J-shirts

Motto des Tages

Der HERR, unser Gott, verlasse uns nicht und ziehe die Hand nicht ab von uns.
Die Jünger zogen aus und predigten an allen Orten. Und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die mitfolgenden Zeichen.

Facebook

*** NEU: J-shirts App ***

Kennst Du schon unsere J-shirts App? Optimiert für die Navigation auf Smartphones und Tablets! In der App kannst Du an regelmäßigen Gewinnspielen teilnehmen und J-shirts gewinnen! Download für Android & iOS

© diego cervo - Fotolia.com   Der Rockmusiker Pontus J. Back bei: Mensch, Gott!: „Saufen gegen die Angst“Foto: © ERF Medien In der aktuellen Ausgabe von „Mensch, Gott!“ erzählt der finnische Rockmusiker Pontus J. Back von seiner Alkoholabhängigkeit. Bis zu drei Flaschen Wodka hat er am Tag getrunken. Ohne Alkohol konnte er nicht mehr funktionieren. Wir haben die Sendung zum Anlass genommen, mit dem Bildungsreferent des Blauen Kreuzes Ralf Mauelshagen über das Thema Alkoholsucht zu sprechen. ERF Online: Ab wann wird Alkoholkonsum kritisch? Ralf Mauelshagen: Grundsätzlich ist der Gebrauch oder Genuss von Alkohol vollkommen okay. Aber manchmal können Gewohnheiten einen anderen Akzent bekommen. Beim Alkohol könnte es die Feststellung sein: „Wenn ich was getrunken habe, kann ich auf andere zugehen und bin ganz ungehemmt." Gegen den Genuss von Alkohol ist nichts einzuwenden. Aber wenn diese Gewohnheiten einen anderen Akzent bekommen, kann daraus auch eine Lernerfahrung erfolgen. Dann kommt es zu einer Gewöhnung und ich setze das Suchtmittel regelmäßiger, gezielter und häufiger ein. Ab da spricht man von Missbrauch und dann ist der Schritt in die Abhängigkeit nicht mehr weit. Häufiges Denken an Alkohol ist ein WarnzeichenERF Online: Ist denn die tägliche Flasche Bier am Abend schon Sucht? Ralf Mauelshagen: So weit würde ich nicht gehen. Das ist für jeden individuell unterschiedlich. Man sollte sich immer fragen: "Was ist, wenn ich mal auf die tägliche Flasche verzichte? Fehlt mir da etwas? Werde ich nervös oder unkonzentriert?" Dann gibt es da eine Spur, der nachzugehen sich lohnt. ERF Online: Wie kann ich erkennen, dass jemand – ich selbst eingeschlossen – abhängig ist? Ralf Mauelshagen: Für andere eine Diagnose zu stellen, halte ich für sehr schwierig. Die Entscheidung kann ich nur für mich selbst treffen. Aber wenn ich merke, dass der Alkohol in meinen Gedanken oft eine Rolle spielt; dass ich daran danke, dass ich vielleicht wieder Alkohol zu mir nehmen sollte oder wenn ich merke, dass ich Alkohol brauche, um ruhiger zu werden – dann sind das Spuren, die darauf hindeuten, dass ich Alkohol missbräuchlich konsumiere. Wenn das Verlangen nach Alkohol unstillbar ist oder ich nach einer bestimmten Menge mit dem Trinken nicht mehr aufhören kann, ist das auch ein Hinweis, dem man nachgehen sollte. Verdrängen oder totschweigen bringt nichtsERF Online: Was wäre ein guter erster Schritt, wenn mir bewusst wird, dass ich ein Problem haben könnte? Ralf Mauelshagen: Mein Tipp ist, es nicht mit sich allein auszumachen. Sondern sich mit einer Vertrauensperson auszutauschen, sich über das Thema zu informieren und vielleicht auch eine Beratungsstelle aufzusuchen. Es ist ganz unproblematisch, einen Termin für eine Erstberatung zu bekommen. Dann kann man mit den Fachberatern vor Ort überlegen, wie die nächsten Schritte aussehen könnten. Oder man sucht im Wohnort oder der näheren Umgebung nach einer Selbsthilfegruppe, an die ich mich wenden kann. ERF Online: Was, wenn eine andere