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© T.Hitzfeld Claudia und Nick Bolanz haben bei der VOX-Sendung „4 Hochzeiten und eine Traumreise mitgemacht, bei der unterschiedliche Bräute die Hochzeiten der jeweils anderen bewerten. Das beste Paar erhält als Preis eine Traumreise. Doch Claudias und Nicks Motivation war nicht die Traumreise zu gewinnen. Stattdessen wollten sie durch ihren Traugottesdienst die Fernsehzuschauer auf Jesus aufmerksam machen. ERF Online: Sie haben gemeinsam bei der Sendung„4 Hochzeiten und eine Traumreise“ mitgemacht. Aber die Motivation war nicht die Traumreise, sondern Ihr Glaube. Wie passt das zusammen? Nick Bolanz: Wir haben uns gefragt: Wie kommen wir mit unserer sozial-missionarischen Arbeit zu den Menschen um uns herum? Wir treffen zwar einige Nachbarn auf der Straße, aber die Frage für uns war: Wie kommen wir zu den Leuten, die man nicht auf der Straße trifft? Diese Überlegung beschäftigte uns gerade, als die Anfrage von VOX kam. Wir haben dann überlegt: Ist das vielleicht eine Möglichkeit, Gott und christliche Werte ins Fernsehen zu bringen? ERF Online: Welche Werte wollten Sie konkret vermitteln? Nick Bolanz: Zum Beispiel Liebe und Treue. Das sind ja Werte, die oft nicht so groß geschrieben werden. Viele Menschen hier im Viertel sind nicht verheiratet. Man lebt zusammen und bekommt Kinder. Aber dann trennt man sich wieder. Wir wollten ein Statement abgeben und bekennen: „Ja, wir wollen heiraten. Wir wollen uns die Treue bis zum Tod versprechen mit Gottes Hilfe.“ Außerdem war uns vorher schon klar, dass unsere Hochzeit nicht nur ein Fest für uns, sondern auch ein Stück weit evangelistisch sein soll. Dann kam die Fernsehgeschichte dazu und wir haben gedacht: „Das würde gut passen. Dann kriegen die Leute hier einen Einblick, wie wir uns Kirche vorstellen.“ ERF Online: Sie wollten nicht sich selbst feiern. Aber Kriterien für eine gelungene Hochzeit sind in der Sendung eher oberflächliche Dinge wie das Essen, die Stimmung oder das Brautkleid. Was war Ihnen denn bei Ihrer Hochzeit besonders wichtig? Claudia Bolanz: Unsere Hochzeit sollte eine Party für Jesus sein. Wir wollten, dass er im Zentrum steht. Bei unserem Traugottesdienst sollte deutlich werden, dass wir Gott als Dritten in unsere Ehe einladen, weil wir es ohne ihn nicht schaffen könnten. Nick Bolanz: Daher war uns auch das Trauversprechen so wichtig ‒ dieses „Ja, mit Gottes Hilfe.“ Das ist zwar ein Standardspruch, aber wir wollten das in unserem Gottesdienst bewusst betonen, auch durch die Anbetungszeit. "Oase im Reitbahnviertel“Die sozial-missionarische Gemeindegründungsarbeit "Oase" wurde 2006 von Jakob Walter und seiner Frau Elizabeth  im sozialen Brennpunkt von Neubrandenburg gegründet. 2011 übernahm Nikolai (Nick) Bolanz nach dem Tod Walters die Leitung der Arbeit. Die "Oase" bietet für Erwachsene ein Frühstückscafe an. Kinder sind in der  Jungschararbeit und bei der Hausaufgabenbetreuung willkommen. „Es ist wirklich ganz anders“ERF Online: Sie sprachen schon von christlichen Lobpreisliedern. Die fand die Konkurrenz teilweise nicht so gut. Kamen Sie hinter den Kulissen noch mal mit den anderen Bräuten über die Bedeutung der Lieder ins Gespräch? Nick Bolanz: Über Einzelheiten nicht, aber wir haben noch Kontakt zu zwei der Brautpaare. Wir haben uns schon gegenseitig besucht und ein Wochenende miteinander verbracht. Im Nachhinein hatten wir also die Gelegenheit, noch mal einiges über unsere Arbeit zu erklären. Uns war auch schon im Vorfeld bewusst, dass die Bewertung wahrscheinlich nicht ganz so positiv ausfallen würde. Aber unser Ziel war es, das Bild von Kirche und Religion, das die Fernsehzuschauer möglicherweise haben, ein Stück weit zu verändern. Claudia Bolanz: Ich fand das Feedback von manchen Zuschauern interessant, gerade was die Lieder und den Gottesdienstablauf anbelangt. In einigen Zuschriften wurde ich gefragt: „Wie heißen die Lieder? Könnt ihr uns bitte die Titel nennen?