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© BEMPhoto / Fotolia.com Schulaufgaben, Tanken, lange Autofahrten: Alles Dinge, die viele Jahre in den Traditionen der alt-reformierten Kirche sonntags verpönt wurden. Ihnen war es wichtig, dass dieser Tag einen besonderen Stellenwert hatte und sich Menschen bewusst Zeit für Gott und Ruhe nahmen. Doch was gut klingt, kann schnell zu einer einengenden Regel werden. Walter Hilbrands, Studiendekan in der Freien Theologischen Hochschule in Gießen, war selbst viele Jahre in der alt-reformierten Kirche. Heute lebt er den Sonntag viel freier. ERF Online hat ihn interviewt. ERF Online: Herr Hilbrands, Sie sind in der alt-reformierten Kirche groß geworden und dementsprechend haben Sie auch erlebt, dass der Sonntag einen besonderen Stellenwert hatte. Gab es Dinge, die Sie als Jugendlicher oder Teenager am Sonntag nicht tun durften? Walter Hilbrands: Die beiden Gottesdienste am Sonntag standen bei uns an oberster Stelle. Am Sonntag nahmen wir uns Zeit für die Familie, machten Ausflüge oder Verwandtenbesuche. Gartenarbeit, Einkauf und Schularbeiten ließen wir an diesem Tag liegen. Generell taten wir nichts, wofür andere Menschen hätten arbeiten müssen. Aus diesem Grund haben wir beispielweise am Sonntag auch nicht getankt. Klare Regeln bestimmen den SonntagERF Online: Wie haben Sie das Problem dann geklärt, wenn Sie gerade am Sonntag verreisen wollten und nicht schon am Tag vorher getankt hatten? Walter Hilbrands: Wir planten unsere Reisen im Vorfeld so ein, dass wir am Sonntag keine langen Autofahrten machen mussten. Wir versuchten am Sonntag alles zu vermeiden, was man auch an einem anderen Tag erledigen könnte. Mein Großvater war Landwirt und holte am Sonntag trotz schönen Wetters nicht Heu oder Ernte ein und erntete auch nicht. Das war ihm ganz wichtig, denn dadurch unterschied sich für ihn der Sonntag grundlegend von anderen Tagen. ERF Online: Empfanden Sie diese Regeln als einengend? Walter Hilbrands: Nein, für mich war das normal. Ich habe es nicht hinterfragt. Es gehörte zur christlichen Erziehung und zu meinem Glauben. ERF Online: Wie wirkte sich der besondere Stellenwert des Sonntages auf Ihre Familie aus? Walter Hilbrands: Meine Eltern hatten zwar ein Geschäft, aber am Wochenende hatten sie wirklich Zeit für uns. An diesem Tag konnten wir etwas Schönes unternehmen, spazieren gehen und liebe Menschen besuchen. Auf diese Art und Weise haben wir den Sonntag positiv gefüllt, das empfand ich als sehr hilfreich und angenehm. ERF Online: Durften Sie sonntags mit Ihren Kumpels Fußball spielen?   Walter Hilbrands: Ich durfte mich schon mit Freunden treffen, tat es aber trotzdem lieber mit der Familie. Denn meine Freunde konnte ich auch in der Woche treffen, am Sonntag war dann die Familie dran. ERF Online: Was für den Einen eine hilfreiche Grenze ist, kann für den Anderen zu einer Mauer werden, die ihn blockiert und einschränkt. Kennen Sie Beispiele von Menschen, denen diese Regeln zu eng waren? Walter Hilbrands: Ja, es gab Teenager und Jugendliche, die aus dieser Enge ausgebrochen sind. Sie brauchen eigentlich feste und verbindliche Regeln, an denen sie sich orientieren können. Aber wenn sie größer werden, benötigen sie mehr Freiraum, damit sie sich aus freien Stücken für etwas entscheiden können. Ich stelle es auch bei der Erziehung meiner Kinder fest. Sie dürfen mittlerweile selbst entscheiden, ob sie einen Gottesdienst besuchen und zu welchem sie gehen wollen. Natürlich können wir ihnen als Eltern etwas raten oder unsere Meinung sagen, doch wir lassen sie immer selbst entscheiden. Wichtig ist, ihnen den Glauben authentisch vorzuleben. ERF Online: Bei klar formulierten Regeln gibt es immer Grauzonen, die nicht klar zuzuordnen sind. Häufig werden diese Fragen kontrovers diskutiert. Wie hat Ihre Gemeinde diese Fragen aufgefangen? Walter Hilbrands: Es gab durchaus Leute in unserer Gemeinde, die viele Dinge äußerst eng gesehen haben. Andere wiederum sahen es entspannter und nahmen sich größere Freiräume. Es war hilfreich, dass wir in Jugendstunden oder Hauskreisen die Möglichkeit hatten, miteinander ins Gespräch zu kommen und über die verschiedenen Themen zu sprechen. Es war gut voneinander zu lernen, die Beweggründe des Anderen zu verstehen und ihn auch mit seiner eigenen Auffassung stehen zu lassen. Wir haben uns damals nicht gegenseitig den Glauben abgesprochen und das ist weise, schließlich gibt es auch in der Bibel keinen genauen Katalog mit Dingen, die man tun darf oder auch nicht. Unsere Grundlage war unser gemeinsamer Glaube an unseren Herrn Jesus, da konnte man in einzelnen Fragen rund um den Sabbat auch unterschiedlicher Auffassung sein. „Vieles war bloße Tradition.