Person betroffen ist? Gibt es Warnzeichen oder Indikatoren, dass man ein Gespräch suchen sollte? Ralf Mauelshagen: Ich würde immer dafür plädieren, mich selbst mit meinen Bedürfnissen wahrzunehmen. Wenn ich mir um jemanden Sorgen mache und es mir selbst dabei nicht gut geht, sollte ich das ernst nehmen und es ansprechen. Es ist vollkommen normal, jemanden im Blick zu haben, der ein Problem haben könnte. Aber ich darf mich dabei nicht vergessen. Ich muss meine Bedürfnisse wahrnehmen und für mich eintreten und sagen: „Ich kann mit der Situation schlecht leben. Ich spreche das an und bringe das in die Beziehung rein.“ Natürlich will ein Betroffener sich das erstmal nicht eingestehen. Das ist ganz normal. Er will erstmal sein Selbstbild aufrecht­erhalten und sich schützen. Aber es kann schon sein, dass man die Fassade zum Bröckeln bringt, wenn man es anspricht – insbesondere wenn man nicht der einzige ist. ERF Online: Aber es gibt keine klassischen allgemeingültigen Symptome? Blaues Kreuz-Bildungsreferent Ralf Mauelshagen (Bild: Privat) Ralf Mauelshagen: Nein, das denke ich nicht. Symptome können immer andere Ursachen haben. Ich würde sie nicht ausschließlich mit dem Alkohol in Verbindung bringen wollen. Aber viele Suchtkranke vernachlässigen sich selbst, und ordnen ihre Beziehungen und Hobbies dem Alkohol unter. Problem benennen, Konsequenzen nicht abfedern, Hilfe anbietenERF Online: Wie soll ich mich verhalten, wenn ich bei jemandem Probleme vermute: ansprechen oder ignorieren? Ralf Mauelshagen: Der erste Impuls ist, es nicht anzusprechen. Man macht sich Sorgen, in ein Fettnäpfchen treten zu können. Es ist sicher auch ein unangenehmes Thema. Ich möchte trotzdem dazu ermutigen, es anzusprechen und das Problem beim Namen zu nennen. Wir beim Blauen Kreuz machen die Erfahrung – und hören das auch von den Betroffenen immer wieder –, dass es wichtig ist, das Problem anzusprechen und deutlich zu machen, was man wahrnimmt – auch im Hinblick auf Verhaltensänderungen des Betroffenen. Das sollte aber nicht in einer vorwurfsvollen Haltung geschehen. Es ist besser zu sagen: „Ich mache mir Sorgen um Dich. Ich nehme wahr, dass Du Dich veränderst.“ Dann kann man seine Beobachtungen schildern. Das wäre der erste Punkt: Probleme beim Namen nennen. Ein zweiter Punkt - gerade für Angehörige oder Arbeitskollegen: Konsequenzen nicht abfedern. Ich entschuldige meinen Kollegen nicht beim Chef. Oder als Angehöriger rufe ich am nächsten Tag nicht bei der Arbeit an und sage: „Mein Mann ist erkältet und kann heute nicht kommen“. Oder ganz drastisch ausgedrückt: Ich ziehe der Partnerin, wenn sie betrunken nach Hause kommt, nicht die Schuhe aus und bringe sie ins Bett. Federn Sie also nicht die Konsequenzen ab, sondern erhöhen die den Druck, wo immer möglich. Und drittens: Bieten Sie Unterstützung und Hilfe an – auch wenn die Möglichkeiten beschränkt sind. Sagen sie zum Beispiel: „Ich begleite dich zu einem Arzt, einer Beratungsstelle oder einer Selbsthilfegruppe.