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Motto des Tages

Es ist kein Fels, wie unser Gott ist.
Jesus spricht: Wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.

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© Claas Kaeseler / ERF Medien ERF Fernsehredakteur Claas Kaeseler ist als Reisebegleiter auf einer Rundreise durch Indien mit dem Reiseunternehmen "Tour mit Schanz" unterwegs. Gemeinsam mit dem Ehepaar Schanz leitet er die kleine Reisegruppe. Die Tour führt ihn und seine Gruppe nicht nur an touristisch interessante Orte Indiens, sondern auch zu den Einrichtungen der Kinderheime Nethanja Narsapur der Christlichen Mission Indien. Für ERF Online berichtet Claas Kaeseler darüber, was er auf seiner Reise durch das Land der Gegensätze erlebt. Tag 5 – Bei „Unberührbaren“ zu BesuchMir gehen die Superlative aus. Gestern dachte ich noch, die abendliche Begrüßung ist nicht mehr zu steigern. Nur 24 Stunden später hat mich Indien eines besseren belehrt. Heute standen „nur“ zwei Punkte auf dem Programm: Der Besuch von Wildberg Village und einem Slum in Vishakapatnam. In beiden Orten ist Nethanja mit verschiedenen Angeboten aktiv. Wildberg Village ist nicht nur aufgrund des Namens besonders. In dem Dorf gibt es eine Art unsichtbarer Trennlinie. Auf der einen Seite leben die Inder der höheren Kasten, auf der anderen die Inder der untersten Kaste, der Kaste der „Unberührbaren“. Kontakt zwischen den beiden „Ortsteilen“ gibt es nicht. Es gibt zwei Brunnen – auf jeder Seite einen. Den „Unberührbaren“ ist es verboten, den Brunnen des anderen Teils zu benutzen. „Unberührbare“ gelten in Indien als unrein und unheilig. Man glaubt, dass der Kontakt mit ihnen Unglück bringt. Doch schlimmer noch: Die „Unberührbaren“ in diesem Dorf sind faktisch Sklaven der oberen Kasten. Sie sind hoch verschuldet und können diese Schuld nur durch Fronarbeit loswerden. Meistens reicht ein Leben dafür nicht. Die einzige Hoffnung für sie besteht darin, losgekauft zu werden. Wir betreten das Dorf und sind wieder die „Attraktion des Jahres“. Ich kann die Hände, die ich schüttele, kaum zählen. Ich versuche, allen ein Lächeln zu schenken und spreche für viele in Gedanken ein Gebet. Es gibt eine kleine Dorfführung und dann nehmen wir an einer besonderen Feier teil ‒ einer Abschlussfeier. Rund zehn Mädchen aus dem Dorfteil der „Unberührbaren“ haben im letzten Jahr schneidern gelernt. Heute ist ihr großer Tag. Sie bekommen ihre Abschlussdiplome – und wir dürfen sie ihnen überreichen. Eine echte Ehre! Ich werde gebeten, ein Grußwort zu sprechen. Ich wusste bis kurz vor der Feier nichts davon. Aber ich rede gerne und viel, daher fällt mir das nicht schwer. Überraschenderweise ist der Bürgermeister des anderen Dorfteils auch gekommen. Der Grund dafür sind sicher wir Europäer. Aber dass er überhaupt diesen „verbotenen“ Teil des Dorfs betritt, werte ich als kleinen Abbau großer Schranken. Die Mädchen freuen sich über die Diplome und ich bin dankbar: Einerseits für die Arbeit von Nethanja, die den Menschen in diesem Dorf Hoffnung und eine Zukunft schenkt; andererseits darüber, dass ich Teil dieser Feier sein und sogar ein Diplom übergeben darf. Das erlebe ich als unverdiente Gnade. Gebet im Aids-KrankenhausNach der Mittagspause geht es weiter in einen der über 130 Slums von Vishakhapatnam. Wir werden wie immer von vielen Kindern begrüßt. Wieder schüttele ich unzählige kleine Hände. Das Strahlen der Kinder lässt auch mich strahlen. Ich bin dankbar, mit dieser Kleinigkeit Menschen eine Freude zu machen. In Indien gelten hellhäutige Menschen als besonders. Dass jemand zu ihnen ins Slum kommt und ihnen sogar die Hand schüttelt, ist für diese Kinder etwas Besonderes. Es berührt mich sehr, als die ersten Kinder und Erwachsenen mich um ein Gebet bitten. In Indien ist Religiosität so normal wie Essen und Trinken. Es ist ein ganz natürlicher Bestandteil des Lebens. Gerne erfülle ich die Bitte um Gebet. Ich kenne diese Menschen zwar nicht, aber ich kann ihnen Gottes Segen zusprechen. Ich bin dankbar dafür, zu Gott für diese Menschen beten zu können. Ich habe sonst nicht viel zu geben, aber beten – das geht immer. Nach einer Runde durch den Slum endet unsere Route in einem Krankenhaus. Es sind nur Kinder und Frauen dort. Als Bischof Dr. Singh Kompanamalli uns darüber aufklärt, warum