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© Neukirchener Aussaat „Warum wandern eine Pfarrerin, ein Esel und ein Hund durch die Schweiz?“ heißt es auf dem Klappentext des Buches „Die Wanderpfarrerin“. Warum könnten sie das tun? Vielleicht sucht die Autorin Hetty Overeem eine neue Gemeinde, in der Tiere willkommen sind. Oder sie hat beschlossen, ihr Leben radikal zu ändern und dann ein Buch darüber zu schreiben. Ich beschließe, es herauszufinden. Aller Anfang ist schwer - das gilt auch in diesem Fall, weil ich mich vor dem ersten Kapitel durch seitenlange Vorbemerkungen hindurcharbeiten muss. Darin erklärt Overeem die Motive ihrer Wanderschaft und beschreibt den Vorlauf des Projekts. Diese Informationen hätte man gut im eigentlichen Buch unterbringen können und wäre den Lesern entgegengekommen, die das Vorwort grundsätzlich überblättern. Indianerzelt statt sakrales Gebäude„Ich bin ja so gespannt! Nun ist es soweit“, so beginnt das erste Kapitel. Das denke ich mir auch - endlich geht das Buch „Die Wanderpfarrerin“ los. Die grobe Rahmenhandlung ist schnell erzählt: Mit Anfang Fünfzig startet Hetty Overeem ein dreijähriges Wanderpfarramt. Mit Hund, Esel und Tipi wandert die Pfarrerin an den Wochenenden von Dorf zu Dorf. Sie möchte kirchenferne Menschen ansprechen, die sich eher in ein Indianerzelt einladen lassen als in ein sakrales Gebäude. Anstelle von Zirkuskunststücken gibt es in ihrem Tipi eine liturgische Andacht und Gesprächsangebote. Im Winter sucht sich Overeem jeweils einen festen, beheizbaren Standort. Neben einer Bauernscheune wählt sie dafür eine belebte Metro-Endstation aus, wo sie eine Holzhütte aufstellt. Den Esel nimmt die Pfarrerin mit, um ihre Wanderschaft mit einfachen Mitteln und ohne Hast zu gestalten. Dem Namen „Speedy“ (flink) zum Trotz ist das Tier mit durchschnittlich zwei Stundenkilometern unterwegs, und wenn es nicht mehr weitergehen will, will es nicht. Was für die Pfarrerin zur Geduldsprobe wird, bietet gleichzeitig die Gelegenheit, mit Vorübergehenden ins Gespräch zu kommen. Der Esel übt vor allem auf Kinder eine große Faszination aus. Von ihnen lässt sich Speedy auch über „gefährliche Brücken“ führen - von Overeem hingegen nicht. In jedem Kapitel schildert die Autorin eine Begebenheit aus ihrer Wanderschaft und verbindet diese mit geistlichen Gedanken. Da sie in der Gegenwartsform schreibt, wirkt die Erzählung unmittelbar und nimmt mich als Leser gut ins Geschehen hinein. Kurzweilig wird es, wenn Overeem Anekdoten von ihrem störrischen Esel Speedy oder dem Hund Barou einstreut. Dieser läuft ihr während der Andachten im Tipi den Rang ab, weil sich sämtliche Kinderaugen auf ihn richten anstatt auf seine Besitzerin. Kein anekdotischer Reisebericht Trotz vieler lustiger Schilderungen ist das Buch kein anekdotischer Reisebericht. Im Vorwort erklärt die Autorin, dass sie den Leser mit auf den „Weg des Evangeliums“ nehmen möchte: „Ein bisschen zusammen mit mir, aber vor allem, durch diese Geschichten, mit diesem total spannenden Gott.“ Deshalb steht nicht das Wanderpfarramt im Mittelpunkt der Erzählungen, sondern die geistlichen Schlüsse, die Overeem aus ihren Erfahrungen zieht. Unter anderem stellt sie eine Parallele zwischen ihrem Hund und der eigenen Gottesbeziehung her. Der Hund gehorcht ihr vertrauensvoll, auch wenn es manchmal schwer fällt. Er kennt seinen Platz und weiß, dass sein Frauchen es gut mit ihm meint. Diesen Vertrauensgehorsam in Gott zu finden ist laut Overeem für viele Menschen deutlich schwerer. Die meisten ihrer theologischen Ausführungen richten sich an Christen, zum Beispiel schreibt Overeem: „Mein Sein muss durch ihn [Gott] geprägt sein, sonst nützen meine Worte nichts und meine scheinbar so tollen Taten auch nicht.“ Das klingt doch recht fromm. Gleichzeitig erzählt Overeem aber ehrlich von Fehlern und Schwierigkeiten, die sie während des Wanderpfarramts erlebt hat. Deutlich wird außerdem, dass der Pfarrerin die persönlichen Schicksale von Menschen am Herzen liegen. Dafür geht sie teilweise unbequeme und mutige Wege: Im Sommer wandert sie durch den strömenden Regen, weil eine Frau mit ihr unterwegs sprechen will. Und ihr Winterquartier in der Metro-Endstation ist den jugendlichen Gangs vor Ort ein Dorn im Auge. Doch Overeem signalisiert den Jugendlichen Offenheit und nimmt sie ernst. Unter anderem lässt sie deren Ansichten über das Leben stehen und versucht nicht, sie mit der „christlichen Brechstange“ zu bearbeiten. Geistliche Anregungen zum WeiterdenkenDas Buch „Die Wanderpfarrerin“ ist gut geeignet für Wenig-Leser. Die einzelnen Kapitel von zwei bis drei Seiten sind trotz der chronologischen Erzählweise unabhängig voneinander verständlich. Da das Buch zu einer geistlichen Reise einlädt, bietet es viele Anregungen, über den eigenen Glauben nachzudenken. An der einen oder anderen Stelle hätte ich mir eine kurzweiligere Lektüre gewünscht, weil ich beim Lesen regelmäßig innehalten musste, um die theologischen Gedanken der Autorin nachzuvollziehen. Für die deutsche Leserschaft wäre außerdem eine Landkarte mit Overeems Reisestationen hilfreich gewesen. Fast jedes Kapitel ist mit einem oder mehreren Ortsnamen überschrieben. Auch innerhalb des Textes beschreibt die Autorin detailliert ihre Reiseroute, die ich ohne Karte nicht nachvollziehen kann. Insgesamt hat mir das Buch wegen des guten Schreibstils der Autorin und ihrer persönlichen Erzählweise gut gefallen. Viele theologische Vergleiche fand ich passend und regten mich zum Weiterdenken an. Für Leser, die vor allem einen spannenden Reisebericht suchen, eignet sich das Buch nur bedingt.     Die Wanderpfarrerin beim Lesezeichen. FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...