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© Johannes Holmer Lydia Holmer starb mit 28 Jahren am 1. Februar 2012 nach einer langen Krankheitszeit an Krebs. Bis zu ihrem Tod vertraute Lydia darauf, dass Gottes Plan für ihr Leben gut ist. Ihre Eltern Johannes und Eva-Maria Holmer, haben Ihre Geschichte im Buch „Ich weiß, dass Gottes Plan perfekt ist“ aufgeschrieben. ERF Online hat Johannes Holmer zu dem Tod seiner Tochter interviewt.  ERF Online: Herr Holmer, Ihre Tochter Lydia ist im Alter von 28 Jahren an Krebs gestorben. Welche Bilder haben Sie im Kopf, wenn Sie an Ihre Tochter denken?   Johannes Holmer: Einen zutiefst fröhlichen und positiven Menschen.  Lydia und ich sind so gestrickt, dass wir in schwierigen Zeiten schauen, was zu tun ist und wie man die Herausforderungen meistern kann. Vielleicht waren deswegen die schwierigen Zeiten auch gar nicht so schwierig. Lydia hat genau das immer wieder realisiert und das Beste aus ihrer Situation gemacht. Das fanden wir Eltern immer sehr bewundernswert. Lydias ansteckender Glaube ERF Online: Sie und Ihre Frau haben die Geschichte von Lydia im Buch „Ich weiß, dass Gottes Plan perfekt ist“ festgehalten. Sie haben sich in dem Buch intensiv mit dem Tod von Lydia befasst. Warum war es Ihnen wichtig, dieses Buch zu schreiben? Johannes Holmer: Wir sind gefragt worden, ob wir über Lydias Geschichte schreiben können. Allerdings war die Situation von Lydia schon vor dem Erscheinen des Buches relativ öffentlich durch die Internetseite einsehbar, die wir für sie eingerichtet haben. Daher kamen wir nicht von uns aus auf den Gedanken, ein Buch zu schreiben. Wir haben es uns mit der Anfrage nicht leicht gemacht und uns Bedenkzeit erbeten, um darüber nachzudenken und zu beten. In den Tagen sind wir auf ihre Tagebücher gestoßen. Bei der Intensität der Tagebücher, die beim Lesen sichtbar wurde, konnten wir uns dann doch vorstellen, etwas daraus zu machen. Wir denken, dass es ein Beitrag zur Ermutigung sein kann, Gott zu vertrauen und konsequent mit ihm zu leben. ERF Online: Haben Sie auch schon konkret erlebt, dass Menschen, die nicht mit Jesus unterwegs sind, durch die Geschichte besonders berührt worden sind?  Johannes Holmer: Lydias Art zu glauben und mit Leid umzugehen, hat Menschen berührt, die noch nicht gläubig sind. Bis dahin, dass Leute dadurch zum Glauben gekommen sind. Sie war ein Zeugnis dafür, wie man fröhlich leben und Gott vertrauen kann und vielleicht auch gerade durch dieses Gottvertrauen fröhlich ist. Ihre Gewissheit stand fest: „Ich weiß, dass Gottes Plan perfekt ist.“ Sie ordnete sich Gottes Plänen unter. ERF Online: Was hat Lydias Glauben geprägt, so dass er so spritzig, authentisch und leidenschaftlich war?   Johannes Holmer: Ich muss ehrlich sagen, ein wenig hat uns ihr Glaube, der durch die Tagebücher sichtbar wurde, selbst überrascht. Lydia ist so, wie man sich Norddeutsche vorstellt. Sie hat nicht groß über das geredet, was sie innerlich beschäftigte. Aus der Ferne bekamen wir vieles ihrer Entwicklung nicht mit. Wir haben selten von ihren inneren Beweggründen und Gedanken gehört und sie war sowieso nicht der Typ, der viele Worte darüber machte. In ihrer Krankheitszeit bekamen wir mit, dass ihr viele Freunde aus aller Welt schrieben. Da schrieben viele, dass sie der ganz normale alltägliche Glaube von Lydia bewegt hat. Durch solche Briefe merkten wir, dass Lydia eine innere Entwicklung durchgemacht hatte, die zu 80 % an uns vorbeigegangen ist, weil sie immer weit weg war. Weniger Verlust – mehr Geschenk ERF Online: Lydia hatte ein Herz für Menschen und brannte für Jesus Christus. Empfinden Sie es als unfair, dass gerade Lydia so früh sterben musste? Johannes Holmer: Unfair weniger, denn was ist schon fair? Trotzdem ist es für uns unverständlich. In Jesaja 55,8 sagt Gott: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken.“ Und das stimmt. Wirklich verstehen können wir es nicht. Natürlich könnten wir permanent mit Gott hadern, aber das haben wir eigentlich nie gemacht. Wir wissen nicht, was Gott damit vor hat und was er „hinter den Kulissen“, also in der unsichtbaren Welt, tut. Ich bin mit Lydia 2011 zu einem längeren Interview im ERF gewesen. Da hat sie im Gespräch sinngemäß gesagt: „Wenn ich sehe, wie viele Menschen durch meine Krankheit zum Nachdenken über Jesus gekommen sind oder ihn sogar gefunden haben, dann ist es wohl gut, dass ich krank geworden bin.