die Kinder und Frauen hier sind, schnürt es mir Herz und Kehle zu. Die Kinder haben beide oder einen Teil ihrer Eltern durch AIDS verloren. Einige Kinder werden uns mit Namen vorgestellt. Ich kann die Tränen kaum zurückhalten, als ich höre, dass diese Kinder ebenfalls den AIDS-Virus in sich tragen. Das ist nicht fair! Sie sind so jung und haben eigentlich keine Hoffnung mehr auf ein langes Leben. Ich kann es kaum fassen. Wieder bin ich dankbar, dass ich für diese Kinder beten kann. Nachdem der offizielle Teil des Besuchs beendet ist, knie ich mich hin und fange an, für ein Mädchen zu beten. Wieder kann ich die Tränen nicht zurückhalten. Aber es ist mir egal. Ich will, dass dieses Mädchen weiterlebt – lange und glücklich. Und genau dafür bete ich. Immer mehr Kinderhände strecken sich nach mir aus. Ich bete und segne, so lange man mich lässt. Die anderen Teilnehmer der Reise machen das auch so. Aber die Zeit ist zu knapp bemessen. Schweren Herzens trenne ich mich von den Kindern. Ich habe vielleicht einen kleinen Glauben, aber einen großen Gott. Am Abend haben wir dann noch ein kleines „get-together“ mit allen Waisenkindern und Mitarbeitern von Nethanja-Vishakhapatnam. Es wird ein wunderschöner und unvergesslicher Abend. Wir essen zusammen, verständigen uns mit Händen und Füßen. Am Ende wird sogar getanzt. Zum Abschluss des Abends heißt es für mich: Bibel studieren. Ich darf morgen beim großen Gottesdienst eine Predigt halten. Ich bin aufgeregt, denn vor so einer großen Gruppe spreche ich nicht jeden Tag. Ich habe beschlossen, von meinem Weg zu Gott zu berichten. Die Geschichte kenne ich ganz gut – da sollte nichts schiefgehen. Tag 6 – Ein dreistündiger Gottesdienst und gelber NagellackGemessen an den bisherigen Erfahrungen ist der heutige Tag regelrecht entspannt. Morgens um sieben Uhr dürfen wir bei der Taufe dabei sein. Jeden Monat findet in Vishakhapatnam eine Taufe statt. Heute Morgen lassen sich 80 bis 90 Leute taufen. Im letzten Jahr waren es 2000 Menschen, die diesen Schritt gewagt haben – und das meine ich wörtlich. In Indien muss man nämlich mit Benachteiligungen rechnen, wenn man Christ wird. Umso eindrücklicher ist die Freude der Täuflinge. Um zehn Uhr ist der Gottesdienst. Er dauert läppische dreieinhalb Stunden. Ich war nervös wegen meiner Predigt, aber es läuft gut. Nach dem Mittagessen begutachten wir die Arbeit hier direkt im Missionszentrum. 70 bis 80 Waisenkinder – alles Jungen - schlafen direkt auf dem Gelände. Die Jungen freuen sich über unseren Besuch und strahlen über das ganze Gesicht. Leider haben wir keine Zeit zum gemeinsamen Fußballspielen. Aber wenigstens kann ich mit den Kindern Fotos machen. Sie sind begeistert, wenn sie sich selbst sehen. Auf dem Gelände finden auch blinde Menschen Arbeit. Sie machen Fußabtreter oder stellen Kreide für die Schule und Wachskerzen her. Hier wird ihnen neue Hoffnung gegeben. Das begeistert mich. Außerdem befindet sich eine Bibelschule auf dem Gelände, in der 24 Stunden am Tag für Gebetsanliegen gebetet wird. Danach geht es zu einem zweiten Gelände. Dort werden Witwen versorgt. Witwen sind in Indien gleich doppelt gestraft: Nicht nur verlieren sie ihren Mann und Versorger, sie müssen nach einer Woche auch sämtlichen Schmuck abgeben, einen weißen Sari tragen und gelten fortan als Unglücksträgerinnen. Sogar bei der Hochzeit der eigenen Kinder sind sie unerwünscht und so faktisch Ausgestoßene. Bei Nethanja werden sie aufgenommen und bekommen eine neue Familie. Alle wollen, dass ich sie segne oder ein Gebet für sie spreche. Die Dankbarkeit, die mir entgegenschlägt, ist wieder kaum zu fassen. Danach sind die Mädchen im Waisenheim dran. Shilpa, Brahmina, Vara und Karuna habe ich gestern schon kennengelernt. Sie finden mich sofort und zeigen mir ihr Schlafzimmer. Zu acht schlafen sie auf 16 bis 20 Quadratmetern. Ein eigenes Bett haben sie nicht, dafür aber eine eigene Kiste. Voller Freude zeigen sie mir ihr Shampoo, ihre Seife, ihren Nagellack und Jesus-Bilder. Nachdem ich ihnen gesagt habe, dass Gelb eine meiner Lieblingsfarben ist, bekomme ich Nagellack aufgetragen. Mein linker, kleiner Finger leuchtet danach ganz gelb. Aber die Freude der Mädchen war es mir wert. Wie einfach es manchmal ist, jemandem eine Freude zu machen.   FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...