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Motto des Tages

Es ist kein Fels, wie unser Gott ist.
Jesus spricht: Wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.

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© humedica Seit knapp drei Wochen ist Dr. Margrit Wille wieder in Deutschland. Die Palliativmedizinerin war am 8. November mit fünf weiteren Ärzten zum Nothilfeeinsatz auf die Philippinen geflogen. Es war ihr dritter Einsatz in diesem Jahr. ERF Online berichtet sie von den bleibenden Eindrücken. ERF Online: Der Einsatz auf den Philippinen liegt schon wieder einige Wochen zurück. Begleiten Sie die Eindrücke noch? Dr. Margrit Wille: Auf jeden Fall. Ich denke darüber nach, wie es sich dort entwickelt hat und weitergeht. Aber die Kommunikation nach außen ist immer noch sehr problematisch. Am meisten würde mich interessieren, ob das Krankenhaus inzwischen besser funktioniert. Das Dach war völlig zerstört, und wir haben die Toilettenrohre von oben zugestopft, damit das Wasser da nicht immer runterlaufen konnte. In Kürze erscheinen sicher wieder neue Berichte auf der Homepage von humedica, da werde ich mich dann informieren. ERF Online: Sie waren zwei Wochen vor Ort. Wie haben Sie es geschafft, durchzuhalten? Dr. Margrit Wille: Von meinen vorigen Einsätzen wusste ich, was uns erwartet, und es war klar, dass wir nach zwei Wochen wieder gehen. Aber eine anständige Kondition muss man schon mitbringen. Wenn man Schwierigkeiten mit Knochenbrüchen oder Krankheiten hat, ist es ungünstig, da mitzumachen. ERF Online: Haben Sie dazu eine spezielle Katastrophenausbildung gemacht? Dr. Margrit Wille: Ich habe 2012 ein einwöchiges Training bei humedica in Kaufbeuren absolviert. Dort wurden wir in Tropenmedizin ausgebildet und mussten einen Krisenfall simulieren. Wir haben eine mobile Klinik aufgebaut und die Behandlungen geprobt. Dann wurden wir überfallen, damit man alle Situationen mal durchgespielt hat. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass jemand in unserem Auto eine Pistole deponiert hatte. Als wir in der Simulation von einer Rebellengruppe angehalten wurden, mussten wir erklären, warum wir die Pistole bei uns hatten. Weil die Rebellen uns die Geschichte nicht glaubten, haben sie unseren Fahrer „erschossen“. Man glaubt gar nicht, wie ernst einem so ein Training auf einmal vorkommt. Ich musste mich zusammennehmen, um ruhig zu bleiben. Aber ich finde es sehr, dass man auf all diese Dinge vorbereitet ist, damit man sich nicht falsch verhält und womöglich das ganze Team gefährdet. Zwei Wochen in denselben Kleidern ERF Online: Wie haben Sie es geschafft, zu helfen, ohne sich von der Not überwältigen zu lassen? Dr. Margrit Wille: Ich habe den Vorteil, dass ich Palliativmedizinerin bin, und das ist ebenso eine ständige Notsituation. Da betreut man Menschen, die meistens aufgrund von Krebserkrankungen kurz vorm Sterben stehen und sehr leiden. Teilweise haben sie entstellende Erkrankungen und starke Schmerzen. Das bereitet einen gut auf einen Katastropheneinsatz vor. ERF Online: Was hatte sich verändert, als Sie wieder abgereist sind? Dr. Margrit Wille: Die Hilfe war besser organisiert. Anfangs haben wir selbst überlegt, wo wir den Menschen am besten helfen können. Aber schon nach kurzer Zeit fand jeden Morgen ein UN-Treffen statt, bei dem die Hilfseinsätze koordiniert wurden. ERF Online: Wie haben Sie sich gefühlt, als Ihre zwei Wochen um waren? Dr. Margrit Wille: Ich wusste ja, dass das Nachfolgeteam inzwischen eingetroffen war. Als wir gegangen sind, wurde die Lücke sofort geschlossen. Zum einen war ich dankbar, dass ich nach zwei Wochen in denselben Kleidern endlich etwas anderes anziehen konnte. Zum anderen realisierte ich, dass die Leute außerhalb des Katastrophengebiets ganz andere Interessen als wir hatten. Wir haben uns immer nur Gedanken gemacht, wie wir genug Medikamente bekommen und die Menschen versorgen können. Zurück in Deutschland habe ich festgestellt, dass in den Nachrichten nicht mehr viel von den Philippinen berichtet wird. ERF Online: Wie geht man in Manila mit der Katastrophe um? Dr. Margrit Wille: Die Philippinos sind natürlich sehr am Schicksal ihrer Landsleute interessiert. Trotzdem hat man in Manila gemerkt, dass dort wieder Leben stattfand. Wir konnten nachts Licht anmachen oder auf den „automatischen Eimer“ gehen. Ich war gar nicht mehr gewohnt, dass man auf der Toilette keinen Eimer zum Spülen benutzen musste. Es muss noch viel getan werden ERF Online: Werden Sie oft auf den Hilfseinsatz angesprochen? Dr. Margrit Wille: Ja, bis 2011 hatte ich eine große Praxis und viele meiner ehemaligen Patienten haben in der Zeitung von dem Einsatz erfahren. Sie waren ganz begeistert und wollten wissen, wie das genau war. Manche haben gefragt, wo sie spenden können. Das ist natürlich toll, denn was jetzt gebraucht wird, ist Geld, Geld und nochmals Geld. Alles ist zerstört und muss wieder aufgebaut werden. Die bisherige Hilfe war nur ein Tropfen auf den heißen Stein. ERF Online: Wann wird das Krankenhaus wieder einsatzbereit sein? Dr. Margrit Wille: Als ich gefahren bin, war das noch völlig offen. In Manila trafen wir einige Techniker, die gerade auf dem Weg nach Tacloban waren. Das Krankenhaus braucht ein neues Dach und die Wasserleitungen müssen repariert werden. An sich ist das ein sehr modernes Krankenhaus, es hat sogar einen CT-Bereich (Computer-Tomographie) und eine Röntgenabteilung. Wenn das alles wieder funktioniert, wäre es für Tacloban eine große Hilfe.  