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© SCM Collection Liebe, was ist das? Dieser Frage ist Christina Brudereck in Ihrem Gedichtband "Liebe und lass dich lieben" nachgegangen. Poetisch beschreibt sie in den einzelnen Gedichten die unterschiedlichen Formen der Liebe: die partnerschaftliche Liebe, die Freundschaft, die Liebe zu Gott und auch die Selbstannahme. Ein kleiner Auszug aus ihrem Buch. am Montagmorgen würden wirwie am ersten Tag ganz am Anfang, als Gott das Licht schufganz vorsichtig das Licht anmachenund um Gnade beten für alles, was wüst in uns und leerund ich würde dich anstrahlenund wir sagten Ja zueinander und zu Gott und zu dieser Welt und am Dienstagmorgen würden wirwie am zweiten Tag, als Gott Himmel und Erde schufals Erstes den Himmel für uns beschreibenund ein Klagelied singen über die Trennung von Himmel und Erdeund das würde die Entfernungen etwas heilen und am Mittwochmorgen würden wirweil Gott am dritten Tag das Grün schufim Park spazieren gehen und alle Bäume segnendie Eichhörnchen würden uns zum Lachen bringenund am Nachmittag gäbe es Apfelkuchenund wir bejahten uns und Gott und diese Welt und am Donnerstagmorgenals Gott die Sterne und den Mond schufwürden wir uns schon früh auf die Nacht freuenund dann würden wir Sterne zählenund von Abraham reden und vom Segenund dann lachte uns vielleicht der Mond anoder die Wolken wickelten ihn einund ich würde dich einwickelnerst um den kleinen Finger und dann ganz und am Freitagmorgen würden wir einmaljede und jeder für sich ganz in seinem Element seindenn Gott schuf die Vögel und Fischeund wir würden tanzen, vielleicht mit frisch geputzten Schuhenund ein Extragebet sprechen für alles, was lebt und am Samstagmorgen, als Gott die Menschen schufwürden wir Mann und Fraubeide ganz menschlichwürden Bilder der Liebe malen mit Worten, Lippen und Fingerspitzenund ein Lied singen auf Gott, der sich in uns spiegeltund wir sagten noch einmal Ja und am Sonntagmorgen, als Gott die Pause schufwürden wir ruhen und dann den ganzen Tag feiernund ganz laut Musik hören, das große Hallelujahund heute einmal nur Dankgebete sprechenund alle segnen, die wir liebenund wir wüssten, Gott sagt Ja zu uns und zur Liebe und zu dieser Welt Christina Brudereck: Liebe und lass dich lieben, SCM Verlag 2014, 72 Seiten, 15,95 Euro, ISBN: 978-3-7893-9705-9 FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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Wie aus einem tieffliegenden Flugzeug sah ich zunächst aus der Vogelperspektive ein unendlich weites Feld. Als ich näher kam erkannte ich, dass es aus lauter facettenartigen Räumen bestand, die in den buntesten Farben schimmerten. Die Räume waren nicht statisch, sondern wie pulsierende Zellen. Auf die Frage, was das sei, antwortete Gott: "Das sind die Räume in meinem Vaterherzen! Jeder Mensch hat hier einen Raum in meinem Innersten. Im nächsten Moment fand ich mich in einem dieser Räume wieder..."

Da sagte Gott: „Dies ist der Raum der Begegnung, dein Raum in meinem Vaterherzen. Du sollst wissen, dass Du einen festen Platz in meinem Herzen hast! Hier kommen nur Du und ich hinein! Und wir füllen den Raum mit dem Besonderen unserer Beziehung!" Wenn Ihr euch euren eigenen Raum der Begegnung anschauen könntet, würdet ihr sehen, dass die Wände voll mit Bildern sind; Bilder, in denen euch vertraute Situationen ablaufen. Wie eine Sammlung von Orten, an denen ihr schon einmal gewesen seid. Aber nur solche Orte, an denen ihr glücklich ward: perfekte Augenblicke eures Lebens!

Gott sagte dazu: „Glaube mir, mein Kind, es gibt keine perfekten Augenblicke ohne mich! Manchmal war Dir meine Gegenwart gar nicht bewusst. Oft warst Du mehr mit der Schönheit der Natur oder anderer Dinge beschäftigt, als an mich zu denken. Aber ich war dabei und habe diese Augenblicke mit Dir genossen. Und das macht sie zu vollkommenen Momenten Deines Lebens.“
Es würde Euch wahrscheinlich genauso gehen wie mir, dass Ihr euch gar nicht sattsehen könnt an all der Schönheit in diesem Raum. Der Raum war voller Bewegung und Dynamik, es gab keinen Stillstand, und doch strahlt alles Ruhe aus, kein Stress. Ich weiß nicht was Ihr sehen würdet, aber da wären bestimmt vertraute Klänge, Gerüche, Bilder voller positiver Assoziationen!

Und Gott sagt zu Euch: „Ja mein Kind, ich liebe deine Art, wie du lebst, mich liebst und anbetest. Das ist einzigartig. So, wie Du mich liebst mit all deinen Gaben und Talenten, kann mich kein anderer Mensch auf der Welt lieben!“ Ich empfinde bei diesen Worten eine solche Wertschöpfung und Achtung meiner Person, weil Gott alle Dinge in meinem Leben wichtig sind. Er wartet im Raum der Begegnung auf mich und will Gemeinschaft mit mir haben! Ist das nicht unglaublich? Der Schöpfer des Universums wartet auf mich und Dich?

Als nächstes sah ich das Vaterherz wieder aus der Vogelperspektive. Mir fiel auf, dass nicht alle Räume schillernd bunt und pulsierend waren, sondern geradezu blass und farblos. Gott sagte dazu: „Das sind die Räume, die nur selten betreten werden. Manche nur am Sonntag, andere nur an Weihnachten. Ich warte dort vergeblich auf meine Kinder.“

Und dann waren da Räume, die sich wie Nebel im Morgenlicht aufzulösen begannen. „Das sind die Räume“, sagte Gott, „die nie ein Mensch betreten hat. Ich habe dort alle Tage des Lebens auf meine Kinder gewartet, aber sie kamen nicht. Sie waren zu beschäftigt oder glaubten den Lügen über mich.“

Lasst uns nicht länger warten und zusehen, wie immer mehr Räume anfangen, sich aufzulösen! Vielleicht können die J-shirts für einen Menschen um Dich herum eine echte Chance sein, das erste Mal von unserem Vater im Himmel zu hören, der total verliebt auf ihn wartet...