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© Kalle Kolodziej - Fotolia.com In meinem Beruf habe ich viel Zeit auf deutschen Straßen verbracht. Einen Teil der Straßen habe ich häufig gar nicht wahrgenommen, auch wenn sie überall zu finden sind: die Führungs- bzw. Leitplanken. Ich habe Gott sei Dank noch nie mit einer Tuchfühlung aufnehmen müssen. Trotzdem bin ich dankbar, dass es sie gibt. Laut Wikipedia ist eine Leitplanke eine „passive Schutzeinrichtung“, die das „Abkommen eines Fahrzeugs  von der Fahrbahn“ verhindern und „Bereiche außerhalb der Fahrbahn vor einem Fahrzeuganprall“ schützen soll. Kurz gesagt: Der Zweck einer Leitplanke ist, den Fahrer vor schlimmerem Schaden zu bewahren. Dabei droht ihm dort, wo die Leitplanke steht, normalerweise kein Schaden. Das, was Leib und Leben bedroht, beginnt erst jenseits der Leitplanke. Die Leitplanke soll ja gerade verhindern, dass ich einen Abhang hinunterstürze oder gegen den Felsen pralle. In jedem dieser Fälle würde der Fahrer bei einem Crash beträchtlich schlimmeren Schaden erleiden, wenn es keine Leitplanke gäbe. Wohlgemerkt: Die Leitplanke bewahrt nicht vor Schaden. Wer schon mal mit einer Leitplanke kollidiert ist, weiß das. Am Auto entsteht ein Blechschaden, vielleicht auch Schlimmeres. Aber Leib und Leben werden in den meisten Fällen durch eine Leitplanke bewahrt. Mit der Bibel auf Kurs bleibenMit der Bibel geht es mir manchmal genauso wie mit der Leitplanke. Sie steht oder liegt in meiner Wohnung und manchmal fällt mir gar nicht mehr auf, dass ich eine habe. Doch bin ich dankbar, dass es sie gibt. Deswegen kann man auch die Bibel als eine Schutzeinrichtung verstehen. Anders als eine Leitplanke funktioniert sie  aber nicht passiv. Die Bibel muss ich in die Hand nehmen, lesen und anwenden. Sonst kann sie mich weder schützen noch leiten. In Psalm 19,8 wird das deutlich: „Das Gesetz des Herrn ist vollkommen, es stärkt und erfrischt die Seele. Was der Herr in seinem Wort bezeugt, darauf kann man sich verlassen, auch einem Unerfahrenen wird dadurch Weisheit geschenkt.“ Im Leben geht es manchmal – wie auf einer Straße – schnell und hektisch zu. Enge Kurven wechseln sich mit starken Steigungen ab und manchmal muss man eine andere Route wählen, weil die Straße blockiert ist. Dazu kommt, dass andere Menschen Einfluss auf unsere Reise nehmen. Ab und zu ist dann sogar eine Vollbremsung notwendig. Die Bibel kann mir dabei helfen, indem sie mich vor Verhalten warnt, das für mich oder andere schädlich ist. Dabei benutzt sie – wie in Sprüche 14:7 – durchaus auch drastische Worte. Sie Bibel verhindert, dass ich von meiner Lebensautobahn abkomme oder mein Ziel verfehle. Nur der Gebrauch der Bibel kann schützen und leitenWährend beim Auto nur ein Blechschaden entsteht, wenn ich die Leitplanke küsse, kann manche Anweisung aus der Bibel sehr unbequem sein. Aber genauso wie die Leitplanke will auch die Bibel mein Leben – und meine Seele – beschützen und bewahren. Vielleicht nimmt hier und dort mein Ego Schaden oder ich werde gebeten, auf  liebgewonnene Dinge zu verzichten. Aber das ist allemal besser als ungebremst in einen Abgrund zu stürzen. Schutzplanke ist der offizielle, Leitplanke der umgangssprachliche Begriff. Mir gefällt diese Kombination – und sie gilt genauso für das Buch der Bücher. Die Bibel will Schutz und Leitung geben. Erst wenn beides zusammenkommt, kann Leben gelingen. Vielleicht ist es an der Zeit, die Bibel mal wieder aus dem Regal zu holen und nachzuschlagen.  FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...