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© slasnyi / fotolia.com Nach wie vor wird Volksmusik von vielen Menschen belächelt und nicht ernst genommen. Doch die Einschaltquoten des „Musikantenstadl“ im ARD sprechen für sich. Am 16. November schauten laut ARD über 4,3 Millionen die aktuelle Sendung. Daniel Börnert, Herausgeber der kürzlich erschienen CD „Herzensgrüße vom Himmel“, wünscht sich in Gemeinden und Kirchen mehr Offenheit für Volksmusik. Er glaubt, dass hier ein großes missionarisches Potenzial liegt. ERF Online hat mit ihm gesprochen. Volksmusik trifft innere SehnsüchteERF Online: Herr Börnert, was ist denn das Hauptthema der ganz normalen traditionellen Volksmusik? Daniel Börnert: Ein klassisches Thema in der traditionellen Volksmusik ist immer die Schöpfung Gottes und die Schönheit von Musik, Mensch und Natur. Außerdem beschäftigt sich die traditionelle Volksmusik mit Themen wie Heimat, Zusammenhalt und Treue. Aber auch der biblische Dreiklang von Glaube, Liebe, Hoffnung ist häufig Thema. Generell zeichnen sich die Volkslieder ganz stark durch berührende Bilder und Geschichten aus.   ERF Online: Im Wikipedia-Artikel zur volkstümlicher Musik wird erwähnt, dass Volksmusik nicht selten Vorstellungen einer heilen Welt transportiert. Mir scheint, dass auch christliche Volksmusik vermittelt, das Leben wäre ein Kinderspiel. Verleitet sie zur Flucht vor der Realität? Daniel Börnert: Durch die angesprochenen Themen kann tatsächlich der Gedanke einer heilen Welt entstehen. Doch vielmehr spricht die christliche Volksmusik Sehnsüchte an. Glaube, Hoffnung und Liebe sind zentrale Sehnsuchtsthemen, die jeden Menschen berühren. Der Fokus der Texte sehr positiv und damit auch ein Abbild davon, was Gott uns an Schönheit anbietet.  ERF Online: Das hört sich etwas blumig an. Liefert Volksmusik denn auch praktische Tipps zur Lebensgestaltung? Daniel Börnert: Ja, das denke ich. Ich glaube zum Beispiel, dass durch die Emotionen des Liedes „Das alles hat Gott uns geschenkt“ von der volkstümlichen Gruppe „Die Schäfer“ Menschen ins Nachdenken  über Gott kommen. Ich weiß nicht, ob Volksmusik mehr tun muss. Auch Popmusik und andere Musikstile sollen in erster Linie unterhalten. Dennoch bin ich überzeugt, dass insbesondere durch authentische Künstler weiterführende Impulse durch Texte transportiert werden können.  ERF Online: Trifft Volksmusik eher auf eine Nische oder gibt es viele Volksmusikfans? Daniel Börnert: Sehr viele Menschen hören Volksmusik, deswegen geht Volksmusik uns Christen etwas an. 2011 gab es eine Studie in Deutschland, die aussagte, dass 9,3 Millionen Menschen mehrmals wöchentlich Volksmusik hören. Außerdem gab es bereits 2009 eine Studie vom Institut für Musiksoziologie in Wien, die offenlegte, dass es viele Menschen gibt, die zwar Volksmusik hören, aber nicht dazu stehen. Wahrscheinlich gibt es wesentlich mehr als 9,3 Millionen Menschen, die gerne Volksmusik hören. Es wäre toll, wenn wir Christen in diesem Bereich für uns das Potenzial entdecken und diesen Kanal der Musik stärker nutzen, um Menschen zu erreichen.  Christliche Volksmusik – ein TüröffnerERF Online: Wie bringen Sie Menschen durch die christliche Volksmusik mit dem Glauben in Kontakt? Daniel Börnert: Seit fünf Jahre bin ich beim christlichen Gästezentrum Schönblick in Schwäbisch Gmünd und konzipiere dort unter anderem jährlich eine Woche der Volksmusik. Zu dieser Woche kommen mittlerweile über 200 Menschen aus ganz Deutschland. Immer wieder sind auch Menschen dabei, die mit dem Glauben nicht so viel am Hut haben. Wir singen gemeinsam viel und denken über Themen rund um Bibel und Glaube nach. Die Resonanz ist gut, die Freizeit trifft auf großes Interesse. In den Gesprächen brechen Dinge auf, weil Menschen sich wohl fühlen und in der guten Atmosphäre offen sind. Christliche Volksmusik nimmt also an dieser Stelle die Rolle eines Türöffners ein. Zwar bietet die Musik erst einmal keine Antworten auf essenzielle Fragen, aber sie bietet eine Plattform, auf der dann ein tiefer Austausch über Gott und die Welt entstehen kann.  ERF Online: Sie selbst bieten Projekte in diesem Bereich an. Gibt es in Deutschland denn darüber hinaus Projekte, die den Ansatz des Türöffners für sich entdeckt haben?  