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© Cla78 - Fotolia.com Wir wissen, was eine Krankheit ist, wenigstens ungefähr. Aber wissen wir auch, was Gesundheit ist? Wir wissen, was ein Unglück ist, meist ziemlich genau. Aber wissen wir auch, was Glück ist? Bei der Gesundheit hilft uns die Weltgesundheitsorganisation: Gesundheit ist „ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens“. Eine Weltglücksorganisation gibt es nicht. Zum Glück. Denn nun müssen wir uns selber auf Spurensuche begeben. Was ist Glück? Das Nachrichtenmagazin Focus hat vor ein paar Jahren Prominente gefragt. Für eine TV-Talkerin war Glück „Familie plus Erfolg“. Für einen Politiker „alle Filme von Laurel und Hardy auf DVD“. Und für einen Schriftsteller ganz schlicht der „gelungene Satz“. Aber wenn der Erfolg ausbleibt? Oder die Familie? Wenn die DVDs Schrammen bekommen? Oder wenn auf den einen gelungenen Satz viele misslungene folgen? Ist das, was wir für Glück halten, nicht häufig genug bestenfalls ein Glückchen? Ein gefährdetes, vergehendes Glückchen? Die biblische Losung, die über dem neuen Jahr steht, behauptet, dass es mehr gibt. Wirkliches Glück. Und sie verrät, wo es das gibt. Bei Gott. Luther hat diesen Vers aus Psalm 73 so übersetzt: „Das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte.“ Das klingt für manchen Bibelleser vertrauter. Aber vielleicht erreicht die Formulierung, für die sich die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen entschieden hat, ganz neu unser Herz. Und wir begreifen: Gott ist nicht nur Freude. Er ist Glück. Und jeder, der sich an ihn hält, ist ein Glückskind. Weil er seine freundliche Fürsorge genießen kann. Im warmen Nest seiner Liebe zuhause ist. Die Weite seines Himmels atmet. Und weiß: Das alles ist unvergänglich. Denn was Gott schenkt, ist wie er: Ewig. Ich wünsche Ihnen ein glückliches Jahr! Ihr FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...