ERF Online: Wie ging es bei Ihnen weiter? Sind Sie gleich wieder zur Arbeit gegangen? Dr. Margrit Wille: Es war für mich selbstverständlich, dass ich sofort wieder voll arbeite. Das muss einfach sein, denn die Palliativmedizin ist ein belastender Job. Ein Kollege hat meine Arbeit schon zum dritten Mal in diesem Jahr mitübernommen. Die anderen Male war ich im Libanon zur Versorgung syrischer Flüchtlinge und in Liberia für einen Gefängniseinsatz. Der letzte Einsatz war erst drei Wochen her. Daher war ich sehr froh, dass er sofort zugestimmt hat. So konnte ich in dem Bewusstsein fahren, dass die Leute zuhause hinter mir stehen und meine Arbeit hier weitermachen. Andernfalls hätte ich Zweifel gehabt, ob das die richtige Entscheidung ist. ERF Online: Welche Auswirkungen haben diese Erfahrungen auf Ihr eigenes Leben? Dr. Margrit Wille: Ich merke, was es bedeutet, wenn man alles hat; wenn man essen kann, was man möchte. Wenn man es warm und noch dazu trocken hat. Alles, was vorher selbstverständlich war, ist plötzlich etwas ganz Besonderes. Man achtet sehr viel mehr darauf. In Gedanken bin ich noch oft bei meinen philippinischen Patienten und frage mich, was aus ihnen geworden ist. Ich erwische mich immer wieder dabei, dass ich darüber nachdenke, ob ihre Verletzungen geheilt sind oder ob ein Patient seine Lungenentzündung wieder losgeworden ist. Aber das sind Fragen, die offenbleiben. Zwei Blickwinkel, zwei Welten.ERF Online: War der Glaube für Sie in dieser Zeit eine Stütze? Dr. Margrit Wille: Auf jeden Fall, auch wenn ich mit den Menschen dort nicht über meinen Glauben gesprochen habe. Wir haben mit den Philippinos einfach mitgefühlt. Eines Abends haben wir an einer Prozession teilgenommen, die von einer katholischen Kirche in der Nähe unserer Unterkunft ausging. Wir haben nicht groß geredet, aber ich glaube, wir hatten identische Gedanken. Da war es gar nicht nötig, sich darüber auszutauschen. ERF Online: Man sagt, dass Krisen Menschen enger zusammenrücken lassen. Welchen Eindruck hatten Sie? Dr. Margrit Wille: Das kann ich bestätigen. In unserem Team haben wir alles geteilt, auch unsere Isomatten und Moskitonetze. Das ist in so einer Situation selbstverständlich, da würde keiner sagen: Das ist meins, das rücke ich nicht raus. Als erstes habe ich meine Stirnlampe verschenkt. Die sind dort extrem praktisch, weil man die Hände frei hat. Als ich jemanden gesehen habe, der kein Licht hatte, habe ich ihm meine Lampe gegeben. Das Allerschlimmste war dort, dass es so dunkel wurde. Da hatten viele Menschen Angst. Wenn man dann sieht, dass jemand Licht braucht, gibt man ihm Licht. ERF Online: Planen Sie, noch einmal auf die Philippinen zurückzukehren? Dr. Margrit Wille: Mein Mann hatte die Idee, dass wir später mal zurückkehren sollten. Wir würden gern schauen, was aus der Gegend geworden ist. Ganz besonders beeindruckt hatte mich ein Ort. Wenn man dort am Strand stand und aufs Meer schaute, war es wunderschön. Alles war so idyllisch. Und wenn man sich umdrehte, sah man das komplette Gegenteil: nur Zerstörung. Ich würde gern wissen, was aus diesem Ort wird. ERF Online: Vielen herzlichen Dank für das Gespräch! FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten sine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen...

Dank diesem bewundernswerten kleinen Stützpunkt wurden so viele Menschen gerettet, dass er bald überall bekannt wurde. Viele der Erretteten und andere Leute aus der Umgebung waren nun auch gern bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Station zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh.
Vielen Gönnern dieser Rettungsstation gefiel das ärmliche und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet.

Doch damit erfreute sich die Seerettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort; sie richteten sie sich noch gemütlicher ein, da sie ihnen als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff, und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halbertrunkener Menschen zurück. Unter den schmutzigen und erschöpften Schiffbrüchigen befanden sich Schwarze und Orientalen. In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne

Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wellten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch noch eis „Lebensrettungsstation" bezeichnete. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre gingen dahin, und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte Geschichte. Wenn man heute diese Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch ist die Küste gefährlich; immer noch wird sie vielen Schiffen zum Verhängnis; nur — die meisten der Schiffbrüchigen ertrinken.

Die Zeit ist gekommen, das wir als Christen wieder unsere teuren Designer-Klamotten (auch im übertragenen Sinn) ausziehen, um uns auf dem Feld der Mission wieder die Hände schmutzig zu machen. Und die beste Arbeitskleidung besteht "natürlich" aus J-shirts...