Daniel Börnert: Leider gibt es hier nahezu keine vergleichbaren Projekte, doch mittlerweile spricht sich das Thema rum und es wird darüber berichtet. Gelegentlich werde ich angefragt, ob ich einen guten Künstler empfehlen kann. Gerne baue ich kleine Brücken, trotzdem sind es noch viel zu wenige. Vielleicht kann unsere Doppel-CD „Herzensgrüße vom Himmel“ christliche Volksmusik und mein Herzensanliegen dahinter noch weiter streuen. ERF Online: Inwiefern ist christliche Volksmusik eine Musikart, die nicht nur konsumiert, sondern auch aktiv praktiziert werden kann? Daniel Börnert: Volksmusik eignet sich gut zum Mitsingen, weil die Melodien eingängig und geläufig sind. Die meisten Lieder sind ohne große musikalische Hürden erlernbar, daher kann man auch mal ein beliebtes aktuelles Volkslied relativ leicht in den Gottesdienst einfließen lassen. Event- und Künstlermanager Daniel Börnert produziert u.a. die CD-Reihe "Herzensgrüße vom Himmel" bei Gerth Medien, die "Woche der Volksmusik" beim Christl. Gästezentrum Schönblick. Er ist auch selbst Musiker. Klassik und Lobpreis. Was ist mit Volksmusik? ERF Online: Warum wird dann christliche Volksmusik kaum in der christlichen Gemeindekultur praktiziert? Daniel Börnert: Kirchenmusik kommt ganz stark von der klassischen Musik her und hat sich in den letzten Jahren auch für Popmusik geöffnet. Volksmusik ist nach wie vor ein Tabuthema bei vielen Christen. Volksmusik wird zu Unrecht oft auf Schlager, Skihütte oder Bierzelt reduziert. Viele Christen wollen mit dieser Art von Musik nichts zu tun haben und halten deswegen generell Abstand zur Volksmusik. Dabei hat die traditionelle Volksmusik ihre Wurzeln im Kern dort, wo auch unsere Glaubens- und Kirchenlieder ihren Ursprung haben. ERF Online: Gemeinden und Kirchen bevorzugen eher Klassik und Lobpreis. Kann man überhaupt diese Musikstile mit Volksmusik zusammenbringen? Daniel Börnert: Das ist möglich. Es benötigt nur einen Schritt, um einem Lied eine volkstümliche musikalische Note zu geben. Es reicht schon, wenn in der Gemeinde nicht nur die Orgel, das Klavier oder die Gitarre zum Einsatz kommen, sondern zum Beispiel auch mal das Akkordeon oder eine Zither Platz bekommen. Die musikalische Klangfarbe macht schon eine Menge aus und ist ein bedeutender Schritt, um handgemachte Volksmusik im Gottesdienst den Raum zu geben. Der nächste Schritt betrifft das Repertoire der Lieder. Das Liedgut, das aktuell in Gemeinden gesungen wird, müsste erweitert werden, um neben traditionellen Glaubens- und Heilsliedern auch mal ein aktuelles Volkslied in den Gottesdienst zu bringen. ERF Online: Was fasziniert Sie persönlich an diesem Musikstil? Daniel Börnert: Schon als Kind habe ich Volksmusik gehört. Als ich dann Teenager wurde, habe ich damit pausiert, weil es uncool war. Doch mittlerweile fasziniert mich immer mehr, dass Volksmusik persönliche Fragen und Sehnsüchte in aller Schlichtheit und Klarheit anspricht. Außerdem gefällt mir das missionarische Potenzial, dass durch Volksmusik entfaltet werden kann. Gerade auch die Zeit mit den Volksmusikwochen auf dem Schönblick zeigt mir, dass dieser Musikstil nicht nur auf mich eine Faszination ausübt, sondern auch auf viele andere Menschen. Dieses Potenzial sollte von Christen angepackt werden. Ich will mich auf jeden Fall in diesem Bereich auch weiterhin einbringen. Volksmusik sollte bei Christen nicht tabu sein, weil christliche Botschaften sowohl in christlicher als auch in säkularer Volksmusik zu finden sind. ERF Online: Herzlichen Dank für das Gespräch. Weitere Artikel zum Thema Musik in Gemeinden: Zankapfel Musik FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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Wie aus einem tieffliegenden Flugzeug sah ich zunächst aus der Vogelperspektive ein unendlich weites Feld. Als ich näher kam erkannte ich, dass es aus lauter facettenartigen Räumen bestand, die in den buntesten Farben schimmerten. Die Räume waren nicht statisch, sondern wie pulsierende Zellen. Auf die Frage, was das sei, antwortete Gott: "Das sind die Räume in meinem Vaterherzen! Jeder Mensch hat hier einen Raum in meinem Innersten. Im nächsten Moment fand ich mich in einem dieser Räume wieder..."