“ Andere schrieben: „Das waren so geniale Lieder. Wir würden die auch gerne bei unserer Hochzeit singen.“ Das war echt cool zu erleben. ERF Online: Sie haben gerade erzählt, dass Sie noch Kontakt mit den anderen Paaren haben. Normalerweise geht man davon aus, dass Sendungen wie diese in Zickenkrieg ausarten. Sie schienen aber als Bräute viel Spaß zusammen gehabt zu haben. Sind da vielleicht sogar Freundschaften entstanden? Nick Bolanz: Zum Einen war uns wichtig, dafür zu beten, dass es nicht zum Zickenkrieg kommt. Zum Anderen wollten wir nicht nur in Bezug auf unsere Gäste, sondern auch auf die Fernsehzuschauer und die anderen Bräute unseren Glauben authentisch leben und vermitteln. Und das ist passiert. Wir haben zum Beispiel eine Postkarte von dem Brautpaar bekommen, das die Reise gewonnen hatte. Ein anderes Paar aus Hamburg haben wir schon zweimal getroffen. Claudia Bolanz: Sie waren sogar schon bei uns und haben sich die Oase angeschaut. Ich weiß jetzt nicht, ob man das schon eine tiefe Freundschaft nennen kann. Aber es ist auf jeden Fall eine Beziehung entstanden und wir beten dafür, dass diese noch weiter wächst. ERF Online: Gab es noch andere Möglichkeiten während der Dreharbeiten über den Glauben ins Gespräch zu kommen? Nick Bolanz: Es gibt bei der Serie Einzelinterviews, wo nur ein Partner interviewt wird. Während dieser Zeit hatte der andere die Möglichkeit zu Gesprächen mit den Filmleuten. Ich hatte da ein gutes Gespräch. Bei diesem habe ich jemandem vom Team erklärt, was bei unserer Hochzeit anders sein wird im Vergleich zu dem, was er schon kennt. Ich habe ihm deutlich gemacht, was uns bei der Hochzeit wichtig ist und dass der Glaube für uns auch etwas Praktisches ist. Er hatte viele Fragezeichen im Gesicht. Aber das Schöne dabei war: Nach der Trauzeremonie am Nachmittag kam er auf mich zu und stellte fest: „Mensch, Nick, jetzt habe ich kapiert, was du gestern gesagt hast. Es ist wirklich ganz anders.“ Andere sagten: „Uns fiel es schwer, die Kamera ruhig zu halten während des Lobpreises. Wir hätten am liebsten mitgewippt.“ Wir haben viel Wertschätzung erlebt und konnten viele gute Gespräche führen. „Ich wollte mich mal live mit Ihnen unterhalten“ERF Online: Glauben Sie, dass eine Sendung, die so das Thema „Hochzeit“ in den Vordergrund stellt, Menschen Mut macht, zu heiraten? Nick Bolanz: Ich glaube, es kann mehreres bewirken: Auf der einen Seite kann es abschrecken, weil man denkt: „Boah, eine Hochzeit zu feiern ist ein Megaaufwand. Das könnte ich mir gar nicht leisten.“ Aber für andere kann es auch ermutigend sein. Auf mich kamen nach unserer Sendung schon zwei Paare, die schon lange zusammenleben, aus unserem Viertel zu und erzählten: „Wir wollen jetzt auch heiraten!“ ERF Online: Durch Ihre Beteiligung bei der Sendung konnten Sie nicht nur allgemein christliche Werte an die Fernsehzuschauer weitergeben. Sie sind dadurch leichter mit Menschen in Ihrer Umgebung ins Gespräch gekommen. Welche Gespräche und Situationen waren das konkret? Claudia Bolanz: Ganz viele! Neubrandenburg ist irgendwie ein Dorf, obwohl es 60.000 Einwohner hat. Wenn jemand aus Neu-Brandenburg im Fernsehen ist, dann ist das ein Megahighlight. Auch Wochen später wird man noch darauf angesprochen. Das finde ich irgendwie faszinierend. Ich glaube, ich könnte mir nicht merken, wen ich mal kurz im Fernsehen gesehen habe. Aber irgendwie scheint es die Leute beeindruckt zu haben, wenn sie sich das so lange merken können. Nick Bolanz: Es ist nur leider kaum so, dass man darüber über tiefere Glaubensfragen ins Gespräch kommt. Claudia Bolanz: Unmöglich ist das nicht. Bei mir kommt oft die Feststellung: „Oh, das wäre so schön gewesen, wenn ihr gewonnen hättet.