“ ERF Online: Heute sind Sie nicht mehr in der alt-reformierten Kirche. Inwiefern hat sich Ihr Verständnis vom Sonntag mit der Zeit geändert? Walter Hilbrands: Als Theologe habe ich meine eigene Persönlichkeit und meine Frömmigkeit reflektiert. Vieles davon war bloße Tradition. Ich bin auf einige Stellen im Neuen Testament gestoßen, in denen Paulus sagt, dass für einen Christen alle Tage gleich sind. Dabei denke ich zum Beispiel an Kolosser 2,16 oder Römer 14,5. Gott beschenkt uns mit einer großen Freiheit und dabei ist mir wichtig zu fragen: „Mit welcher Motivation mache ich das oder ist das nur eine Gewohnheit?“   ERF Online: Jetzt einmal zur Praxis: Mähen Sie beispielweise auch sonntags den Rasen? Walter Hilbrands: Das tue ich nicht. Ich bin überzeugt, dass wir auch als Christen einen anderen Lebensstil brauchen. Mein Körper braucht Erholung. Ich bin keine Maschine, die sieben Tage durcharbeiten kann. Und das Wort Sabbat heißt im Hebräischen nicht nur Ruhen im Sinne von etwas weniger machen, sondern wirklich aufhören, beenden. Wir brauchen diesen Wechsel von Arbeit und Ruhe. Das ist wichtig, um sich beispielweise vor einem Burnout zu schützen. ERF Online: Wie gestalten Sie persönlich Ihren Sonntag? Walter Hilbrands: Der Gottesdienst steht im Zentrum. Dadurch, dass wir nichts machen, was mit körperlicher Anstrengung zu tun hat, können wir ihn wirklich genießen. Wir gestalten ihn anders als die übrigen Tage, wir nehmen uns Zeit für die Familie, machen eine kleine Unternehmung, wir besuchen Freunde, gehen unseren Hobbies nach und füllen den Tag positiv. Sonntag ist nicht ein Tag, an dem man etwas nicht darf, sondern es ist ein Tag, den man ganz anders gestalten darf.   ERF Online: Sehen Sie im Sonntag eine besondere Chance, mit Gott Gemeinschaft zu haben? Walter Hilbrands: Am Sonntag nehme ich mir Zeit zum Bibellesen und zum Beten. Natürlich tue ich das auch an anderen Tagen, aber gerade am Sonntag habe ich noch mehr Zeit dafür. Ich kann mein Leben überdenken und mich neu auf Gott ausrichten. Ich habe Zeit auszuruhen, innezuhalten und vor dem Angesicht Gottes geistliche Dinge zu durchdenken oder auch ein geistliches Buch zu lesen. Walter Hilbrands ist Hochschuldozent für Altes Testament an der FTH Gießen. „Ich lebe heute stärker aus der Freiheit.“ERF Online: Früher hatten Sie klare Vorgaben, was Sie am Sonntag nicht tun sollten. Wie hat sich Ihre Wahrnehmung des Sonntages geändert? Walter Hilbrands: Ich lebe stärker aus der Freiheit. Ich kann entscheiden, wie ich den Sonntag gestalten möchte. Dabei stelle ich fest, dass der Sonntag eine große Chance ist, um zur Ruhe zu kommen und sich zu erholen. Ich brauche diesen Wechsel von Anspannung und Entspannung, von Anstrengung und Erholung. Ich sehe am Sonntag nicht mehr in erster Linie die Verbote, sondern viel eher die Chancen. Gott gibt mir die Chance, diesen Tag völlig anders zu gestalten. ERF Online: Wie können positive Erfahrungen mit dem arbeitsfreien Tag an andere Menschen weitergegeben werden?  Walter Hilbrands: Am Sonntag wird unser Haus nicht geputzt, der Rasen nicht gemäht, das Auto nicht gewaschen und auch keine Einkäufe erledigt. Ich denke, schon allein damit setzen wir in unserer Umgebung ein Zeichen. Wir zeigen damit, dass der Sonntag für uns ein besonderer Tag ist. Ein Tag, an dem die Familie im Zentrum steht und wir Zeit für Gott haben. ERF Online: Welche Konsequenzen sehen Sie in der Entscheidung, den Sonntag anders als einen Werktag zu gestalten oder eben nicht? Walter Hilbrands: Es gibt viele Menschen, die immer durcharbeiten und sich nie Ruhe gönnen. Dadurch sind sie ständig gestresst und unzufrieden. Ich merke, dass ich gerade durch den Wechsel von Arbeit und Erholung reich beschenkt bin. Das Leben wirkt abwechslungsreich, interessant und die Arbeit macht wieder mehr Spaß. Am Wochenende tanke ich neue Motivation und meine Kreativität wird gefördert. Wir sind keine Maschinen, die immer nur Leistung bringen können. Gott beschenkt uns gerade am Sonntag mit Freiheit. Er reißt uns den Horizont auf, führt uns in die Weite. Wir kommen zur Ruhe und lernen unser Leben ganz neu schätzen. Daher ist der Sonntag keine verlorene Zeit. ERF Online: Herzlichen Dank für das Interview. Weitere Artikel zum Thema Sonntag: Der Sonntag ist kein Werktag (Kommentar) Sonntagsglück (Interview) Auch Ruhe gehört in den Terminkalender (Interview) FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...