“ Das wären drei Möglichkeiten: Das Problem beim Namen nennen, Konsequenzen nicht abfedern und Begleitung anbieten. Gefahr Co-AbhängigkeitERF Online: Wenn jemand in meiner Familie oder meinem engen Bekanntenkreis ein Problem mit Alkohol hat – wie kann ich persönlich damit gut umgehen? Ralf Mauelshagen: Oft merken Bezugspersonen gar nicht, wie stark sie in das Suchtgeschehen verwoben sind. Das ist ein schleichender Prozess. Sucht ist nichts, was vom Himmel fällt. Da kann es durchaus passieren, dass sich meine ganze Aufmerksamkeit als Angehöriger auf den Alkoholkranken konzentriert. Ab da übernimmt man als Angehöriger schnell immer mehr Verantwortung. Das führt dazu, dass die Aktivität des Kranken abnimmt und meine Aktivität als Angehöriger zunimmt. Es ist wichtig, aus diesem Kreislauf auszusteigen. Das ist ein erster und wesentlicher Schritt für Angehörige. ERF Online: Das, was Sie da beschreiben, klingt nach Co-Abhängigkeit. Was sind Anzeichen für eine beginnende Co-Abhängigkeit? Ralf Mauelshagen: Es ist höchste Zeit auszusteigen, wenn ich mich selbst mit meinen Bedürfnissen nicht mehr wahrnehme, sondern mein ganzes Fühlen und Denken abhängig mache vom Befinden und der Situation des Partners. Dann muss man sich Hilfe und Unterstützung holen. Das gilt besonders, wenn in einer Familie Kinder vorhanden sind. Gerade bei christlichen Ange­hörigen ist es so, dass sie oftmals in der Situation verharren und aushalten – vielleicht auch mit der Begründung: „Was Gott zusammengeführt hat, das soll der Mensch nicht trennen.“ Aber gerade für Kinder ist das eine hohe Belastung. Da ist es notwendig, sich selbst in den Blick zu bekommen. Das kann auch eine Trennung auf Zeit bedeuten, um den Druck zu erhöhen. Glaube kann von Sucht befreienERF Online: Unser Studiogast Pontus J. Back hat viele Jahre mit der Abhängigkeit gekämpft. Dann begegnet ihm Jesus und er wird sofort frei. Kann man das irgendwie erklären? Ralf Mauelshagen: Ja. Gott tut auch heute noch Wunder. Wir erleben in unseren Ausbildungs­gängen sehr oft, dass Menschen davon berichten, dass sie durch Gebet frei wurden. Es ist schön, das miterleben zu dürfen. Ich finde es allerdings schade, dass einige sich nach dem Wunder nicht mehr damit beschäftigen, warum sie abhängig geworden sind. Manche sagen: „Okay, Jesus hat mich freigemacht. Damit ist meine Suche oder meine Auseinandersetzung damit, was mich in die Sucht geführt hat, aufgehoben.“ ERF Online: Ist es für jeden möglich ist, durch eine solche Begegnung mit Gott frei zu werden? Ralf Mauelshagen: Auf jeden Fall. Ich denke, wir alle sind auf der Suche nach Glück und einem glücklichen Leben. Suchtkranke Menschen haben einfach einen falschen Weg eingeschlagen. Wir erleben beim Blauen Kreuz immer wieder, dass Gott Wunder tut und ganz unterschiedliche Wege mit Menschen geht. Wenn Jesus sagt: „Ich bin das Brot des Lebens und wer zu mir kommt, wird nicht hungern und wer an mich glaubt, der wird nimmermehr dürsten“ – dann trauen wir Jesus wirklich zu, diesen Mangel zu füllen und neue Perspektiven zu schenken. Mir ist noch wichtig zu sagen, dass auch Christen nicht vor Suchterkrankungen gefeit sind. Wir begegnen immer wieder Menschen, die auch als Christen suchtkrank geworden sind. Aber das Thema „Sucht“ ist im gemeindlichen Kontext noch immer ein Tabuthema. Aber wir sind guter Hoffnung, dass sich das ändert ERF Online: Wie kann man der Alkoholsucht vorbeugen? Ralf Mauelshagen: Da fällt mir eine Aussage von Jesus ein: Man soll Gott lieben von ganzem Herzen und seinen Nächsten lieben wie sich selbst. Ich glaube Jesus meint, dass alle drei Bereiche für ein erfüllendes Leben wichtig sind. Also mit Gott Menschen und sich selbst in Beziehung zu sein. Wenn man das schafft, ist das eine gute Suchtprophylaxe. ERF Online: Vielen Dank für das Interview. FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

Jesus-News weiterlesen http://feedproxy.google.com/~r/erf/topthema/~3/-iKWWxzOayY/2803-542-4749

An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...