“ Aber dann kann ich erklären, warum uns das nicht das Wichtigste dabei war. ERF Online: Sie wollten durch die Sendung auch in die Wohnzimmer der Leute bei sich im Viertel kommen. Ist dadurch eine neue Offenheit für Ihre sozial-missionarische Arbeit vor Ort entstanden? Claudia Bolanz: Ich denke schon, dass ein größerer Kontakt entstanden ist. Kürzlich hatten wir in der Schule Elterngespräche. Ich hatte ein Gespräch mit einer Frau, deren Kind eigentlich total problemlos ist. Ich hatte mich schon gefragt: „Warum meldet sich diese Frau bei mir an?“ Und dann meinte sie: „Ich habe Sie im Fernsehen gesehen und wollte mich mal live mit Ihnen unterhalten.“ Wir hatten dann ein wirklich gutes Gespräch, auch über das Thema Glaube. Es ergeben sich immer wieder Möglichkeiten und man weiß nie, was Gott in den Herzen der Menschen bewirkt, die die Sendung gesehen haben. „Wenn das so angefochten ist, hat Gott damit bestimmt etwas Großes vor“ERF Online: Sie sprachen auch von Zuschauerzuschriften. Welche Rückmeldung erhielten Sie durch die Zuschriften? Nick Bolanz: Es kamen ganz viele Mails. Uns hat erstaunt, dass es durchweg positive Reaktionen waren. Die meisten Zuschriften kamen von Christen, die schrieben: „Toll, dass ihr Glauben ins Fernsehen gebracht habt. Das kam gut rüber und war echt ein Segen.“ Aber es kamen auch Zuschriften von nichtgläubigen Menschen, die sich bedankten oder schrieben „Das war eine tolle Hochzeit“. Ich habe mich damals vor der Sendung extra kurzzeitig bei Facebook abgemeldet, weil wir vom Fernsehsender vorgewarnt wurden, dass die Teilnehmer darüber oft angegriffen werden. Claudia Bolanz: Aber das war bei uns gar nicht der Fall. Nick Bolanz: Es war ein Geschenk und ein Segen, wie das Ganze gesendet wurde. Es gab auch bei unserer Hochzeit den einen oder anderen Patzer. Wenn man das ins Fernsehen gebracht hätte, wäre das für die Zuschauer sicher unterhaltsam gewesen. Claudia Bolanz: Aber das Team war sehr wohlwollend. Es sind nur positive Dinge gezeigt worden. Sie heiraten selbst und suchen noch ein Hochzeitskleid?Claudia Bolanz versteigert ihr Hochzeitskleid gegen eine Spende für die "Oase". Bei Interesse kann man sich über ihre Emailadesse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder den Blog bei ihr melden. ERF Online: Würden Sie also sagen, dass Gott die Sache gesegnet hat? Claudia Bolanz: Ja, total. Es war für uns ein riesiger Gottesbeweis. Nick Bolanz: Im Vorfeld lief so vieles schief, dass wir zwischenzeitlich gar keine Lust mehr hatten, überhaupt zu heiraten. Es kamen so viele Probleme auf ‒ gerade auch im Zuge der Fernsehgeschichte. Wir haben dann gedacht: „Wenn das so angefochten ist, hat Gott damit bestimmt etwas Großes vor“. Im Nachhinein ist es für uns beschämend, dass es so gut lief und unser Glaube in der Sendung so positiv dargestellt wurde. Es war ein Geschenk und ein Segen – für uns persönlich, aber scheinbar auch für viele andere. ERF Online: Herzlichen Dank für das Gespräch. FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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Wie aus einem tieffliegenden Flugzeug sah ich zunächst aus der Vogelperspektive ein unendlich weites Feld. Als ich näher kam erkannte ich, dass es aus lauter facettenartigen Räumen bestand, die in den buntesten Farben schimmerten. Die Räume waren nicht statisch, sondern wie pulsierende Zellen. Auf die Frage, was das sei, antwortete Gott: "Das sind die Räume in meinem Vaterherzen! Jeder Mensch hat hier einen Raum in meinem Innersten. Im nächsten Moment fand ich mich in einem dieser Räume wieder..."