“ Sie hatte Gott einmal ihr Leben gegeben und war der Meinung, dass er nun damit machen kann, was er will. ERF Online: Der Tod einer Tochter hinterlässt in der Familie eine Lücke. Wie gehen Sie als Familie mit dem Verlust um? Johannes Holmer: Ich sage mal ganz platt, wir gehen gar nicht mit dem Verlust um, sondern eher mit dem Geschenk, das Gott uns durch Lydia gemacht hat. Das macht es uns ein wenig leichter. Das heißt nicht, dass sie uns nicht fehlt, doch die Dankbarkeit überwiegt. Wir baden bewusst nicht im Leid und in der Trauer, aber wir überspielen sie auch nicht. Wir sind froh, dass wir Lydia hatten. Sie hat uns und ihren Geschwistern ein Beispiel für bedingungsloses Vertrauen gegeben. Doch wie jeder von unseren Kindern insgeheim damit umgeht, ist für uns nicht hundertprozentig zu erfassen. ERF Online: Was hat Ihnen persönlich wieder Mut gemacht, an Gott festzuhalten und nicht an diesem Schicksalsschlag zu verzweifeln? Johannes Holmer: Lydia und ich haben dieselbe Art, Dinge positiv anzupacken und zu schauen, was zu tun ist. Zudem haben wir uns an Lydias positiver Art orientiert. In der fünfjährigen Krankheitszeit gab es viele Situationen, in denen man verzweifeln könnte. Zum Beispiel, als sie am Schluss der Krankheit auch noch die Meningitis bekam. Wenn meine Frau Lydia manchmal am Bett gefragt hat, ob sie nicht lieber in der Ewigkeit bei Jesus sein will, hat Lydia es vehement verneint. Sie wollte kämpfen. Das hat uns animiert, weiterzumachen und mit ihr zu kämpfen. Wir wollten ihr auch kein Klotz am Bein sein, sondern sie ermutigen zu kämpfen, zu glauben und zu leben. Johannes Holmer, Jhg 1957, ist Pastor einer mecklenburgischen Landgemeinde und verheiratet mit Eva-Maria. Sie haben gemeinsam vier Kinder. Die Älteste, Lydia Holmer, ist bereits im Himmel. Auf dem Foto sieht man sie mit ihrem Vater. Gebet wird im Leid neu buchstabiert ERF Online: Würden sie sagen, dass Lydias Krankheitszeit Ihren Glauben besonders geprägt hat? Johannes Holmer: Insgesamt hat uns diese Zeit natürlich schon nachhaltig geprägt. Viele Fragen, die wir früher theoretisch als fromm Aufgewachsene klar beantwortet haben, stellten sich uns plötzlich ganz neu und existentiell. Wir haben in der Zeit erlebt, dass Hunderte auf Lydias Internetseite geschaut haben und für Lydia gebetet haben. Diese Ermutigung selbst zu spüren und auch an Lydia weitergeben zu können, war nun ganz praktisch greifbar. In der Zeit haben wir auch viel intensiver über das Gebet nachgedacht. Was ist das Gebet und was bewirkt es? Was bringt es, wenn Hunderte für Lydia beten und es passiert nicht das, worum wir gebetet haben. Für Lydia war klar, wenn Menschen für sie beten, dann heißt das, dass sie mit Jesus im Kontakt sind, mit Jesus leben und auf ihn schauen. „Let us fix our eyes on jesus“ hat sie dann gesagt. Für sie war es wichtiger, dass ihre Freunde mit Jesus im Kontakt sind, als dass sie selbst gesund wird. Wir haben aber auch Themen wie Sterben und Vertrauen für uns neu buchstabiert. Vertrauen kann ich nur, wenn ich nichts mehr in der Hand habe und nichts mehr selbst regeln kann. Wenn ein Kind seinem Vater vertraut, weiß es auch nicht, was der Vater eigentlich tut. Trotzdem vertraut es ihm. Dieses Vertrauen buchstabiert man durch solch eine Leidsituation noch einmal ganz anders. ERF Online: Sie sind nicht der einzige Vater, dessen Tochter aufgrund von Krebs gestorben ist. Was wollen Sie Familien weitergeben, die zurzeit in einer ähnlichen Situation sind?  Johannes Holmer: Ich will sie ermutigen, an Jesus festzuhalten und ihm zu vertrauen. Letztendlich ist sein Plan perfekt, denn er ist göttlich. Daran brauchen wir nicht zu zweifeln. Mir ist bewusst, dass der Satz provokant und steil ist. Aber es lohnt sich, an ihm festzuhalten. Wir haben auch einige Freunde und Familien kennengelernt, denen es sehr viel schwerer fällt, Gott in der Situation zu vertrauen. Aber Gott macht es letztendlich gut. Vertrauen heißt letztendlich: Nicht sehen und trotzdem an ihn glauben. ERF Online: Herzlichen Dank für das Interview. FG_AUTHORS: ERF.de Topthema

