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Motto des Tages

Der HERR, unser Gott, verlasse uns nicht und ziehe die Hand nicht ab von uns.
Die Jünger zogen aus und predigten an allen Orten. Und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die mitfolgenden Zeichen.

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© @ Kool Film Mit „Violette“ kommt eine filmische Biografie über Violette Leduc ins Kino. Leduc war eine Schriftstellerin, die sich immer im Schatten ihrer Freundin Simone de Beauvoir fühlte.   Diese Filmkritik und andere Filme der Woche (mit persönlichem Vorwort von Kinochecker Martin Mandt!)bei: kinocheck-tv: „Violette“Foto: © Kool Film Der Film beginnt mit der Beziehung zwischen Violette Leduc und Schriftsteller Maurice Sachs. Er ist es, der Violette zum Schreiben animiert. Ihr erstes Buch „L'Asphyxie“ übergibt sie allerdings nicht ihm, sondern der von ihr bewunderten Existenzialistin Simone de Beauvoir. Aus dieser Begegnung wird eine lebenslange Freundschaft – auch wenn diese im Film recht distanziert dargestellt wird. Violette, die schon eine Ehe, eine Abtreibung und mehrere lesbische Beziehungen hinter sich hat, verliebt sich in die strenge Simone, die eine Liaison aber strikt ablehnt. Trotzdem unterstützt de Beauvoir Violette heimlich finanziell, denn sie ist von ihrem Talent überzeugt. Dennoch ist sowohl die Freundschaft der beiden als auch das Werk von Violette davon geprägt, dass Violette sich als hässlich und von de Beauvoir abgelehnt empfindet. Violette Leduc bricht bewusst mit TabusViolette Leducs Werke würdigte nicht nur de Beauvoir, sondern auch Jean-Paul Sartre, Jean Cocteau und Jean Genet bewunderten sie. Richtig geadelt wurde ihr schriftstellerisches Wirken allerdings erst, als de Beauvoir für Leducs bekanntestes Buch – der Autobiografie „La Bâtarde“ („Die Bastardin“) – das Vorwort schrieb. Gleichzeitig wurde Violettes Schreibstil im Hinblick immer tabuloser. Sie schrieb offen über weibliche Sexualität, Abtreibung, Verlangen und vor allem lesbische Liebeleien. Vieles fiel zunächst der Zensur zum Opfer. Im Frankreich der 50er und 60er Jahre dürfte man ihre Bücher in etwa so schamlos empfunden haben wie „Feuchtgebiete“ oder „Schoßgebete“ heute. Für Violette führte das Schreiben demgegenüber zu einer Art Befreiung von den inneren Zwängen, die sie hauptsächlich durch den fehlenden Vater, die überfürsorgliche Mutter und die unglücklichen Beziehungen sowohl zu Frauen als auch Männern erfahren hatte. Einfühlsames Portrait einer einsamen SchriftstellerinDer Film hält sich angesichts dieser pikanten Themen erstaunlich zurück. Stattdessen bleibt er nah in Violettes Empfindungen – vor allem an ihren empfundenen Enttäuschungen und der Schriftstellerfreundschaft zwischen ihr und de Beauvoir. Bis auf eine Szene verzichtet der Film ganz auf sexuelle Darstellungen. Der Film „Violette“ zeigt, dass ein als wertlos empfundenes Leben zwar durch Erfolg aufgewertet werden kann. Er macht aber auch deutlich, dass ein Leben selbst durch die Zuneigung der Leser nie so mit Liebe gefüllt werden kann wie durch das Geben und Empfangen echter Liebe. Als Porträt ist „Violette“ insofern ebenso erstaunlich wie traurig.  FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...