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© robyelo357 / fotolia.com Wir hatten es an der viel befahrenen Straße gut hinter einer Hecke versteckt, damit es ja keiner findet. Wir waren mit dem Kinderfahrrad in der Stadt unterwegs gewesen, aber mein vierjähriger Sohn hatte den Rückweg einfach nicht mehr geschafft. Zu steil führt der Weg bergauf. Wir mussten das Fahrrad zurücklassen und später mit dem Auto abholen. Ein Fahrradschloss hatte es nicht.Meinem Sohn lag eine Menge an seinem Fahrrad: "Was, wenn meinem Fahrrad was passiert?" - dieser Gedanke ließ ihn einfach nicht los. Was sollte ich tun - ihn überzeugen, dass um diese Uhrzeit sowieso niemand vorbei kommen würde? Dass kaum jemand ein altes Kinderfahrrad stehlen wollte? Dass "es schon gutgehen" würde? Ich setzte alles auf eine Karte und schlug vor, gemeinsam dafür zu beten, dass Gott auf das Fahrrad aufpassen möge. Darf ich so beten? Darf ich Gott als Ersatz für ein Fahrradschloss benutzen? Darf ich meinem Kind so eine "primitive" Vorstellung von Gott vermitteln?Ja, davon bin ich fest überzeugt. Denn wie soll mein Sohn seinem Vater im Himmel vertrauen lernen, wenn ich so lebe als gäbe es ihn nicht? Wenn ich meine Probleme löse, ohne Gott dabei einzubeziehen? Wieviel wäre mein Glaube wert, wenn er immer Sicherheitsabstand zu meinen kleinen Problemen des Alltags einhielte?Gott hat mich nicht hängen lassen: das Fahrrad stand noch hinter der Hecke, als ich es eine halbe Stunde später abholen wollte. Natürlich hätte das Fahrrad weg sein können, Gott hätte das Gebet nicht erhören müssen. Irgendwann muss ein Kinderglaube so reif werden, dass er auch nicht erhörte Gebete verkraftet. Aber das kann er nur, wenn das Grundvertrauen gelegt ist, wenn er Gott alles zutraut.Kinder sind bereit, Gott einen großen Vertrauensvorschuss einzuräumen. Egal ob mit Worten oder im Verhalten - wehe uns Erwachsenen, wenn wir ihnen ständig unser ach so aufgeklärtes "Aber" entgegenhalten! Wir sollten lieber von unseren Kindern lernen, wie man Gott vertraut.Denn ihnen gehört das Himmelreich. FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...