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Wie aus einem tieffliegenden Flugzeug sah ich zunächst aus der Vogelperspektive ein unendlich weites Feld. Als ich näher kam erkannte ich, dass es aus lauter facettenartigen Räumen bestand, die in den buntesten Farben schimmerten. Die Räume waren nicht statisch, sondern wie pulsierende Zellen. Auf die Frage, was das sei, antwortete Gott: "Das sind die Räume in meinem Vaterherzen! Jeder Mensch hat hier einen Raum in meinem Innersten. Im nächsten Moment fand ich mich in einem dieser Räume wieder..."

Da sagte Gott: „Dies ist der Raum der Begegnung, dein Raum in meinem Vaterherzen. Du sollst wissen, dass Du einen festen Platz in meinem Herzen hast! Hier kommen nur Du und ich hinein! Und wir füllen den Raum mit dem Besonderen unserer Beziehung!" Wenn Ihr euch euren eigenen Raum der Begegnung anschauen könntet, würdet ihr sehen, dass die Wände voll mit Bildern sind; Bilder, in denen euch vertraute Situationen ablaufen. Wie eine Sammlung von Orten, an denen ihr schon einmal gewesen seid. Aber nur solche Orte, an denen ihr glücklich ward: perfekte Augenblicke eures Lebens!

Gott sagte dazu: „Glaube mir, mein Kind, es gibt keine perfekten Augenblicke ohne mich! Manchmal war Dir meine Gegenwart gar nicht bewusst. Oft warst Du mehr mit der Schönheit der Natur oder anderer Dinge beschäftigt, als an mich zu denken. Aber ich war dabei und habe diese Augenblicke mit Dir genossen. Und das macht sie zu vollkommenen Momenten Deines Lebens.“
Es würde Euch wahrscheinlich genauso gehen wie mir, dass Ihr euch gar nicht sattsehen könnt an all der Schönheit in diesem Raum. Der Raum war voller Bewegung und Dynamik, es gab keinen Stillstand, und doch strahlt alles Ruhe aus, kein Stress. Ich weiß nicht was Ihr sehen würdet, aber da wären bestimmt vertraute Klänge, Gerüche, Bilder voller positiver Assoziationen!

Und Gott sagt zu Euch: „Ja mein Kind, ich liebe deine Art, wie du lebst, mich liebst und anbetest. Das ist einzigartig. So, wie Du mich liebst mit all deinen Gaben und Talenten, kann mich kein anderer Mensch auf der Welt lieben!“ Ich empfinde bei diesen Worten eine solche Wertschöpfung und Achtung meiner Person, weil Gott alle Dinge in meinem Leben wichtig sind. Er wartet im Raum der Begegnung auf mich und will Gemeinschaft mit mir haben! Ist das nicht unglaublich? Der Schöpfer des Universums wartet auf mich und Dich?

Als nächstes sah ich das Vaterherz wieder aus der Vogelperspektive. Mir fiel auf, dass nicht alle Räume schillernd bunt und pulsierend waren, sondern geradezu blass und farblos. Gott sagte dazu: „Das sind die Räume, die nur selten betreten werden. Manche nur am Sonntag, andere nur an Weihnachten. Ich warte dort vergeblich auf meine Kinder.“

Und dann waren da Räume, die sich wie Nebel im Morgenlicht aufzulösen begannen. „Das sind die Räume“, sagte Gott, „die nie ein Mensch betreten hat. Ich habe dort alle Tage des Lebens auf meine Kinder gewartet, aber sie kamen nicht. Sie waren zu beschäftigt oder glaubten den Lügen über mich.“

Lasst uns nicht länger warten und zusehen, wie immer mehr Räume anfangen, sich aufzulösen! Vielleicht können die J-shirts für einen Menschen um Dich herum eine echte Chance sein, das erste Mal von unserem Vater im Himmel zu hören, der total verliebt auf ihn wartet...