtteil? Miroslav Volf sieht dabei Versöhnung als wichtigen Prozess, der das ganze Leben verändert. Versöhnung ist mehr als nur zu sagen: „Ich vergebe dir, du vergibst mir“, Versöhnung verändert meine ganze Lebensweise. Volf hat ein eindrückliche Bild dafür, wie Versöhnung aussieht: Zwei Menschen stehen sich gegenüber und dann beginnt der Erste seine Arme zu öffnen und signalisiert dem Anderen: „Ich bin wehrlos, ich möchte mich mit dir versöhnen.“ Der Andere reagiert darauf und öffnet seine Arme auch. ERF Online: Und was passiert dann? Tobias Faix: Dann kommt der zweite Schritt: Man geht sich entgehen, einer bewegt sich auf den anderen zu. Für Versöhnung muss ich mich bewegen, ich kann nicht in meiner Position erstarren. Dann kommt der dritte Schritt: Man nimmt sich vorsichtig in den Arm ohne sich zu erdrücken und der ganze Körper drückt diese Versöhnung aus. Der vierte Schritt ist dann, dass man nicht klammert, sondern sich auch wieder loslässt und als Versöhnte weitergeht. Ich finde dieses Bild sehr schön, denn ich glaube, wir benutzen sehr schnell das Wort „Entschuldigung“, aber Versöhnung ist kein schneller Prozess, sondern braucht Zeit. „Zur Versöhnung gehören Liebe und Wahrheit“ERF Online: Nun ist dadurch aber noch nicht alles in Ordnung. Darf man in einem Versöhnungsprozess denn auch offen sagen, was vielleicht schief gelaufen ist? Tobias Faix ist Dozent für Praktische Theologie und Missionswissenschaft am Marburger Bildungs- und Studienzentrum. Er ist Leiter des Studienprogramms "Gesellschaftstranformation". Tobias Faix: Ja natürlich darf man auf Probleme hinweisen. Zur Versöhnung gehört auch, dass Dinge angesprochen und argumentiert werden. Das schließt sich für mich nicht aus. Denn zur Versöhnung gehören Liebe und Wahrheit. Und wir sehen in der Bibel an vielen Stellen, dass eine prophetische Kritik an gesellschaftlichen Umständen immer dazu gehört hat. Denn wir haben einen Gott, der für Gerechtigkeit einsteht und gegen Armut und Ausbeutung ist. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Bibel. Konkret heißt das: Ich spreche an, wenn mir Unrecht widerfahren ist, aber ich gestehe auch ein, wenn ich Unrecht begangen habe. Dann kommt ein Dialog zustande. ERF Online: Das kann natürlich gerade im privaten Umfeld problematisch sein. Oft führt das Ansprechen von Problemen erst recht zu Streit. Tobias Faix: Ja, aber das gehört dazu. Jeder argumentiert, denkt und lebt ja aus seinem subjektiven Blickwinkel und wir dürfen das auch ernstnehmen. Es geht dabei nicht um Rechthaberei, sondern darum meine eigene Position zu klären. Deswegen darf und muss ich auch sagen können, wo ich verletzt wurde. Das muss ausgesprochen werden, das gehört zu Gemeinschaft dazu. Das heißt für mich Liebe und Wahrheit. Es geht nicht darum, dass ich jemandem meine Sicht der Wahrheit um die Ohren haue, aber man sollte sich auch nicht immer zurücknehmen. Dann ist die Liebe nämlich nur ein falsch verstandener Wackelpudding, der über alles drüber geschüttet wird. ERF Online: Nun werden wir doch mal konkret. Wenn ein Ehepaar sich zerstritten hat und jeder hat seine Verletzungen erlebt: Was ist ein heilsamer erster Schritt aufeinander zu? Tobias Faix: Hier ist das Bild von Volf sehr hilfreich. Es geht nicht darum, schnell eine Lösung zu finden. Vielmehr ist es wichtig, sich selbst erst mal wahrzunehmen in dem Konflikt und die eigene Bereitschaft zu Versöhnung zu reflektieren: Wo stehe ich gerade? Bin ich überhaupt bereit, meine Arme zu öffnen? Oder bin ich noch zu verletzt dafür? Hier ist es wichtig, zuzugeben, wo die eigenen Grenzen sind und wo man noch Zeit braucht und sich das dann auch zuzugestehen. Manchmal braucht man Menschen, die einem helfen, Dinge aufzuarbeiten und den eigenen Blickwinkel zu verändern. Manchmal muss ich auch neu in der Beziehung zu Gott erleben, wie er mich annimmt und seine Arme mir gegenüber öffnet, bevor ich auf den Anderen zugehen kann. „Durch Teilen wird Identität gestärkt“ERF Online: In Westdeutschland leben wir schon seit 60 Jahren in Frieden. Da könnte man meinen, wir haben Versöhnung verstanden und umgesetzt. Dennoch gibt es in Deutschland weiterhin Vorurteile zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, zum Beispiel gegenüber Arbeitslosen oder Ausländern. Woran liegt das Ihrer Ansicht nach? Tobias Faix: Miroslav Volf sieht hier einen starken Zusammenhang zu der Frage nach der eigenen Identität. Je unsicher Menschen sich in ihrer eigenen Identität fühlen, desto eher macht ihnen alles Angst, was fremd ist. Das ist ein ganz wichtiger Punkt: Wir brauchen eine feste Identität, damit wir anderen auch begegnen können. Für uns Christen stellt sich daher die Frage: Was bedeutet das, in Christus unsere Identität zu haben? Wo kann ich das Fremde nicht gleich angstbesetzt sehen, sondern kennenlernen und aushalten, da ich selbst mir meiner Identität sicher bin? ERF Online: Wie können Menschen denn wieder ihre eigene Identität finden, um anderen aus dieser Identität heraus zu begegnen? Tobias Faix: Die Frage ist meiner Ansicht nach: Mit was für einem Blick schaue ich auf mein Leben? In Deutschland haben wir momentan den Trend, dass wir unsere Identität vom Konsum erhoffen. Das Motto ist: „Ich habe etwas und dadurch bin ich etwas wert. Und je mehr ich habe, je mehr bin ich.“ Das ist auch in vielen Gemeinden so. Wenn ich in den Gottesdienst gehe, dann möchte ich etwas haben. Wenn mich der Worship angesprochen und die Predigt berührt hat, war der Gottesdienst gut. Wenn wir etwas abgeben, haben wir das Gefühl, etwas zu verlieren. Das ist ungesund und steht der christlichen Theologie entgegen. Denn Gott hat sich in Christus für uns gegeben. Das spricht eine ganz andere Sprache. Konsum ist nicht schlecht an sich, aber wenn es mich gefangen nimmt und meine Identität davon abhängt, dann beginnt ein Kreislauf des „Immer mehr haben“-Wollens. Das ist dann wie eine Sucht. Das zu durchbrechen und hier eine Kontrastgesellschaft aufzubauen, bedeutet Christsein. Denn nicht durch mehr Konsum, sondern durch Teilen wird Identität gestärkt. „Wir müssen Begegnungsräume schaffen“ERF Online: Hieße das, wir würden versöhnter miteinander umgehen, wenn wir mit dem zufrieden wären, was wir haben? Tobias Faix: Ja, davon bin ich überzeugt. Dieser Schritt fängt in unserem Umfeld an, in unseren Familien, in unseren Kirchen und Gemeinden. Ich war letztens in Äthiopien und dort in verschiedenen Gemeinden. Die Menschen dort leben ganz anders als wir. Sie teilen, was sie sind und haben. Da habe ich neu gelernt, dass Fröhlichkeit, lebendiges Christsein und miteinander zu teilen tatsächlich etwas verändert. Die Gemeinden dort wachsen und werden immer größer - warum? Auch weil sie die Leute anziehen, weil sie sich um die Leute kümmern, weil dort diese offene Gemeinschaft herrscht. ERF Online: Wie kann das denn in Deutschland aussehen? Tobias Faix: Ich kann ihnen ein Beispiel von uns erzählen, das wir in einem Projekt im Studiengang Gesellschaftstransformation ausprobiert haben. Wir haben Menschen aus den verschiedenen Stadtteilen und Dörfern mit unterschiedlichster Herkunft in einen Raum vor Ort eingeladen, entweder in neutrale Räume oder in die Gemeindehäuser. Da war an Menschen alles vertreten: Obdachlose, Migranten, die ganz Reichen und die bürgerliche Mitte. Mit diesen Leuten haben wir ein Festmahl gefeiert. Alle haben ein Fünf-Gänge-Menü bekommen: Die Reichen haben dafür etwas bezahlt und die Ärmeren haben es gestellt bekommen. Die Gäste saßen immer gemischt an den Tischen und konnten sich so gegenseitig aus ihrem Leben erzählen. Ich erinnere mich an eine afghanische Flüchtlingsfrau, die auch da war und uns ihre Geschichte erzählte. Sie war einmal Professorin in Kabul. Sie hat alles verloren. In Deutschland durfte sie am Anfang nicht einmal arbeiten. Das war wirklich bewegend. Und die anderen an ihrem Tisch haben diese Geschichte gehört und aufgenommen. Dadurch hat sich etwas verändert. Wenn diese Menschen einander wieder im Stadtteil begegnen, dann werden sie anders miteinander umgehen. Wir müssen Begegnungsräume schaffen, wo Vorurteile abgebaut werden und wo man sich die Geschichte des jeweils anderen anhört. Versöhnung hat ganz viel damit zu tun, dass man sich kennenlernt. Dann verändert sich etwas. ERF: Vielen Dank für das Interview. FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...