Da sagte Gott: „Dies ist der Raum der Begegnung, dein Raum in meinem Vaterherzen. Du sollst wissen, dass Du einen festen Platz in meinem Herzen hast! Hier kommen nur Du und ich hinein! Und wir füllen den Raum mit dem Besonderen unserer Beziehung!" Wenn Ihr euch euren eigenen Raum der Begegnung anschauen könntet, würdet ihr sehen, dass die Wände voll mit Bildern sind; Bilder, in denen euch vertraute Situationen ablaufen. Wie eine Sammlung von Orten, an denen ihr schon einmal gewesen seid. Aber nur solche Orte, an denen ihr glücklich ward: perfekte Augenblicke eures Lebens!

Gott sagte dazu: „Glaube mir, mein Kind, es gibt keine perfekten Augenblicke ohne mich! Manchmal war Dir meine Gegenwart gar nicht bewusst. Oft warst Du mehr mit der Schönheit der Natur oder anderer Dinge beschäftigt, als an mich zu denken. Aber ich war dabei und habe diese Augenblicke mit Dir genossen. Und das macht sie zu vollkommenen Momenten Deines Lebens.“
Es würde Euch wahrscheinlich genauso gehen wie mir, dass Ihr euch gar nicht sattsehen könnt an all der Schönheit in diesem Raum. Der Raum war voller Bewegung und Dynamik, es gab keinen Stillstand, und doch strahlt alles Ruhe aus, kein Stress. Ich weiß nicht was Ihr sehen würdet, aber da wären bestimmt vertraute Klänge, Gerüche, Bilder voller positiver Assoziationen!

Und Gott sagt zu Euch: „Ja mein Kind, ich liebe deine Art, wie du lebst, mich liebst und anbetest. Das ist einzigartig. So, wie Du mich liebst mit all deinen Gaben und Talenten, kann mich kein anderer Mensch auf der Welt lieben!“ Ich empfinde bei diesen Worten eine solche Wertschöpfung und Achtung meiner Person, weil Gott alle Dinge in meinem Leben wichtig sind. Er wartet im Raum der Begegnung auf mich und will Gemeinschaft mit mir haben! Ist das nicht unglaublich? Der Schöpfer des Universums wartet auf mich und Dich?

Als nächstes sah ich das Vaterherz wieder aus der Vogelperspektive. Mir fiel auf, dass nicht alle Räume schillernd bunt und pulsierend waren, sondern geradezu blass und farblos. Gott sagte dazu: „Das sind die Räume, die nur selten betreten werden. Manche nur am Sonntag, andere nur an Weihnachten. Ich warte dort vergeblich auf meine Kinder.“

Und dann waren da Räume, die sich wie Nebel im Morgenlicht aufzulösen begannen. „Das sind die Räume“, sagte Gott, „die nie ein Mensch betreten hat. Ich habe dort alle Tage des Lebens auf meine Kinder gewartet, aber sie kamen nicht. Sie waren zu beschäftigt oder glaubten den Lügen über mich.“

Lasst uns nicht länger warten und zusehen, wie immer mehr Räume anfangen, sich aufzulösen! Vielleicht können die J-shirts für einen Menschen um Dich herum eine echte Chance sein, das erste Mal von unserem Vater im Himmel zu hören, der total verliebt auf ihn wartet...