Da sagte Gott: „Dies ist der Raum der Begegnung, dein Raum in meinem Vaterherzen. Du sollst wissen, dass Du einen festen Platz in meinem Herzen hast! Hier kommen nur Du und ich hinein! Und wir füllen den Raum mit dem Besonderen unserer Beziehung!" Wenn Ihr euch euren eigenen Raum der Begegnung anschauen könntet, würdet ihr sehen, dass die Wände voll mit Bildern sind; Bilder, in denen euch vertraute Situationen ablaufen. Wie eine Sammlung von Orten, an denen ihr schon einmal gewesen seid. Aber nur solche Orte, an denen ihr glücklich ward: perfekte Augenblicke eures Lebens!

Gott sagte dazu: „Glaube mir, mein Kind, es gibt keine perfekten Augenblicke ohne mich! Manchmal war Dir meine Gegenwart gar nicht bewusst. Oft warst Du mehr mit der Schönheit der Natur oder anderer Dinge beschäftigt, als an mich zu denken. Aber ich war dabei und habe diese Augenblicke mit Dir genossen. Und das macht sie zu vollkommenen Momenten Deines Lebens.“
Es würde Euch wahrscheinlich genauso gehen wie mir, dass Ihr euch gar nicht sattsehen könnt an all der Schönheit in diesem Raum. Der Raum war voller Bewegung und Dynamik, es gab keinen Stillstand, und doch strahlt alles Ruhe aus, kein Stress. Ich weiß nicht was Ihr sehen würdet, aber da wären bestimmt vertraute Klänge, Gerüche, Bilder voller positiver Assoziationen!

Und Gott sagt zu Euch: „Ja mein Kind, ich liebe deine Art, wie du lebst, mich liebst und anbetest. Das ist einzigartig. So, wie Du mich liebst mit all deinen Gaben und Talenten, kann mich kein anderer Mensch auf der Welt lieben!“ Ich empfinde bei diesen Worten eine solche Wertschöpfung und Achtung meiner Person, weil Gott alle Dinge in meinem Leben wichtig sind. Er wartet im Raum der Begegnung auf mich und will Gemeinschaft mit mir haben! Ist das nicht unglaublich? Der Schöpfer des Universums wartet auf mich und Dich?

Als nächstes sah ich das Vaterherz wieder aus der Vogelperspektive. Mir fiel auf, dass nicht alle Räume schillernd bunt und pulsierend waren, sondern geradezu blass und farblos. Gott sagte dazu: „Das sind die Räume, die nur selten betreten werden. Manche nur am Sonntag, andere nur an Weihnachten. Ich warte dort vergeblich auf meine Kinder.“

Und dann waren da Räume, die sich wie Nebel im Morgenlicht aufzulösen begannen. „Das sind die Räume“, sagte Gott, „die nie ein Mensch betreten hat. Ich habe dort alle Tage des Lebens auf meine Kinder gewartet, aber sie kamen nicht. Sie waren zu beschäftigt oder glaubten den Lügen über mich.“

Lasst uns nicht länger warten und zusehen, wie immer mehr Räume anfangen, sich aufzulösen! Vielleicht können die J-shirts für einen Menschen um Dich herum eine echte Chance sein, das erste Mal von unserem Vater im Himmel zu hören, der total verliebt auf ihn wartet...