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© Presidência da Republica/Roberto Stuckert Filho / Wikimedia Commons / CC BY 3.0 BR Das Time Magazine hat gewählt: Papst Franziskus ist die Persönlichkeit des Jahres. Das Wesen, Reden und Handeln des neuen Papstes hat die Redaktion dazu bewogen, ihn noch vor Edward Snowden (Platz 2), Edith Windsor (Platz 3) und Bashar Assad (Platz 4) zum einflussreichsten Menschen des Jahres zu küren. Zur Erinnerung: Hier stehen nicht die guten Motive oder Leistungen der Personen im Fokus der Jury, sondern in erster Linie der Grad ihres Einflusses auf die Menschheit. Wie sonst können Personen wie ein Kirchenoberhaupt, ein Geheimnis-Ausplauderer, eine Aktivistin für Homo-Rechte und ein Tyrann in einem Atemzug genannt werden? Wer ist Jesus denn nun?Wenn ich ehrlich bin, bedeuten mir die Personen des Jahres 2013 unterschiedlich viel und ihr großer Einfluss ist an einigen Stellen massiv an mir vorbeigegangen. Trotzdem stelle ich mir in einem rückblickenden Moment die Frage: Wer hat mich in diesem Jahr besonders geprägt? Wie ein Kind in einer Kinderstunde auf fast jede Frage mit „Jesus!“ antwortet, möchte auch ich dies gerne mit der gleichen, naiven Selbstverständlichkeit sagen. Aber ist dem so? Sehe ich mir die Beschreibungen der einflussreichsten Menschen 2013 an, werde ich teilweise an die vielen Bücher erinnert, die ich in diesem Jahr über Jesus gelesen habe. So unterschiedlich wie die Autoren sind auch ihre christologischen Ansichten gewesen. Hier ist Jesus der Friedensfürst, dort der Revolutionär. Hier beschreibt man ihn als sanften Aktivisten, dort als knallharten Oppositionsführer. Wie guter Einfluss zustande kommtIn einem Gespräch zwischen Jesus und seinen Jüngern sagt es Petrus auf Nachfrage des Herrn sehr frei heraus, wer Jesus ist: „Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin? Petrus aber antwortete und sprach: Der Christus Gottes.“ (Lukas 9,20). Das ist Jesus – der von Gott gesandte Retter. Auch für mich. Alle Zusätze, die man ihm in Predigten und Büchern gibt, können nur ein subjektives Empfinden von dem abbilden, wer Jesus tatsächlich ist. Deshalb ist Jesus meine Person des Jahres und wird es auch im nächsten Jahr sein. Denn er kam ganz persönlich für mich, um mir da zu begegnen, wo ich stehe. Ihn interessieren meine Herausforderungen, meine Sorgen, meine Nöte, aber auch was mich freut oder überrascht. Das kann keine der Personen des Jahres 2013 leisten. Der ein oder andere unter ihnen vertritt vielleicht eine gute, christliche Idee. Aber wirklicher Einfluss auf mein Leben entsteht nur in einer persönlichen Beziehung – und die habe ich nicht zum Papst, sondern zu Jesus Christus. FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...