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Motto des Tages

Wasche dein Herz von der Bosheit, auf dass dir geholfen werde. Wie lange wollen bei dir bleiben deine heillosen Gedanken?
Legt also alles Gemeine und Schlechte ab und nehmt bereitwillig das Wort an, das Gott euch ins Herz gepflanzt hat. Es hat die Macht, euch zu retten.

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© Rosel-Eckstein / pixelio.de Heute setzt sich der Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen mit der Lage im Nahen Osten auseinander. Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern ist in den letzten Tagen eskaliert. Auch in der vergangenen Nacht und heute im Laufe des Tages Raketen aus dem Gazastreifen nach Israel geflogen. Die Lage spitzt sich weiter zu. Israel erwägt nun eine militärische Offensive gegen die palästinensische Terrorgruppe Hamas, die hinter den Raketenangriffen steht. ERF Online hat den Journalisten und Theologen Johannes Gerloff zur aktuellen Lage vor Ort interviewt. ERF Online: Wie ist die Stimmung in der Bevölkerung in Israel? Johannes Gerloff: Sehr unterschiedlich. Natürlich besteht Verzweiflung darüber, dass kein Ende dieser Situation absehbar ist, die ja nicht erst seit zwei Wochen, sondern schon seit zehn Jahren existiert. Alle Maßnahmen enden irgendwie in einer Zwickmühle. Man hat Land abgegeben, man hat sich aus dem Gazastreifen zurückgezogen und es hat nichts gebracht. Und alle militärischen Einsätze bis hin zu einem Einmarsch in den Gazastreifen bringen letztlich nichts. Israel hat es satt, Besatzer zu sein, sieht aber keine Alternative dazu. Auf der anderen Seite steht ein Gegner, der nur die Vernichtung Israels möchte. Niemand weiß einen Ausweg. Diese Verzweiflung über die ganze Frage hinweg, dass natürlich eine Bedrohung da ist, uist greifbar an allen Ecken und Enden. ERF Online: Jetzt gibt es ja wieder einen möglichen Einmarsch, es gibt wieder Luftangriffe. Ist die Bevölkerung froh, dass da reagiert wird, oder sehen die Bürger das eher kritisch? Johannes Gerloff: Froh ist definitiv ein falscher Ausdruck, aber sieht hier die Regierung eher insofern kritisch, dass sie nicht genug unternimmt. Ich denke, ein Einmarsch hat zur Zeit einen sehr breiten Rückhalt im Volk, wobei natürlich die große Frage ist: Wie kommt man wieder raus? Jeder ist sich darüber im Klaren, dass das Menschenleben auf Seiten der Soldaten kosten wird. ERF Online: In Israel laufen jetzt die Vorbereitungen für die Bodenoffensive. Wie schätzen Sie das ein: Hätte so eine militärische Auseinandersetzung überhaupt eine dauerhafte Perspektive oder wäre das eine reine Kurzschlussreaktion? Johannes Gerloff: Eine Kurzschlussreaktion ist es definitiv nicht. Man hat sich das sehr, sehr gut überlegt. Aber es ist ein Verzweiflungsakt. Darüber muss man sich im Klaren sein. Was es für Folgen hat, kann im Moment niemand absehen. Aber nachdem die Hamas sich durch Luftangriffe nicht zur Räson bringen lässt, ist es einfach ein weiterer Schritt, der irgendwo schon seit längerem am Horizont steht. Die große Frage ist auch da: Wie soll es weitergehen? Was ist am Tag danach? Man hat Angst, man hat Sorge vor dem Sumpf Gazastreifen. Man weiß, dass sich die Hamas sehr gut auf einen Einmarsch vorbereitet hat. Sie möchte die israelische Armee hineinziehen in diesen Sumpf. Das Problem im Gazastreifen ist auch, dass die Bevölkerung dort hinter der Hamas steht. Auch dort hat man Angst vor einem Krieg, aber man hasst Israel und das ist ein großes Problem. ERF Online: Vielen Dank für das Interview! FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...

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