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© CBM Stella Kalinde aus Malawi erblindete im April 2012 mit 50 Jahren ganz plötzlich. Die Ursache dafür konnten die Ärzte nicht herausfinden. Stella verlor ihre Arbeitsstelle in einem Schreibwarenladen, wo sie 12 Jahre lang tätig gewesen war. Um wenigstens ein bisschen Geld zu verdienen, vermietete Stella einige Zimmer in ihrem Haus in Chilinde, einem Vorort der Hauptstadt Lilongwe. Da Stella die Blindenschrift nicht lesen kann, wurde das Radio zum wichtigsten Kommunikationsmedium für sie. Besonders das TWR-Programm Friday Night Live hatte es ihr angetan: „Ich bin schon lange ein begeisterter Hörer von TWR-Programmen. Seit es eure Sendung Friday Night Live gibt, schalte ich noch öfter ein.“ Am 22. Februar 1954 wurde die erste Sendung von Trans World Radio (TWR) von Tanger in Nordafrika ausgestrahlt. 60 Jahre später ist aus der kleinen Radiostation das größte christliche Radionetzwerk weltweit geworden, mit Programmen in über 220 Sprachen. Seit 1959 ist ERF Medien der deutsche Partner von TWR. Zum 60-jährigen Jubiläum veröffentlichen wir einige Berichte von Menschen weltweit, die durch die Sendungen Jesus Christus kennengelernt haben. Bei den Nachbarn nicht willkommenUmso größer war die Enttäuschung für Stella, als ihr Radio im vergangenen Jahr den Geist aufgab. Von nun an musste Stella immer zu den Nachbarn gehen, um Radio zu hören. Doch das ging nicht lange gut. „Einige Familienmitglieder vermittelten mir das Gefühl, dass ich mich aufdrängte und bei ihnen nicht willkommen sei. Das hat mich sehr traurig gestimmt, denn so konnte ich die Sendungen gar nicht mehr hören“, erzählt Stella. An einem Freitagabend rief Stella in der Sendung Friday Night Live an. Zum einen bat sie um Gebet für ihre Augen, zum anderen äußerte sie den Wunsch, wieder ein eigenes Radio zu besitzen. 100 km entfernt von Lilongwe saß das Ehepaar Blessings Nkhoma vor dem Radio. Als die beiden Stellas Bitte um ein Radio hörten, fühlten sie sich persönlich angesprochen. Sie nahmen sich fest vor, Stella ein Radiogerät zu besorgen, auch wenn sie die Frau gar nicht kannten. Ein Stück Unabhängigkeit zurückgeben Das TWR Büro in Lilongwe arrangierte ein Treffen zwischen Stella und dem Ehepaar. Als Stella zum Büro eingeladen wurde, freute sie sich sehr: „Ich konnte meinen Ohren nicht trauen, als ich hörte, dass jemand ein Radiogerät für mich gekauft hat. Ich habe meine Lieblingsprogramme schon einige Zeit nicht hören können.“ Sie dankte dem Ehepaar dafür, dass sie ihre Nächstenliebe ganz praktisch gezeigt und ihr ein Stück Unabhängigkeit zurückgegeben hatten. „Jetzt kann ich endlich wieder Radio hören, ohne dass ich meinen Nachbarn Unannehmlichkeiten bereite“, sagte sie. Einige Monate später beschloss Stella, von ihrem geringen Einkommen 10 Prozent an TWR zu spenden. So wie das Ehepaar Blessings Nkhoma ein Segen für Stella geworden war, wollte Stella diesen Segen an andere weitergeben.   Symbolbild: Blind durch Grauen Star - mit freundlicher Genehmigung von CBM. FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...